Erste belohnt sich nach toller Leistung mit 4:0 Sieg – Zweite holt Punkt bei Preußen – Dritte mit Kantersieg – Frauen I mit Niederlage – Frauen II siegen

Vogelheimer SV I – Adler Union I   0:4

 

Erste gewinnt Derby und landet Befreiungsschlag

Mit 0:4 (0:1) gewann die erste Mannschaft von Adler Union Frintrop ihr Gastspiel beim Borbecker Konkurrenten Vogelheimer SV und landete damit nach zuletzt vier sieglosen Spielen einen wichtigen Befreiungsschlag. Das Team, das in diesem Spiel interimsweise von Peter Löffler gecoached wurde, machte mit seinem Auftreten und seiner Körpersprache von der ersten Minute an deutlich, dass man zum Gewinnen an den Lichtenhorst gekommen war und dieses Spiel in Mitten der Amtszeiten zweier Cheftrainer keinesfalls abschenken wird.

Früh kam man zu aussichtsreichen Gelegenheiten durch Felix Ohters und Murat Gözey, blieb aber im Abschluss vorerst glücklos. In der Verteidigung hatte man den Gegner weitestgehend unter Kontrolle, auch weil man Vogelheim in deren Aufbau klug und aggressiv zu stören wusste. Nach starker Anfangsphase von Adler Union verflachte die Partie ein wenig und Vogelheim fand besser ins Spiel. Genau in diese Phase jedoch gelang Adler Union der Führungstreffer. Christian Büttner eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und trieb die Kugel mit einem seiner unwiderstehlichen Antritte nach vorne. Dort setzte er sich nach kurzem Doppelpass stark durch, zog in den Strafraum und schob vorm Tor eiskalt in die untere linke Ecke ein (39´). Da die Frintroper in der Folge erste wütende Angriffe der Vogelheimer souverän stoppten, ging es mit diesem Resultat auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel mobilisierte die Heimmannschaft nochmal alle Kräfte und hatte mehr Ballbesitz, ohne jedoch vorm Tor zwingend zu werden. Adler Union behielt seine gute Ordnung und lauerte auf Konter. Tommy Groll vergab nach Hereingabe von Marcel Jankowski die Gelegenheit, auf 0:2 zu stellen. Oft in der bisherigen Saison waren solche Fahrlässigkeiten der Frintroper bestraft worden, doch in diesem Spiel hörte die Mannschaft einfach nicht auf, zog ihr Spiel weiter konsequent durch und wurde dafür belohnt.

Tommy Groll bediente auf der linken Seite Malte Schneemann und dessen Hereingabe verwertete Felix Ohters zum verdienten 0:2 (55´). Nur kurz darauf gelang sogar der Doppelschlag. Diesmal setzte Jonas Rübertus auf der rechten Seite Marcel Jankowski in Szene und nach dessen flachen Pass in die Mitte war erneut Felix Ohters zur Stelle und besorgte das 0:3 (59´). Zu allem Überfluss aus Vogelheimer Sicht schwächte das Team vom Lichtenhorst sich dann auch noch selbst. Yves Busch sah nach einem aussichtslosen Nachtreten gegen Malte Schnemann völlig zurecht die glatt rote Karte.

Adler ließ in der Folge den Gegner in aller Ruhe laufen und krönte seine Leistung noch mit dem 0:4. Malte Schneemann – der einen Sahnetag erwischte und an vielen gefährlichen Situationen beteiligt war – zog von links in die Mitte und schloss ins kurze Eck zum 0:4 ab (74´). Murat Gözey hätte sich kurz vor Abpfiff noch für seine starke Performance belohnen können, doch traf mit seinem Abschluss nur den Pfosten, sodass das 0:4 der Endstand war.

Alles in allem der wohl beste Auftritt der Frintroper Mannschaft in einer bisher durchwachsenen Saison. Dennoch muss man den Sieg richtig einzuordnen wissen: es war ein Schritt in die richtige Richtung – nicht mehr und nicht weniger. Die Mannschaft hat endlich in puncto Kommunikation auf dem Feld und Körpersprache das gezeigt, was sie zuletzt vermissen ließ. Auch für dieses überragende Spiel und vier Tore in Vogelheim gibt es nur drei Punkte. Viel wichtiger als der eigentliche Sieg ist nun, an diese Leistung anzuknöpfen und die nächste Trainingswoche und das nächste Spiel gegen Katernberg (So., 11 Uhr, Frintroper Str. 306A) genauso konzentriert anzugehen. Marcel Cornelißen tritt ab Dienstag seine Stelle als neuer Cheftrainer von Adler Union an. Hoffen wir, dass er dann eine Mannschaft vorfindet, die bereit ist genau wie am Sonntag alles für den Erfolg zu geben und den Schwung und Spirit dieses letzten Auftrittes mitzunehmen.

