– AdlerUnion holt mit 22 Toren den Gruppentitel in der Vorrunde – Am kommenden Sonntag, 15. Januar ab 11.00h starten die Adler in der Zwischenrunde am Hallo – Zwischenrunde zugefügt! – Ganz frisch: Felix‘ Hallenanalyse

Nur im Auftaktspiel am ersten Wochenende des Hallen-Masters 2023 war die  Erste nicht immer ganz im Bilde. Doch am Ende stand nach drei Toren von Yannik R. einem Doppelpack von Wiegel und einem Treffer von Groll ein hochverdienter 6:3-Sieg gegen den A-Ligisten Türkiyemspor, der immerhin drei zum Teil etwas kuriose Tore gegen den Favoriten aus Frintrop feiern durfte.

Im Zweite Spiel trafen die Adler auf Wacker Bergeborbeck, einem Team, inzwischen in der Kreisliga C gelandet, das „draußen“ auch heute noch so manchen Punkt einem der letzten Ascheplätze der Stadt verdankt.

Heute waren die Kräfteverhältnisse in der Halle allerdings gewaltig. Mit dem bisher   höchsten Sieg im laufenden Turnier machten die AdlerUnionisten bereits gegen die bedauernswerten Wackeraner den Einzug in Runde Zwei spektakulär klar.

Am 13:0 – Schützenfest beteiligten sich mit drei Treffern  Wischnat und Y.Reiners. Jeweils einen Doppelpack schnürten Rübertus, Groll und Strömann, und mit einem Treffer beteiligte sich Espenhahn am Kanterergebnis.

Im letzten Spiel wurde es dann für die bereits Qualifizierten Adler noch mal eng. Nach der klaren 1:7-Niederlage des TuS Holsterhausen gegen den SCT musste gegen AdlerUnion für den TuS ein Sieg gegen die Adler her, um in die nächste Runde vorzudringen. Doch sportlich fair wehrten die Adlerträger mit Wiegel-Treffern und einem Tor von Strömann bei zwei Holsterhauser Gegentreffern erfolgreich ab.

Am kommenden Sonntag, d. 15. Januar ab 11.00h geht’s weiter. Bereits in der Zwischenrunde dürften die Herausforderungen deutlich größer werden. Auch am kommenden Sonntag werden die Adlerträger dennoch nur auf zwei Spieler verzichten müssen. Alle anderen können einmal mehr das Hallenspektakel aktiv genießen. Denn auch in der Zwischenrunde  gilt nach den Worten von Hallentrainer – Wüst für die Turmkicker :

„Bis auf zwei Spieler wollen alle Jungs in der Halle spielen. Da werden wir auch in der nächsten Runde noch einmal durchmischen. Das war heute ein souveräner Auftritt, aber auch erst der Anfang. Wir wollen bis zum Ende dabei bleiben. Wir haben eine gute Mannschaft und rechnen uns Siegchancen aus. Aber das tun vier, fünf andere Mannschaften wie Schonnebeck, Vogelheim oder Burgaltendorf natürlich auch.“

Der Adler-Fanblock war ja heute schon gut bestückt! Doch am kommenden Wochenende werden die Fans sicher noch mehr gefragt sein!!

 

Und so geht’s am Sonntag in der Zwischenrunde weiter:

11.36h   AdlerUnion  –  Tgd Essen West

12.48h  AdlerUnion – TuS Essen-West 81

14.18h   Athletico Essen – AdlerUnion

 

Felix‘ Hallenanalyse

 

Adler Union dominiert Gruppe 6 und zieht in die Zwischenrunde ein

 

Zum ersten Mal seit 2020 wird in Essen bekanntermaßen die Hallenstadtmeisterschaft ausgetragen. Dies will Adler Union zum Anlass nehmen, um mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung zu starten. Eine Besonderheit hierbei: Nicht etwa Coach Cornelißen steht an der Seitenlinie, sondern der deutlich erfahrenere Veteran und sportliche Leiter Johann „Hansi“ Wüst. Ein erfrischender Tapetenwechsel für die Adler Unionisten, nicht jeder hatte bisher die Möglichkeit, einem so erfolgreichen Hallenfußballmogul sein Gehör zu schenken. Doch bereits vor dem Turnier stand Wüst vor einem Dilemma und einer der möglicherweise schwersten Entscheidungen seines Trainerdaseins: Wer vertritt die Adler Union letztendlich auf dem Parkett? Keine leichte Entscheidung, da die Mannschaft vom Wasserturm zahlreiche Künstler zu eigen hat. Umso härter: Aus der so dominanten Siegermannschaft vom Hallentraining am Dienstag setzten gleich drei Spieler aus. Während die erfolgsverwöhnten Veteranen Lennart Dickmann und Félix Nizeyimana, die zusammen mehr Hallenstadtmeistertitel als der Rest der Mannschaft zusammen verbuchen, aussetzen, wurde der Jugend diese Bühne gewährt, so zeigte beispielsweise Jan Nübel sein Können.

