Erste mit Remis zum Saisonauftakt – Zweite , Dritte und Frauen 1 jeweils mit Siegen in Vorbereitungsspielen

Erste enttäuscht beim Ligaauftakt und rettet am Ende Remis

Mit 2:2 (1:0) beendete die erste Mannschaft von Adler Union Frintrop ihr Gastspiel bei Tusem Essen beim Start in die Bezirksligasaison 2019/20. Den Frintropern gelang es dabei leider über weite Strecken der Partie nicht im Ansatz, die offensive Spielfreude zu zeigen, die in den letzten beiden Saisons im Schnitt zu über 100 Toren und stets begeisterten Zuschauern geführt hatte. Tusem ließ das Team von Trainer Matthias Hülsmann hinten unbedrängt spielen und verteidigte die Mitte des Feldes sehr konsequent und dicht, sodass es Adler Union selten gelang sich nach vorne durchzukombinieren. Nach Ballverlust Frintrop versuchte der Gastgeber stets schnell umzuschalten und war dabei bereits früh erfolgreich. Leon Isselmann tauchte völlig frei vorm chancenlosen Max In der Beek auf und vollendete zur verdienten 1:0 Führung (13´). Auch nach dem Führungstreffer gelang Adler Union auf dem Weg nach vorne wenig bis gar nichts. Ein Schuss von Niclas Toepelt im Anschluss an eine Ecke und ein Abschluss von Timo Lindemann bei einem der wenigen guten Umschaltmomente der Frintroper waren die einzigen Torannäherungen von Adler Union. Glücklicherweise schwächte Tusem sich vor der Pause dann selbst und musste, nachdem Jounes Musapour für eine Tätlichkeit an der Bank von Adler Union die rote Karte sah, die Partie mit zehn Spielern fortsetzen.

In Durchgang Zwei entfaltete Adler Union dann – sicherlich auch der Dezimiertheit des Gegners geschuldet – etwas mehr spielerischen Druck auf Tusem und kam zu ersten Halbchancen. Bis der Ball im Netz zappelte dauerte es jedoch bis Mitte der zweiten Halbzeit. Jonas Rübertus fand mit seiner Flanke von der rechten Seite in der Mitte Tommy Groll, der zum 1:1 einschob (67´). Nach Foul an Fabi Wiegel wurde dann noch Joshua Windelschmidt mit gelb-rot vom Platz gestellt, sodass Adler Union in der Schlussphase mit zwei Mann in Überzahl war. Passend zum enttäuschenden Auftritt passierte dann sogar das, was in doppelter Überzahl überhaupt nicht passieren darf: ein Gegentor. Zu zweit schafften es Carlo Slabosz und Lukas Paulun (die wahrscheinlich eher zum Ball halten nach vorne gerannt waren) gleich sechs Frintroper auszuspielen und letzterer konnte auf 2:1 stellen (82´). Immerhin zeigte die Elf vom Wasserturm nochmal Moral und kam nach Flanke von Fabi Wiegel erneut durch Tommy Groll zum Ausgleich wenige Momente vor dem Abpfiff, sodass Adler Union am Ende wenigstens einen Punkt mitnahm (90´).

Fazit: So hatte sich wahrscheinlich niemand am Wasserturm den Start in die neue Saison vorgestellt. Spätestens jetzt sollte allen Beteiligten klar sein, dass nach zwei Spielzeiten der fußballerischen Leichtigkeit die neue Spielzeit alles andere als ein Selbstläufer wird. Die bereits jetzt immens angespannte Personalsituation stellt ein zusätzliches Warnsignal dar. Es liegt nun an der Mannschaft noch enger zusammenzurücken und nach einer Vorbereitung, die geprägt von durchwachsenen Testspielen und Trainingseinheiten mit zehn Leuten war, sich endlich an die Arbeit zu machen, um fitnessmäßig und spielerisch an die Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen zu können. Das entsprechende Potenzial dafür hat das Team – insbesondere, wenn die derweil Verletzten und Verreisten wieder dazustoßen. Weiter geht es mit Ligafußball gleich am Donnerstag gegen Vfb Bottrop (19:30, Frintroper Str. 306A) und am Sonntag in Fortuna Bottrop (15:15, Rheinbabenstraße 71A). Hier wird man endlich herausfinden, wie stark die Mannschaften aus dem Kreis Oberhausen/ Bottrop, die dieses Jahr mit in der Liga sind, einzuschätzen sind.

Tore: Isselmann (13´), Groll (67´, 90´), Paulun (82´)

Adler Union: In der Beek, Rübertus, Toepelt, Büttner, Gözey (70´Wiegel), Wanning (46´Funke-Kaiser), Ohters, Jankowski (59´Aust), Lindemann, Schneemann (46´Rustemeyer), Groll

 

von Jonas Rübertus

 

Adler Union II – SC 1912 Buschhausen I    5:1

 

Adler Union III – Tura 86 II  4:1

 

Linner SV Frauen I – Adler Union Frauen I  2:3