U15 nimmt erste Pokalhürde – U19 gewinnt zweistellig – DI holt Auswärts-Dreier in Altenessen

Eine richtig gute Woche liegt hinter den Adlern, denn nicht nur unsere „Erste“ glänzte beim ungefährdeten  2:0 im Pokal gegen starke Steelenser , sondern immerhin drei Jugendmannschaften erledigten ihre Pflichtspiele unter der Woche sehr erfolgreich. Denn mit 3:0 gegen die Sportfreunde Niederwenigern, die zur Zeit die Essener Kreisliga anführen,  setzten sich unsere U15-Mädchen im Pokalauftakt sicher durch. Tag’s drauf  überzeugte die U19 mit dem zweiten zweistelligen Erfolg  im zweiten Saisonspiel. Mit 12:0 gewannen unsere Mädchen bei Teutonia Überruhr!  Und auch die neue DI brachte drei Punkte aus ihrem vorgezogenen Auswärtsspiel mit. In einer umkämpften Begegnung siegten unsere „Knaben“ mit 2:1(1:1) sehr knapp aber höchst verdient am Kuhlhoffpark gegen die SG Altenessen.

 

U15 im Pokal eine Runde weiter

 

Im Kreispokal bescherte uns die Auslosung einen Vergleich mit den gut in die Saison gestarteten Mädchen von SF Niederwenigern. Mit zwei Siegen und 8:1 Toren sind diese Mädchen in der Essener Kreisliga derzeit Tabellenführer – eine Momentaufnahme, aber doch kein Zufall, denn in Niederwenigern erfahren die Mädchen gerade in den jüngsten Jahrgängen eine vorbildliche Ausbildung. Besonders drei der Mädchen hatten uns in Sachen Technik und Spielintelligenz überzeugt, als wir ihr Spiel gegen unseren Nachbarn TSV Heimaterde besuchten, welches sie sicher mit 5:0 gewonnen haben. – Wir freuten uns also auf einen anspruchsvollen Vergleich und guten Fußball.

Uns fehlten für diesen Vergleich neben der verletzten Marlene noch Lina sowie mit Jouline und Dilara zwei erfahrene Mädchen also insgesamt gleich vier Mädchen, die eigentlich in die Startformation gehören. Wir setzten also in der Abwehr neben Nadine zunächst auf Emilie und Joyce, im Mittelfeld sollten Caro und Michelle den Ball, den Raum und das Spiel beherrschen und in der Vorwärtsbewegung wurde Claudia von Annabell und Yasmin flankiert – beide sind noch unerfahren, haben aber in diesem Jahr schon ihre Torgefahr bewiesen.

Unsere Mädchen begannen hoch stehend und mit viel Präsenz, so dass Niederwenigern von Anfang an nicht zur Entfaltung kam. Allerdings war die Fehlerquote im Passspiel erheblich, so dass unser Ballbesitz zunächst zu nichts führte. Niederwenigern verschanzte sich vor dem eigenen Tor, hinter der Abwehrkette stand fast immer noch eine weitere Absicherung, die sich bei unserem Ballbesitz bis in den eigenen 16er zurückfallen ließ. So entwickelte sich ein unansehliches Spiel, unsere Angriffe blieben in der vielbeinigen Abwehr hängen. Und das noch am Wochenende so tolle Niederweniger Angriffsspiel fand praktisch nicht statt, weil sich bei eigenem Ballbesitz immer nur zwei, maximal drei Mädchen aus dem Deckungsverbund lösten und dann in Unterzahl schnell bereits in unserem Mittelfeld hängen blieben. – Eigentlich schade, denn die Niederweniger Mädchen sind individuell durchaus gut besetzt.

Unsere Abwehr war also beschäftigungslos und der Sturm kam angesichts der engmaschigen Abwehr kaum zu Torchancen – also umstellen. Wir brachten nach 18 Minuten Lea und Miriam, tauschten damit im Sturm alle Positionen durch, stellten zudem auf Zweier-Abwehr um, mit dem Effekt, dass nun auf den Flügeln jeweils zwei Mädchen standen. – Und sofort gelang es unseren Mädchen Unordnung in den Deckungsverbund zu bringen und die Überzahl auf den Außenpositionen zu nutzen. Im Minutentakt brachen wir über Außen durch und konnten den Ball gefährlich vor das Tor bringen. Zwei dieser Situationen nutzte Lea zu technisch versierten, kontrollierten Torabschlüssen. 2:0! Angesichts des nun immer präziser funktionierenden Passspiels unserer Mädchen und der Tatsache, dass sich Niederwenigern weiterhin vor dem eigenen Strafraum einigelte war das Spiel entschieden. Wir routierten also viel, nahmen mit Claudi und Michelle die beiden erfahrenen Mädchen aus dem Spiel und gingen mit sicherer Führung und guter Spielkontrolle in die Pause.

Zur zweiten Hälfte stellten wir wieder um, agierten nun häufig in einem (natürlich nie trainierten) 1:4:3 mit nur einer Abwehrspielerin, wollten im Mittelfeld den Ball beherrschen und uns möglichst in den engen Räumen vor dem gegnerischen Tor nicht in Zweikämpfe verwickeln lassen. So konnten sich unsere Mädchen immer wieder bis auf 20 Meter vor das gegnerische Tor kombinieren und feuerten dann aus der zweiten Reihe. Besonders Michelle, Claudia, Caro und Nadine versuchten sich mehrfach, verfehlten aber entweder ihr Ziel oder scheiterten an der aufmerksamen und fangsicheren Torhüterin. Eine schöne Ballstafette konnte dann Caro überlegt zum 3:0 verwandeln. Niederwenigern konnte auch in der zweiten Hälfte unser Tor nicht in Gefahr bringen, nur nach zwei Freistößen aus rund 35 Metern fand der Ball den Weg in Richtung auf unser Tor. – Das war`s.

So ziehen unsere Mädchen also in die nächste Pokalrunde ein. Uns bleibt die Erkenntnis, dass auch wenn erfahrene Kräfte fehlen unsere ganz jungen Mädchen Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag zum Erfolg leisten. Die Mädchen aus Niederwenigern haben angesichts der defensiven Ausrichtung ihre Qualität leider gar nicht zeigen können. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg im Meisterschaftsbetrieb.