Spielberichte zugefügt – Kreispokal: Erste ist weiter – Felix‘ Analyse – Die sportliche Heimat der DJK AdlerUnion ist fertiggestellt – Feierliche Einweihung eines Schmuckstücks

SV Mesopotamia  –   AdlerUnion I   0:4(0:1)

0:1(42.) Pirredda, 0:2(58.) Groll, 0:3(70.), 0:4(87.) Toepelt

Erstvertretung siegt im Pokal unspektakulär aber verdient

 

Bevor sich dem diesmal eher höhepunktsarmen Spielverlauf der Erstvertretung gewidmet wird, soll zunächst das Augenmerk auf die Historie Mesopotamiens gelenkt werden. So befand sich diese früher sehr einflussreiche Gegend im sogenannten Zweistromland entlang der Flüsse Euphrat und Tigris, heute hauptsächlich besser bekannt als Syrien und Irak bzw. der östlichen Türkei. Dies wusste auch Histo-Geograph und Hobbytorwarttrainer Markus Günther, sehr zum Erstaunen des Autors, weshalb dieser hier zurecht als Universalgenie geadelt werden soll.

So interessant dieser Exkurs auch ist, kommen wir zum Spiel:

Adler Union agierte auf einigen Positionen verändert, was angesichts eines Spiels mit Testspielcharakter nicht weiter überrascht. So starteten unter anderem Jan „Swobbi“ Swoboda,  Nicolas Störmann sowie Niclas Baldus. Auch üblich für solche Spiel ist, dass die Rotation und die manchmal fehlenden 5% an Engagement ausreichend sind, solche Partien zu einer zähen Angelegenheit werden zu lassen. Die in der Kreisliga B beheimatete Mannschaft aus Karnap (Tabellenzweiter) hielt sehr tapfer gegen die Adler Unionsche Offensivabteilung. Insbesondere Torwart Mohamed Fakhro konnte sein Können unter Beweis stellen, indem er einige Abschlüsse sehenswert parieren konnte. Nicht ganz verwunderlich war, das Adler Union die Spielkontrolle besaß, jedoch hier und da unkonzentriert wirkte. So mutig der Gegner auch verteidigte, durch schnelle Verlagerungen und Kombination hätte vor allem die Außenbahn besser genutzt werden können, da man hier ungewohnt viel Platz offenbart bekam. Zu selten konnte man sich freikombinieren, stattdessen nahm sich das Team von Cornelißen/Grzenia zu viele Ballkontakte, um den Gegner ins Schwimmen zu bekommen. Viel mehr wurde das Team in zu viele unnötige Zweikämpfe verstrickt. Gegen Mitte der ersten Halbzeit hatte Adler Union sogar Glück, als Serhat Ursavas aus rund 16 Metern einen überlegten Abschluss an den Pfosten zirkelte. Viel brenzliger sollte es für das weiße Ballett aus Frintrop jedoch nicht werden. Kurz vor Ende der ersten Hälfte sollte es doch noch zum Torerfolg kommen. Luca Pirredda konnte aus kurzer Distanz seinen Abschluss verwerten und brachte die erlösende Führung (42.).

In Halbzweit zwei wollte der Landesligist entschlossener auftreten, brauchte aber auch hier wieder etwas Eingewöhnungszeit. So etwas wie eine Vorentscheidung fiel dann in der 58. Minute. Nach schönem Steckpass von Fabian Wiegel lupfte Tommy Groll lässig und galant über den herauseilenden Schlussmann zum 0:2. Nun war man der ganz großen Sorgen entledigt und konnte etwas befreiter aufspielen. Gut tat dem Spiel auch die Einwechselung von Gamemanager und Hobby-Quarterback Lennart Dickmann, der das Metrum des Adler Unioner Spiels war und gleichzeitig die Kapitänsbinde vom ausgewechselten Jonas Rübertus übernahm. Da der Schiedsrichter eine klare Linie teilweise vermissen ließ, liefen die Frintroper Akteure Gefahr, durch das robuste Einsteigen der Gegner Schaden davonzutragen. Dies wurde auch dadurch provoziert, dass der Ball teilweise unnötig lange gehalten wurde. Gegen Ende des Spiels, indem Adler nun wieder drückend überlegen war, kam man noch zwei Mal zum Torerfolg. Beide male konnte Lucas Toepelt sein können unter Beweis stellen. In Minute 70 gelang ihm das 0:3 aus dem Gewusel heraus, als er ins untere Eck kühl abschließen konnte, das 0:4 resultierte aus dem wohl besten Angriff des gestrigen Tages, als endlich mal ein öffnender Ball auf die Außenbahn gespielt wurde und Maxi Tißen scharf in den 16er Flankte. Lucas Toepelt wusste das runde Leder zu verarbeiten und versenkte entsprechend (87.).

