DJK AdlerUnion Frintrop              vs.             SC Werden Heidhausen  3:2(1:1)

1:0(14.) Matthes, 1:1(37.) Feld, 2:1(55.) Herzog, 3:1(74.) Stukator, 3:2(84.)Hußmann

Die Breite in der Spitze ist enger geworden

Mühsamer  Weg zu rekordverdächtiger „10 aus 10“-Serie

Terrier, Weltmeister und Legende Berti Vogts ist Urheber des Zitats „Die Breite an der Spitze ist dichter geworden“. Er versuchte 1996 während der Europameisterschaft in England, die Schwierigkeit der kommenden Aufgaben zu versachlichen. Die Aussage spiegelt Vogts‘ Überzeugung wider, dass spielerische Dominanz allein nicht mehr ausreicht, sondern durch Kampfgeist und taktische Disziplin ergänzt werden muss. So weit so aktuell. Und das Ergebnis konnte sich damals sehen lassen.

Die DJK Adler Union Frintrop empfing als Tabellenführer und Spitzenreiter, dazu als Absteiger aus der Oberliga, den Tabellenletzten SC Werden-Heidhausen, bis dato ohne Sieg in der laufenden Saison. Damit war ja alles klar! Pustekuchen!

Gästecoach Danny Konietzko hatte die Gäste auf Leiden eingestellt, auf bedingungslose Gegenwehr, auf viel Laufarbeit eingestellt. Und das machten die Gäste aus dem Löwental am Adlerhorst mit Verve und Leidenschaft. Die Gastgeber mit interessanter Anfangsformation ohne die Torjäger Yannick Reiners und Dominik Stukator und dem erkrankten Elias Brechmann hatten die Oberhand. Doch das Runde wollte nicht ins Eckige, die geographische Nähe zur Aluhütte an der Emscher führte zu drei Aluminiumgeräuschen nach Aktionen von Zwikirsch und Dittner sowie einer Rettungstat eines Werdeners. Das 1:0 durch Matthes konterten die Gäste aus dem Nichts heraus nach einem Standard zum 1:1. Pause.

Nach der Pause dasselbe Bild. Die Adlerträger drängten, doch die Beute der Gastgeber – die KI meint dazu: „Über dem Adler steht kein anderer „höherer“ Raubvogel – der Adler selbst gilt als Spitzenprädator unter den Greifvögeln“ – blieb dürftig. Ein prima Standard musste her, damit Steffen Herzog als zweiter aus der letzten Reihe der Defensive (!) in diesem Spiel treffen konnte. Kurz zuvor hatte Schiedsrichter Simon Breuer vor 350 Zuschauern Courage bewiesen und eine gelbe Karte in eine rote gewandelt, nachdem er den Fußabdruck des „Täters“ und Ausgleichsschützen Antoine Pierre Feld auf dem Schienbein von Abwehrchef Leon Engelberg in Augenschein genommen hatte. Wer jetzt einen Lauf der Gastgeber erwartet hatte, sah sich in Teilen überrascht, die Gäste blieben wehrig. Domme Stukator war es vergönnt, mit linker Klebe das 3:1 zu erzielen, noch dazu mit merklicher Emotion ob seiner späten Einwechslung. Die Gäste hatten eine zweite Kopfballchance, wieder drin, das 3:2. Ende, Abpfiff. Durchatmen. Wieder einmal hatten die Mannen von Coach Konietzka mit nur einem Tor Unterschied verloren. Hut ab vor der engagierten Mannschaftsleistung. Marcel Cornelissen als Coach der Gastgeber gratulierte seinem Kader zum 10 Sieg im 10. Spiel, was für eine Serie! Aber er legte seinen Trainerfinger in diverse Wunden, die den AdlerUnionisten heute beigebracht werden konnten. Und die Konkurrenz ist hellwach, wie Kappellen-Erft und DV Solingen wieder und wieder beweisen. Die Redewendung „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ beschreibt, dass man mit Geduld und Beharrlichkeit auch kleine Fortschritte erzielen kann. Das gilt heute auch für Adler.

