Freundschaftsspiele der Ersten

Erste zeigt gute Frühform gegen A-Ligisten und bekommt von Landesligist die Grenzen aufgezeigt: Die Testspiele der Woche im Überblick
Zwei Siege gegen Adler Ellinghorst und Vfr 08 Oberhausen und eine Niederlage bei BWW Langenbochum. So lautet die die Ausbeute der ersten Mannschaft von DJK Adler Union Frintrop in der intensiven dritten Vorbereitungswoche.
Gegen A-Ligist Adler Ellinghorst zeigte man eine sehr souveräne und fußballerisch teilweise sehr ansehnliche Vorstellung. Ganze sieben Tore durften die zahlreichen Fans am Wasserturm bestaunen. Das erste hiervon legte mit Felix Nizeyimana (zuvor BV Rentfort) ein Neuzugang auf, der sein Debüt für Adler Union feiern durfte. Von Fabi Wiegel freigespielt legte er den Ball flach in die Mitte, wo Torjäger Tommy Groll sicher einschob. Wenig später gelang auch dem anderen Debütanten in der Startelf sein erster Assist für Adler Union. Marcel Rosendahl (zuvor SC Frintrop) passte auf Tommy Groll, der aufdrehte, einen seiner berühmten Solo-Läufe startete und mit einem Schuss ins rechte untere Eck versenkte. Noch vor der Pause belohnte sich der emsige Lucas Toepelt für seine engagierte Leistung, eroberte den Ball an vorderster Front und erzielte das 3:0. Nach dem Seitenwechsel glänze dann zunächst Simon Wanning mit einem Solo, an dessen Ende er selbst das 4:0 erzielte. Danach begann die Show von Neuzugang Pierre Kretschmann. Der Stürmer stand dreimal genau dort, wo ein Stürmer stehen muss und verwertete die Hereingaben von Malte Schneemann, Marcel Jankowski und Fabi Wiegel zweimal mit dem Fuß und einmal per Kopf zum 7:0 Endstand.
Am darauffolgenden Donnerstag durfte das Team von Trainer Marcel Cornelißen auswärts bei Vfr 08 Oberhausen ran. Die aggressiv und teilweise überhart spielenden Oberhausener waren trotz ihrer harten Gangart dem Frintroper Kombinationsspiel hoffnungslos unterlegen. Nach Freistoß von Linus Schwarze köpfte Jonas Rübertus das Team vom Wasserturm in Führung. Bis zur Pause gab es noch einige Großchancen und unter anderem zwei Alu-Treffer, doch das zweite Tor ließ noch auf sich warten. In Halbzeit zwei fand Felix Nizeyimana mit seiner Flanke am zweiten Pfosten Malte Schneemann, der lässig per Volley ins kurze Eck versenkte. Kurz darauf sorgte Jonas Rübertus nach starker Vorarbeit von Lucas Toepelt für die endgültige Entscheidung. Der Sieg hätte am Ende durchaus noch höher ausfallen können, doch die Chancenverwertung von Adler Union ließ an einigen Stellen noch zu wünschen übrig.
Mit Landesligist BWW Langenbochum wartete dann drei Tage später der erste echte Härtetest auf die Frintroper. Auf ungewohntem Geläuf (Naturrasen) fiel es der etwas müde wirkenden Mannschaft schwer ins Spiel zu finden. Früh ging man in Rückstand, weil man zunächst Außen nicht energisch genug attackierte und dann in der Mitte den entscheidenden Zweikampf verlor. Zwischendurch fand man besser ins Spiel und hatte die Gelegenheit auszugleichen, doch der gegnerische Keeper parierte gegen Yannick Reiners und Elias Brechmann stark. Nicht unverdient gelang noch vor der Pause das 2:0 nach einem Angriff durch die Mitte, der so niemals funktionieren darf. In Hälfte zwei zeigte das Team zwar eine deutliche Leistungssteigerung, zu einem Tor oder Ergebniskosmetik reichte es jedoch nicht. Dem Torerfolg am nächsten kam Niclas Toepelt, der seine begnadete Schusstechnik zeigte und aus rund 25 Metern an die Latte feuerte. Kurz vor dem Ende fiel dann sogar noch das 3:0, das nach dieser zweiten Hälfte nicht zwingend leistungsgerecht war und in einem Testspiel nicht zu hoch gehängt werden sollte.
Alles in allem zeigt das Team bisher in der Vorbereitung gute Ansätze, hat aber nun zum ersten Mal von einem höherklassigen Gegner die Grenzen aufgezeigt bekommen. Nach einer anstrengenden Trainingswoche mit drei Spielen in sieben Tagen sollte man allerdings auch das nicht überbewerten. Seit einigen Tagen ist nun auch bekannt, dass Adler Union nicht wie erwartet in der Essener Bezirksliga spielt, sondern in den Raum Wuppertal / Velbert / Remscheid ausweichen muss. Eine Entscheidung, die innerhalb der Mannschaft für viel Verwirrung und (wegen der damit nicht stattfindenden Derbys gegen RUWA, SGS und Vogelheim) auch Enttäuschung gesorgt hat. Nach kurzem Groll hegen hat die Mannschaft nun aber entschieden, das Thema nicht unnötig viel zu diskutieren. Vielmehr möchte man die Herausforderung völlig neuer Gegner als Chance sehen, sich überregional zu beweisen und auf sich aufmerksam zu machen. Und ohnehin ist dem Team klar: Die treuen Fans vom Wasserturm werden der Mannschaft auch bis Radevormwald folgen!

 

von Jonas Rübertus