Am Ende steht ein 0:4 für Adler Union und der Einzug in die nächste Runde, wo man auf die Essener SG treffen wird, welche sich überraschend gegen SGS Essen nach Verlängerung durchsetzen konnte. Auch wenn der gestrige Auftritt nicht die Wurst vom Teller gerissen hat, war es wichtig einigen Akteuren, die aktuell nicht die erste Geige spielen, heute eine Chance zu geben. Mit realistischem Blick muss festgehalten werden, dass ohne Spielpraxis auch solche Spiele nicht einfach zu bestreiten sind und außerdem ja auch die etablierten Stammkräfte Probleme hatten, ihre Bestform zu zeigen. Die Null steht, vier Tore wurden geschossen, man ist eine Runde weiter. Am Ende also alles gut und das Ziel erreicht. Weiter geht es am Sonntag in TUSEM Essen, ein kniffeliges Derby gegen eine solide und eingespielte Truppe (Sonntag, 15:30 Uhr).

Felix A. Nizeyimana

 

Für AdlerUnion am Ball: Baldus, Rübertus, Pirredda, Groll, Toepelt, Wiegel, Büttner, Ewoboda, Uehmann, Wischnat, Strömann,  – Nübel, Schneemann, Schraven, Dickmann, Tißen

Der Head-Coach siehts so: 

Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Wir hätten uns ein wenig mehr Glanz und Gloria erhofft, aber bei 7 Wechseln zum Wochenende können die Abläufe nicht so gut passen wie gewohnt.
Wir wollen unbedingt in den Niederrheinpokal und sind jetzt einen Sieg davon entfernt. Zusätzlich hat sich niemand verletzt, am Ende passt das.

 

 

SV Mesopotamia – DJK Adler Union Frintrop 0:4 (0:1)

Griechisch, nicht Latein.

„Drei Ligen Unterschied – das ist wie bei unserem Spiel gegen Straelen letzte Saison. Du musst da als Favorit sofort präsent sein, sonst wird das eine enge Kiste.“ Kapitän Jonas Rübertus ließ vor Anpfiff des Kreispokal-Achtelfinales beim SV Mesopotamia keinen Zweifel an Adler Frintrops Ernsthaftigkeit aufkommen. In der Tat entpuppte sich der B-Ligist, der zuvor Wacker Bergeborbeck und die SG Kupferdreh-Byfang ausgeschaltet hatte, als renitenter Gegner. Mit einem kuriosen Spielsystem aus Viererkette, einem Sechser, zwei Achtern, einem Zehner, zwei weit entrückten Stürmern, aber niemandem auf den Außenbahnen machte der erst 2018 gegründete Club konsequent die Mitte dicht und lauerte auf Konter. Auf den Flügeln ließ Mesopotamia Adler weitgehend gewähren, nahm dadurch aber zunächst keinen Schaden.

