Erste verliert in Werden- Heidhausen – Zweite unterliegt FC Saloniki – Dritte siegt 10:0 – Frauen I siegen, Frauen II verlieren

SC Werden-Heidhausen I – Adler Union I   4:2

 

Enttäuschende Wochen am Wasserturm – Adler Union versackt im Mittelmaß

Schwer aus den Startlöchern gekommen, dann einigermaßen gefangen und nun wieder schweifen lassen. So könnte man die bisher eher enttäuschende Saison der ersten Mannschaft von Adler Union in der Kurzform zusammenfassen. Einen Punkt gab es aus den letzten drei Ligaspielen und zudem noch das Ausscheiden im Pokal gegen Landesligist Burgaltendorf. Da der Schreiber der gewöhnlich aktueller erscheinenden Berichte zuletzt leider beruflich am Verfassen zeitnaher Artikel nach Spielende verhindert war, folgt nun eine kurze Aufarbeitung der vergangenen Leistungen, die nicht unkommentiert stehen gelassen werden dürfen.

Man beendete den September mit dem Gastspiel bei Tus 81. Das Heimteam, das wenige Tage vor dem Spiel den Trainer gewechselt hatte und entsprechend hochgradig motiviert agierte, setzte Adler Union auf kleinem Platz bei regnerischem Wetter früh unter Druck. Dennoch kam man zu Konterchancen und ging sogar in Führung. Tommy Groll legte für Timo Lindemann zum 1:0 auf. Doch die Führung hielt nicht lange, denn noch vor dem Seitenwechsel besorgte Stephan Jasberg nach Standard das 1:1. In Halbzeit zwei wuchs der Druck des Gastgebers und Adler Union stand lange Zeit tief hinten drin. Beängstigend insbesondere: der Gastgeber spielte keinesfalls spielerisch ansehnlichen Fußball, sondern dominierte das Spiel lediglich durch physische Präsenz und bessere Einstellung. Unglücklich, aber nicht unverdient, gab es dann kurz vor dem Abpfiff den Doppelschlag und man verlor das Spiel durch Tore von Philip Hollweg und Mohamed Khaled El Said mit 3:1.

Eine Woche später stand dann das Lokalderby gegen SC Frintrop an. Wiederrum tat man sich hier in der Anfangsphase schwer, fand dann jedoch besser ins Spiel und dominierte die 20 Minuten vor dem Seitenwechsel klar. Tommy Groll belohnte diese Leistung mit seinem Treffer zum 1:0. Wie so oft ließ man dann jedoch nach dem Seitenwechsel den nötigen Biss und Konzentration vermissen und kassierte durch Kai von der Gathen den Ausgleich. Nach guter schneller Antwort und erneuter Führung durch Yannick Reiners verfiel man leider erneut in bekannte Muster, stand zu tief, sorgte nicht für Entlastung und kassierte folgerichtig den Ausgleich erneut durch Kai von der Gathen. Ein Punkt im Derby, der sich nach zweifacher Führung wie eine Niederlage anfühlt, der jedoch leider aufgrund der inkonstanten Leistung absolut in Ordnung geht.

Zwei Tage später schied man dann im Pokal gegen Landesligist Burgaltendorf aus. Hier zeigte man eigentlich insbesondere in Durchgang eins eine sehr ordentliche Leistung und ließ quasi nichts zu. Leider schaffte man es jedoch auf der anderen Seite nicht, zumindest eine der beiden guten Gelegenheiten selbst ein Tor zu erzielen, zu nutzen. Dies wäre allerdings nötig gewesen, um den klassenhöheren Gegner zu schlagen, der nach der Pause abgezockt spielte und seine Chancen eiskalt nutzte. Drei Tore innerhalb von 10 Minuten, erzielt von Timo Sous und Doppelpacker Florian Jahns, besorgten den Auswärtssieg und das am Ende deutliche Weiterkommen.

Am Sonntag danach fand der Negativlauf wohl seinen bisherigen Hochpunktmit der Niederlage in Werden Heidhausen. Besonders enttäuschend hierbei: Die Anfangsphase sah wirklich vielversprechend aus und man zeigte, dass auch der dezimierte Kader völlig ausreicht, um diese Mannschaft zu schlagen. Ein Kopfballtor von Jonas Rübertus und ein Schuss ins kurze Eck von Malte Schneemann (jeweils nach Vorlage von Timo Lindemann) besorgten die frühe Führung. Doch leider kam der Gegner noch vor der Pause durch ein unglückliches Eigentor von Christian Büttner wieder heran und wie so oft, ließ man dann nach dem Seitenwechsel sämtlichen Biss und Leidenschaft vermissen. 2:2 durch Kevin Hourgardy nach Ballverlust im Spielaufbau, 3:2 durch Phillip Hußmann durch einen Kopfball nach Einwurf und 4:2 durch Khalid Waziri nach Flanke kurz vor dem Ende besiegelten die Niederlage für Adler Union.

Die Frage ist nun, wo soll die Reise hingehen in der Saison? Die Mannschaften an der Spitze sind längst enteilt. Leider muss man den Blick eher nach unten richten, denn bis auf einen Abstiegsplatz sind es nur magere fünf Punkte. Eine völlig ungewohnte Situation am Wasserturm, an dem fußballerisch in den letzten beiden Saisons quasi permanent die Sonne schien. Das Spiel am Wochenende gegen Königshardt ist nun absolut richtungsweisend. Verliert man, so rutscht man unten rein. Siegt man, so verschafft man sich etwas Luft und baut hoffentlich Selbstvertrauen für die kommenden anspruchsvollen Aufgaben auf. Es liegt nun an der Mannschaft zu zeigen aus welchem Holz sie geschnitzt ist. Sich kampf- und lautlos auf dem Platz zu ergeben kann und darf keine Option sein. Teamgeist, Leidenschaft und bedingungsloser Kampf sind jetzt gefragt und alles drei wird man mit der derweil unterdurchschnittlichen Trainingsbeteiligung nur schwer auf den Platz bringen können. Der Charakter der Jungs ist nun also gefragt wie nie zuvor.

von Jonas Rübertus

 

FC Saloniki I – Adler Union II  5:3

Eine zweimalige Führung in Halbzeit 1 durch Schöneweiß und Rotthäuser reichte erneut nicht. Es ging mit einem für Saloniki schmeichelhaften Unentschieden in die Pause. Wir hätten gut und gerne drei Tore mehr schießen müssen.

In der zweiten Hälfte reichte dann eine geschlossene Mannschaftsleistung der Griechen, gepaart mit einem durch uns nie in den Griff zu bekommenden Mittelstürmer (Apostolidis), der viermal traf, um uns in die Schranken zu weisen. Obwohl wir uns auch in der zweiten Halbzeit Chancen für mindestens drei oder vier weitere Tore erspielten, gingen nach dem 4-2 kollektiv die Köpfe nach unten.

Die Griechen gewannen durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit verdient. Für uns reichte es nur noch zum 3-5 durch den eingewechselten Dräger.

Aufstellung AdlerUnion:

Schwartmann / Häde / Thiesling / Küch / Gallasch (70. Min Pösz) / Rotthäuser / Schöneweiß / Ostgathe (67. Min Tabara) / Kalaf / Bornholdt (57. Min Dräger) / Harders

 

von Sven Schöneweiß

 

SC Frintrop III – Adler Union III   0:10

 

Adler Union Frauen I – BW Fuhlenbrock Frauen I   1:0

 

Adler Union Frauen II – Werden-Heidhausen Frauen I