Erste bleibt Tabellenführer – Zweite siegt im Spitzenspiel – Vierte siegt 6:3 – Frauen I u. II mit Niederlagen

Adler Union I – Mülheim 07 I  2:2

 

Adler Union II – Alemania Essen I  5:3

 

AdlerUnion II vs Alemannia Essen 5-3 (0-2)

 

Die Reserve besiegt Alemannia nach dramatischem Spielverlauf mit großer Moral!

 

Es sollte der bisherige Saisonhöhepunkt werden. Ein Spiel, welches sowohl spielerisch als auch kämpferisch und vor allem von der Dramatik her bisher nicht zu überbieten ist. Die Zuschauerzahl wurde mit 125 angegeben.

Die erste Chance nach einer Unaufmerksamkeit unserer Abwehr hatten die Türken nach einigen Minuten. Schwartmann hielt den nicht ganz so leichten Flachschuss aber sicher.

In der 8. Minute unsere erste klare Torchance, als Harders über links lang geschickt wurde und vom Torwart von den Beinen geholt wurde. Der Ball sprang zum mitgelaufenen Bornholdt, der das vermeintliche 1-0 erzielte. Der Schiedsrichter hatte jedoch den Vorteil übersehen und zu schnell gepfiffen. Die Folge war zwar die berechtigte rote Karte für den Torwart, aber leider keine Führung, da der gegebene Freistoß aus 16,5 Metern vergeben wurde.

Es kam wie so oft im Fußball, trotz Überzahl taten wir uns gegen die auf allen Positionen stark besetzten und in den Zweikämpfen cleveren Türken sehr schwer.

Die Zuschauer sahen ein recht ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen von Alemannia, die dann nach knapp 20 Minuten einen schweren Abwehrfehler zum 0-1 ausnutzten.

Doch es kam noch schlimmer, ein Fernschuss des gleichen Offensivspielers aus gut 28 Metern, mit welchem Schwartmann, der die tief stehende Sonne gegen sich hatte, nicht gerechnet hatte, schlug als Flatterball unter der Latte ein, 0:2.

Kurz vor der Pause tönten türkische Schlachtrufe der zahlreichen türkischen Zuschauer über unsere Anlage, die wohl die Vorentscheidung feierten.

In der Halbzeitpause wurden einige verbesserungswürdige Dinge angesprochen und an die Moral appeliert.

Leider brachten wir das in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff immer noch nicht auf den Platz und als Harders in Minute 49. alleine aufs Tor zulief und scheiterte, glaubten nur noch wenige an eine Wende. Kurze Zeit später (56.)flog dann auch noch Rotthäuser nach einer angeblichen Tätlichkeit vom Platz.

Augenscheinlich war das aber die benötigte Initialzündung. Mehr Platz auf dem Rasen und ab jetzt nur noch auf dem Gaspedal. So zeigte die türkische Abwehr (immerhin fast 50 Minuten in Unterzahl) erste Unsicherheiten.

In der 61. Minute setzte sich Pösz, der 90 Minuten wie eine Maschine gerannt ist, über rechts durch und passte in den Strafraum auf Harders, der sich diesmal die Chance nicht entgehen ließ und mit Übersicht mit links zum Anschlusstreffer einschob. Nun rollte Angriff auf Angriff.

Wenige Minuten später wurde Bornholdt im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Schöneweiß nervenstark und sicher zum Ausgleich, 2:2.

Danach waren wir weiter klar spielbestimmend und drängten vehement und Risikofreudig auf den Führungstreffer, der allerdings einfach nicht fallen wollte.

In der 81. Minute dann der Rückschlag und wohl auch Genickschlag, als die Türken erneut einen schweren Abwehrfehler bestraften und zum zu diesem Zeitpunkt überraschenden und etwas glücklichen 2-3 trafen.

Nun setzte das Trainerteam alles auf eine Karte, nahm Abwehrchef Häde vom Platz und brachte mit Espenhahn einen zusätzlichen Mittelstürmer, der allerdings in den letzten Wochen aus beruflichen Gründen nicht mit dem Team trainieren und spielen konnte.

Allerdings ein absoluter Glücksgriff, denn als in der 85. Minute Schöneweiß per Kopf!! auf Espenhahn verlängerte, setzte der sich durchsetzungsstark in Szene und traf zum verdienten 3:3, was eine Jubeltraube auf und neben dem Platz auslöste.