Tore: Büttner (39´), Ohters (55´, 59´), Schneemann (74´)

 

von Jonas Rübertus

 

Pr. Essen I – Adler Union II   3:3

 

Wir zeigten uns beim Tabellenvierten wieder von unserer besseren Seite, spielten engagiert und waren auch spielerisch besser. Eine knappe Stunde lieferten wir einen großen Kampf in Unterzahl, um am Ende vom Schiedsrichter um zwei verdiente Punkte gebracht zu werden. Der Reihe nach:

In der ersten Hälfte eine weitgehend ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für uns. Bereits in der Anfangsphase gingen wir durch Rotthäuser in Führung. Hinten wurde es nur selten gefährlich, wenn, dann fast ausschließlich durch lange Bälle. Lediglich Küch, der angeschlagen ins Spiel ging, hatte mit dem starken Stürmer (Hoffmann) von Preußen ein paar Probleme. Nach einer guten halben Stunde griff der Schiedsrichter zum  ersten Mal entscheidend ein. Nachdem Bornholdt mehrfach durch seinen Gegenspieler nicht nur unfair angegangen, sondern dabei auch noch beleidigt wurde, antwortete er mit „Halt dein Maul“. Die Beleidigungen des Gegenspielers wurden durch den Schiedsrichter nicht gehört bzw ignoriert, bei der Einlassung von Bornholdt ließ er auch zunächst weiterspielen, jedoch intervenierte besagter Spieler, woraufhin er unserem Spieler Rot zeigte und den Preußen-Spieler unbehelligt ließ. Mit viel Kampf hielten wir die Führung bis zur Pause.

Wir schworen uns in der Halbzeit ein, und diese Leidenschaft brachten wir auch auf den Platz.  Allerdings konnte Preußen dank des Schiedsrichters direkt nach Wiederanpfiff ausgleichen, da dieser ein klares Abseitstor gab. Preußen-Stürmer Hoffmann lief allein auf Reiners, welcher ein starkes Debüt im Tor gab, zu und vollstreckte.

Kurze Zeit später wieder ein langer Ball von Preußen, Küch unterlief und Hoffmann traf erneut. Danach warfen wie alles in die Waagschale und mit zunehmender Dauer wurden wir trotz Unterzahl immer stärker.

Nach einem Pass von Schöneweiß, der sich nur langsam wieder seiner Topform nähert, konnte der sehr starke Häde zum Ausgleich verwandeln. Dies verunsicherte die Preußen immer mehr und wir wurden von Minute zu Minute gefährlicher und besser. In der 83. Min dann das scheinbare Happyend. Der eingewechselte Goik verwandelte einen Freistoß direkt in den Winkel zur Führung. In den letzten Minuten hatten wir alles im Griff. Außer langen Bällen fiel Preußen in Überzahl nicht viel ein.

Der Schiedsrichter hatte aber etwas gegen unseren Sieg. Hier wird jetzt nur die letzte Minute der Nachspielzeit erwähnt, als er in skandalöser Art und Weise auf den gerechten Ausgang des Spiels eingriff. Dagegen sind alle anderen Entscheidung in der zweiten Halbzeit (z.B. unserem Trainer Gelb zu zeigen, statt den bereits lange mit Gelb verwarnten gegnerischen Kapitän, der weiter wild um sich trat, endlich des Platzes zu verweisen, oder eine sichere Chance durch uns zu vereiteln, indem ein Stürmerfoul pfiff, was für Verwunderung auf beiden Seiten sorgte) fast schon Lappalien.

Also, in der zweiten Minute der Nachspielzeit pfiff er einen Freistoß in unserem 16er aus ca 12 Metern, und das war geschehen: Im gesamten Spiel fielen wir nicht durch Zeitspiel auf. Niemand von uns wurde wegen Zeitspiels vom Schiedsrichter ermahnt. Erst recht nicht unser 18jähriger Torwart. Dann hat dieser Schiedsrichter die Unverfrorenheit so einen Freistoß in der Nachspielzeit zu geben, weil Reiners den Ball angeblich, statt der erlaubten sechs Sekunden, acht Sekunden gehalten hatte.  Aber es kommt noch schlimmer.

Dieser Freistoß wird von uns verteidigt und obwohl unsere Spieler erst nach Freigabe und Ausführung in Richtung des Balles gerannt sind, lässt der Schiedsrichter den Freistoß unverschämter Weise wiederholen, allerdings vorher noch einem Spieler von uns, nach einer von einem Preußenspieler ausgehenden Rangelei, eine Tätlichkeit zu unterstellen und mit ebenfalls Rot in die Kabine zu schicken. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass der Preußen-Spieler unbehelligt blieb. Der wiederholte Freistoß konnte ebenfalls zunächst verteidigt werden, der Nachschuss traf uns aber mitten ins Herz und schenkte den Preußen einen unverdienten Punkt.

Ligenunabhängig hat niemand der Anwesenden jemals so eine Freistoßentscheidung ohne jegliche Vorwarnung erlebt. Diesen noch wiederholen zu lassen ist grotesk.

Fast immer, wenn eine Mannschaft Punkte liegen lässt, kann man es auch auf eigenes Unvermögen zurückführen. Auch wir hatten die Gelegenheit auf 2-4 davon zu ziehen. Bei allerdings 60minütiger Unterzahl und großem Kampf muss man festhalten, dass allein der Schiedsrichter uns um diese zwei verdienten Punkte im Abstiegskampf gebracht hat.

Aufstellung AdlerUnion

Reiners / Thiesling / Küch / Pösz ( 56. Wiersch) / Häde / Rotthäuser / Schöneweiß / Gallasch (55. Min Goik) / Tabara / Kalaf (86. Min Yeter) / Bornholdt

In der nächsten Woche treten wir um 13:00 h am heimischen Wasserturm gegen die Zwote von Vogelheim an.

 

von Sven Schöneweiß

 

Wacker Bergeborb. I – Adler Union III    1:10

 

Adler Union Frauen I – Arminia Klosterhardt Frauen I    0:4

 

Adler Union Frauen II – SC Phönix Frauen I   3:2