 

Aber nun zum Turnier:

Im ersten Spiel gegen A-Ligisten Türkiyemspor ging es fulminant los. Yannick Reiners zeigte sich wie gewohnt treffsicher und Ballkünstler Groll zeigten sich früh auf Hochtouren. Aber auch Spieler, die bislang nicht unbedingt im Fokus standen, wussten zu überzeugen. Unter anderem zeigte Fabian Wiegel, was in ihm steckt. Galant wuselte sich der charmante Linksverteidiger durch des Gegners Barrikaden und konnte so den Zuschauern imponieren. Im Kasten sorgte Nils Reiners mit seiner beachtlichen Beinspannweite, die fast die Øresund-Meerenge zwischen Kopenhagen und Malmö überbrücken und die gleichnamige Brücke obsolet machen könnte, für ansehnliche Paraden. Zum Ende der Partie konnte der engagierte A-Ligist noch einmal etwas verkürzen, am Ende stand dem 6:3 Erfolg der DJK jedoch nichts im Wege.

 

Spiel 2 gegen Wacker Bergeborbeck sollte es in sich haben und das aus gleich mehreren Gründen:

Zum einen wurde mit dem Endergebnis von 13:0 ein Turnierrekord zu diesem Zeitpunkt aufgestellt. Des Weiteren gelang Mittelfeldregisseur Marcel Wischnat unvorstellbares. Er traf das erste Mal seit seiner Vorstellung in Frintrop 2021 in so etwas ähnlichem wie einem Spiel für Adler Union – und das nicht nur einmal. Hatte Wischnat im Siegerteam am Dienstag bereits Blut vor dem Kasten geleckt, schenkte er dem überforderten, aber fairen Gegner insgesamt drei Hütten ein. Ein viertel Treffer lag in der Luft, aber Wischnat verweigerte sportlich fair. Auch die jungen Burschen um Nicolas Strömann und Lennart Espenhahn trafen. Schwerer tat sich Kapitän Rübertus, der an diesem Tag mit ungewohnten Ladehemmungen zu kämpfen hatte, gegen Mitte des Spiels aber Herr der Lage wurde und den Ball in die Machen steuerte. Auch Groll wirbelte wie gewohnt. Diesen Mann kann man nicht nicht mögen, strahlt er doch mehr Freude auf dem Feld aus, als ein fünfjährigen während der Bescherung an Heiligabend. Positiv war, dass man zu keiner Zeit versuchte, den Gegner angesichts des Spielstandes zu verhöhnen, sondern einfach seriös weiterspielte.

 

Spiel 3 gegen TuS Holsterhausen war im Nachhinein das engste Spiel der Vorrunde. Adler Union trat wie gewohnt dominant auf, konnte die Überlegenheit jedoch leider nicht in Tore ummünzen. Zum Glück hat das Hallen-Ensemble um Hansi Wüst Spieler wie Fabian Wiegel in ihren Reihen. Wiegel, der in jungen Jahren bereits Kai Havertz düpierte, wusste die Bande wie kein zweiter zu nutzen und ließ mit dem Bauerntrick „Doppelpass mit der Bande“ gleich mehrere Gegner verdutzt stehen, ehe er die Murmel im kurzen Eck einschob. Aus dem Adler Union Block schallten in der Folge zurecht die aus dem angelsächsischen Sport bekannten MVP-Rufe (Most Valuable Player) in Wiegels Richtung. Nachdem die Mannschaft die Führung zwischenzeitlich durch sehenswerte Treffer wie erneut von Schrömann auf 3:1 hochschrauben konnte, kam Holsterhausen noch einmal auf 3:2 heran. Vorausgegangen war ein seltener Lapsus des Defensivtitans Engelberg – der heute als ZSZ (Zentrale Schaltzentrale) agierte und einige Tore vorbereitete – wobei er die nötige Standfestigkeit auf dem Parkett vermissen ließ und zum wiederholten Male ausrutschte. Aus jeder Situation kann man etwas Positives gewinnen und so avancierte in den Schlussminuten Mannschaftsliebling Nils Ruf im Kasten zum Hexer, als er eine Dreifachchance humorlos und unaufgeregt mit grandioser Hand-Augen-Koordination vereitelte. Dann war Feierabend, Adler Union hat die Gruppenphase gekonnt gemeistert und ist offensichtlich bereit für die nächsten Aufgabe am folgenden Samstag.