Erst Mitte der ersten Halbzeit näherte sich Adler Union dem Führungstreffer: Jonas Rübertus hob den Ball von der Grundlinie über den Fünfmeterraum, Lucas Toepelt legte per Kopf zurück in die Mitte, wo Tommy Groll freie Schussbahn hatte; der Versuch ging drüber. Gut zehn Minuten später bediente Rübertus Luca Pirredda, der sich am im Eins-gegen-Eins starken Torwart Mohamed Fakhro die Zähne ausbiss. Das 1:0 für den Landesligisten ließ also weiter auf sich warten, bis Rübertus, Toepelt und Pirredda einmal so schnell kombinierten, dass Mesopotamia nicht mehr hinterherkam. Schon im nächsten Angriff testete Jonas Rübertus die Standfestigkeit der Karnaper Querlatte. Doch auch der B-Ligist hatte durch Serhat Ursavaş auf den letzten Metern der ersten Hälfte noch eine Riesenchance: Der Pfosten rettete Frintrop die dünne Pausenführung.

 

Taktisch verändert – Lucas Toepelt ging ins Sturmzentrum, Tommy Groll auf Linksaußen, Luca Pirredda auf die Zehn – erhöhte Adler Union nach dem Seitenwechsel die Schlagzahl. Einen Kopfball Nicolas Strömanns konnte Mohamed Fakhro noch sehenswert entschärfen, dann nutzte Tommy Groll seinen Freiraum auf der linken Außenbahn für einen 30-Meter-Lauf, den er mit einem gefühlvollen Lupfer zum 2:0 krönte. Mesopotamias Wille war nun gebrochen. Lucas Toepelt mit einer Einzelaktion und Jan Swoboda (Schiedsrichter Carsten Schmitz notierte als Torschützen den unmittelbar daneben stehenden Lucas Toepelt) auf Flachpass Maximilian Tißens stellten das Endergebnis auf 4:0.

Im Viertelfinale des Kreispokals trifft Adler Union Frintrop im März 2023 auf den Sieger der Partie ESC Rellinghausen – SC Werden-Heidhausen.

 

Mesopotamia: M. Fakhro – A. Arslan (82.‘ Oğuz), Doğan, Mohammed, N. Arslan – D. Arslan – Erdal (69.‘ Atmaca), Ursavaş, Akkus (61.‘ J. Fakhro) – A. Fakhro, W. Er (82.‘ M. Er).

 

AdlerUnion: Baldus – Rübertus (61.‘ Dickmann), Büttner (73.‘ Schneemann), Uehmann, Wiegel – Swoboda, Wischnat (61.‘ Tißen) – Strömann, Groll (69.‘ Nübel), L. Toepelt – Pirredda (61. Schraven).

 

Tore: 0:1 (42.‘) Pirredda/ 0:2 (58.‘) Groll, 0:3 (70.‘) L. Toepelt, 0:4 (87.‘) Swoboda.

 

Schiedsrichter: Carsten Schmitz (Essen)

 

Spielbericht: Christian Schulte-Oversohl

 

 

 

Einweihung der schönsten Sportanlage der Stadt

 

 

Stoßseufzer “es ist vollbracht” ist wohl auch für die finale Einweihungsfeier am vergangenen Samstag am Wasserturm kreiert worden. Fast acht Jahre wurde mal fix, mal quälend langsam am Umbau der in die Jahre gekommenen Sportanlage der DJK AdlerUnion gearbeitet. Und unfassbar viel Geld wurde vom Steuerzahler für Kicker/innen und und die Freunde des Tischtennis. Dafür galt es an diesem Samstag, einmal mehr Dank zu sagen. 

In Vertretung der Steuerzahler nahmen Vertreter von Rat und Verwaltung unter Führung des Oberbürgermeisters  den Dank vom Vorsitzenden des Gesamtvereins, Günter Droll, in einer kleinen Feierstunde entgegen. Der Oberbürgermeister seinerseits zeigte sich sehr zufrieden und optimistisch, dass die Investitionen gerade in die Anlage der DJK AdlerUnion eine gute und jederzeit verantwortbare Geldanlage ist und sein wird.

Vereine wie der DJK AdlerUnion mit fast 30 gut betreuten und erfolgreichen Mannschaften und zahllosen Tischtennisteams sorgen nachhaltig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sind nachhaltiger Teil der Jugendbildung.