In der letzten Spielminute dann der nicht mehr für möglich geglaubte Sieg. Espenhahn konnte alleine aufs Tor laufen, nachdem er von Ostgathe angespielt wurde und Harders vorher gekonnt durchgelassen hatte. In Höhe des 16ers ließ er, zum Entsetzen aller Frintroper, den türkischen Abwehrspieler aufschließen, um ihn auch noch auszuspielen und traf dann per Flachschuss in die Ecke zum 4-3. Was für ein Jubel, was für ein freches Tor.

In der letzten Aktion in der Nachspielzeit traf der ebenfalls kurz zuvor eingewechselte Wiersch nach einem Konter und Vorlage von Harders zum 5-3.

Eine geschlossene Mannschaftsleistung mit unglaublicher Moral. Hervorheben möchte man nach so einem Spiel eigentlich keinen Spieler, doch Gallasch, der mit wenig Spielpraxis und seinen 18 Jahren fast alle Zweikämpfe gewann und Schneemann, der mit viel Spielverständnis viele Lücken stopfte und auch nach vorne starke Akzente setzte, sind dennoch namentlich zu erwähnen.

Positiv bleibt zu erwähnen, dass wir gegen diesen starken Gegner hinten wenig zugelassen haben, obwohl sie bereits in sieben Spielen 39 Treffer verbuchen konnten; die Gegentore fielen durch zwei Patzer und einen Distanzschuss. Weiter ist erwähnenswert, dass dieser Gegner bis dato nur sieben Tore kassiert hat und wir ihnen nun gleich fünf Hütten einschenken konnten. Die drei berechtigten roten Karten täuschen ein wenig; die Partie wurde zwar hart und packend geführt, aber insgesamt betrachtet war sie fair.

Die Gäste zeigten sich, trotz der für sie knappen und unglücklichen Niederlage, auch nach dem Spiel als faire Verlierer. Nachdem die Türken kurz vor der Pause ihre Mannschaft feierten, waren es nach Spielende die Frintroper.

So kommt es nun in der nächsten Woche um 13:00 h in Tus Helene zum absoluten Topspiel um die Tabellenspitze.

 

Aufstellung AdlerUnion:

Schwartmann / Häde (83. Minute Espenhahn) / Pösz / Gallasch / Goik / Rotthäuser / Schöneweiß (87. Minute Wiersch)  / Schneemann / Ostgathe / Harders / Bornholdt (90+1. Minute Ortenreiter)/// Opitz, Blackmeyer, Lütkeniehoff, Roderigo und viele Andere

 von Sven Schöneweiß

 

Adler Union IV – Alemania Essen II  6:3

 

SV Rosellen Frauen I – Adler Union Frauen I  3:0

 

Niederlage in unverdienter Höhe – Adler Union Frintrop verliert 0:3 beim SV Rosellen
Die Adler-Damen boten ein gutes, kampfbetontes und leidenschaftliches Spiel. Mit einer kompakten Mannschaftsleistung und hervorragendem Stellungsspiel, vor allem in der Abwehr, wurden die Gegnerinnen oft zum Verzweifeln gebracht. Rosellen erspielte sich zwar einige Torchancen, die aber von der gut aufgelegten Torhüterin Jasmin Kupisch und der engagierten Defensive vereitelt wurden. Eine Unachtsamkeit in der Abwehr führte zum 0:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause.
In der zweiten Halbzeit ging es munter weiter. Die Abwehr stand gut und ließ die SV-Stürmerinnen ein übers andere Mal ins Abseits laufen. Rosellen präsentierte sich sehr kopfball- und zweikampfstark und verlangte Adler im Mittelfeld alles ab. Das eigene Spiel nach vorne gelang nicht so gut, wie letzte Woche noch gegen RWE. In der letzten Viertelstunde der Partie verließ Adler dann nach viel Laufarbeit die Kraft und Rosellen konnte noch zwei gut vorgetragene Konter im Frintroper Tor unterbringen.
Alles in allem ein gutes Spiel, in dem Adler alles abverlangt wurde und mit Teamgeist die Gegnerinnen an den Rand der Verzweiflung brachte. Der Sieg von Rosellen geht in Ordnung, fiel aber ein bis zwei Tore zu hoch aus. „Respekt an die Mannschaft“, lautete das Fazit der beiden Trainer, Tanja Mohr und Thomas Höfs.

Rot-Weiss-Essen Frauen II – Adler Union Frauen II  8:0