Erste schlägt sich hervorragend gegen Regionalligisten Straelen und verliert knapp 3 zu 1

Die Niederrheinpokalreise endet – Adler Union scheidet gegen Straelen aus
Mit 1:3 (0:1) musste sich die erste Mannschaft von Adler Union Frintop am Ende eines bis zum Schluss spannenden und intensiven Pokalspiels dem Regionalligist SV Straelen geschlagen geben. Vor offiziell 650 Zuschauern (inoffiziell aber sicher noch einige mehr) hatten die Frintroper bereits nach wenigen Minuten die erste brenzlige Situation zu überstehen. Straelen-Stürmer Arlind Shoshi kam nach Zweikampf mit Christian Büttner im Strafraum zu Fall und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Gianluca Rizzo trat an, doch scheiterte am glänzend parierenden Adler-Schlussmann Nils Reiners, der nahtlos an seine starken Leistungen aus den letzten Pokalrunden anknüpfte und das Team früh im Spiel hielt. Adler Union stand tief und empfing Straelen in der eigenen Hälfte, setzte aber zwischenzeitlich immer wieder Nadelstiche. Tommy Groll kam zum Abschluss, wurde aber geblockt, Malte Schneemann schoss ein Stück zu hoch und Elias Brechmann fehlten nach einem Eckstoß von Felix Ohters wenige Zentimeter zur Führung. Doch auch Straelen kam zu Chancen und ging Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Nach Flanke von Noah Holtschoppen versenkte Tobias Peitz zum 0:1 (21‘). Da Nils Reiners noch weitere zwei Male stark auf der Linie reagierte, blieb es bis zur Halbzeit bei diesem Ergebnis.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Adler Union einen denkbar schlechten Start und ging unglücklich mit 0:2 in Rückstand. Der eingewechselte Irwin Pfeiffer tankte sich auf rechts durch und Leon Engelberg fälschte seine Hereingabe unhaltbar ins eigene Tor ab (47‘). Das Team von Trainer Marcel Cornelißen gab zu keinem Zeitpunkt auf, lief jedoch über weite Teile der zweiten Hälfte hinter den Gästen her, die ihre Klasse nun ausspielten und den Ball laufen ließen. In der Schlussphase meldete sich Adler Union aber doch noch einmal zurück. Nach einer abgefälschten Hereingabe stand Yannick Reiners an der Strafraumkante auf einmal frei und vollstreckte sehenswert mit einem Vollspannschuss in den Winkel (82‘). Adler Union warf jetzt alles nach vorne und löste hinten vollkommen auf. Lucas Toepelt tauchte wenige Minuten vor dem Abpfiff knapp unter einer Flanke von Björn Schraven hindurch. Yannick Reiners verlängerte viele lange Bälle, doch die Abpraller landeten zu oft beim Gast. Als in der Nachspielzeit sogar Torwart Nils Reiners bei einem Standard mit nach vorne eilt, kontert Straelen eiskalt und trifft durch Cagatay Kader zum 1:3 ins leere Tor (90+4‘).
Für den ganz großen Wurf hat es nicht gereicht, aber dennoch darf und sollte das Team stolz auf sich und die erbrachte Leistung sein. Über weite Strecken konnte man mit einer Profimannschaft mithalten und das Spiel bis in die letzten Sekunden spannend halten. Wenn der Trainer eines Regionalligisten vehement den Abpfiff fordert und der Torwart auf Zeit spielt, weiß der Bezirksligist, dass er einiges richtig gemacht hat.
Der Dank der Mannschaft gilt an jenem Tag vor allem all den vielen Helfern aus dem Verein, die dieses Fußballfest am Wasserturm ermöglicht haben. Zahlreiche Vereinsmitglieder aus Junioren- und Seniorenabteilung haben den Organisationsaufwand, den ein solches Spiel verursacht, mit Bravour gemeistert und sogar noch ein Last-minute-2G-Konzept erfolgreich umgesetzt. Dank eurer Unterstützung gestern und in den vergangenen Wochen können wir als Mannschaft uns rein aufs Fußballspielen konzentrieren – und das hilft uns sehr weiter. Danke auch an die zahlreichen Fans für die überragende Unterstützung gestern und in den vorherigen Runden. Es war für uns alle ein unglaubliches Erlebnis vor dieser Kulisse am Wasserturm spielen zu dürfen. Das werden wir so schnell alle nicht mehr vergessen.
Tore: Peitz (21‘), ET Engelberg (47‘), Reiners (82‘), Kader (90+4‘)
Adler Union: N. Reiners, Rübertus, Büttner, N. Toepelt, Engelberg, Bönisch (76‘ Uehmann), Brechmann (72‘ Wischnat), Ohters (61‘ Dickmann), Schneemann (61‘ Schraven), Groll (81‘ L. Toepelt), Y. Reiners

von Joans Rübertus