 

 

Einen leckeren Ausklang fand  die Feier im Vereinsheim der DJK AdlerUnion. Hier zeigte das Team des AdlerUnion-Partners “Gastro”, dass nicht nur sportliche Leckerbissen am Turm geboten werden. 

HA

 

 

Der Dank des Vereinsvorsitzenden Günter Droll

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kufen,                                                          sehr geehrte Gäste aus der Essener Verwaltung und Politik,                                 liebe Adler Union Familie,

am 1. Juli 2014  haben die Vereine Adler Frintrop und Union Frintrop fusioniert. Fast gleichzeitig begannen die Umbauarbeiten auf unserer Bezirkssportanlage.

Erst das neue Umkleidegebäude, dann wurden die oberen Plätze umgewandelt von Asche auf Kunstrasen. Danach die Renovierung des Außenbereichs der Turnhalle und zu guter Letzt die Erneuerung des Kunstrasens am unteren Spielfeld. 

Dies alles begleitet von mittlerweile fast drei Jahren Corona, dem Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energieproblematik. Erschwerend dazu kamen noch unzuverlässige und chaotische Handwerker.

Umso erstaunlicher ist das Ergebnis nach acht Jahren Umbau, das wir hier alle vor uns sehen. Deshalb geht unser Dank an die Politiker und Entscheidungsträger unserer Stadt, die den finanziellen Background geschaffen haben, um das alles hier überhaupt zu ermöglichen.

Ein weiterer ganz besonderer Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sport- und Bäderbetriebe. Bei den Problemen, wie eingangs erwähnt, mit Handwerkern und Handwerksbetrieben und dem zwischenzeitlichen Lockdown durch Corona, die Nerven und Ruhe zu bewahren, ist bemerkenswert und verdient höchste Anerkennung.

Auch wenn Eigenlob stinkt, ich muss uns als Verein auch loben. Durch viel Eigeninitiative und Engagement einiger Mitglieder haben auch wir dazu beigetragen, dass die Anlage schöner und ansprechender wurde.  

Ich kann mir auch vorstellen, dass sich einige die Frage gestellt haben, ob sich der hohe finanzielle Aufwand für diese Anlage überhaupt gelohnt hat und die  Steuergelder gut angelegt sind. Ich kann Ihnen nur sagen:  

   JA , OHNE WENN UND ABER

Dadurch, dass unsere 1. Mannschaft seit Jahren äußerst erfolgreich ist und durch die Eingliederung in die bergische Bezirksligagruppe in den letzten zwei Jahren viele Mannschaften aus dem Bergischen zu Gast waren, haben auch viele Nicht – Essener diese tolle Anlage bewundern können. Das wurde auch durch etliche positive Kommentare zum Ausdruck gebracht. Ein besseres Renommee kann es doch für unsere Stadt kaum geben. 

Der zweite, viel wichtigere Grund, hat sich vor allem in den letzten Wochen gezeigt. In einer für alle von Angst und Unsicherheit geprägten Zeit in Europa und der Welt sind die Menschen, egal ob jung oder alt, froh, hier auf unserer Anlage für zwei bis drei Stunden mal abschalten zu können und alle Probleme und Sorgen zu vergessen. Vor allem an den Wochenenden, wenn samstags hier zehn bis zwölf Spiele der Jugend stattfinden und sonntags bis zu vier Spiele  bei unseren Senioren.

 

Dann gleicht das Ganze hier auf der Anlage einem Event für die gesamte Familie. Und wer sich das mal live und in Farbe ansehen möchte, ist nach den Herbstferien herzlich eingeladen, hier vorbeizuschauen.  

Vielleicht ist es nicht ganz passend …. Aber zwei Dinge möchte ich noch unbedingt loswerden, zumal viele Entscheidungsträger der Stadt gerade gemeinsam hier vor Ort sind:

Geschäftszimmer,

Energiesparmaßnahmen …..