Arnd Brechmann

Den 10. Sieg in Folge erkämpften: Zielonka, Herzog, Rübertus(86. Ornot), Wissing, Dittner, Zwikirsch(61. Stukator), Bönisch61. Y. Reiners), Engelberg, Thamm(70. Togbedji), Matthes(78. Demirdere), Van den Woldenberg

Marcel Cornelißen:

„Eigentlich komplett irre, dass dieses Spiel eng wird. Zwar hatte Werden ein paar gute Umschaltmomente, aber im Grunde hatten wir über 90 Minuten schon sehr viel im Griff. Nach der Führung treffen wir 3x Aluminium, wenn da einer von reingeht, spielen wir das wahrscheinlich ziemlich souverän runter. Das 1:1 war zwar schlecht verteidigt, aber schon eher schmeichelhaft.

Auch nach der roten Karte und der 2:1 und 3:1 Führung müssen wir das Spiel mehrfach killen, dann kommen gar keine Zweifel mehr auf. Und so bringen 2 Standards nochmal Spannung rein. Trotzdem fand ich uns von der Leistung echt gut. Wir hatten sicherlich eine fast zweistellige Anzahl an Großchancen, bei normaler Verwertung passiert da heute gar nichts. Aber mehr als 10 von 10 geht nicht, aber in dem Bewusstsein, dass ab nächster Woche richtige Kaliber auf uns warten. Da wird dann entschieden, in welche Richtung es final gehen wird.“

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Vorberichte:.

Marcel Cornelißen:

„Auf dem Papier wieder eine Pflichtaufgabe, wo viele Leute wahrscheinlich gar nicht in Betracht ziehen, dass es eine schwierige Aufgabe werden kann. Aber mit Ausnahme von letzter Woche war Werden eigentlich immer auf Augenhöhe, da haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Zumal unsere Gegner aktuell gegen uns all In gehen um die ersten zu sein, die uns Punkte abnehmen. Wir haben selber ein paar Baustellen auf die wir achten müssen. Das Ergebnis steht immer über allem, aber ein spielerischer Befreiungsschlag würde uns gut tun und dafür haben wir Stand jetzt fast alle Mann an Bord.“

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Arnd Brechmann:

Komplexes Heimspiel braucht Wasserturm-Fußball

Schlusslicht SC Werden-Heidhausen besser als Tabellenplatz

Genau vor fünf Jahren begegneten sich beide Teams am 10. Oktober 2021 im Löwental, damals in der Bezirksliga. Die DJK Adler Union Frintrop reiste als wasserturmhoher Favorit gen Werden und erlebte ein sehr komplexes Spiel. Die Gastgeber waren von Coach Danny Konietzko grandios auf die Adlerträger eingestellt worden, hatten den Matchplan von Marcel Cornelissen komplett adaptiert und boten auf Augenhöhe energiegeladen Paroli! Ein glückliches Freistoßtor von Felix „Jimmy“ Ohters – er ist endlich wieder im Kader nach seiner langen Leidenszeit – besorgte am Ende ein glückliches 0:1.

Die budgetarmen Gäste stehen nach neun Spieltagen zwar derzeit am Ende der Tabelle, sind aber gewiss deutlich stärker als es statistisch aussieht. Zwar noch sieglos, aber nicht kampflos in der laufenden Saison haben die Werdener den Spitzenteams von DV Solingen (3.!) und ESC Rellinghausen (4.!) je ein Remis abgetrotzt und beim Topfavoriten auf die Meisterschaft, dem SC Kapellen-Erft, der seit Dezember 2025 in der Landesliga ungeschlagen ist, beim knappen 2:1 energisch getrotzt. Die verschworene Gemeinschaft der Gäste hat mit Linus Thamm ihren Spielmacher und zentralen Leader an die Adlerträger abgeben müssen, der sich in Frintrop sauwohl fühlt und auf sehr gutem Wege unterwegs ist, sich als Stammspieler zu etablieren. Eine emotionale Begegnung also am Sonntag, dem 18. Oktober 2026 um 15 Uhr.

Übungsleiter Marcel Cornelissen kennt seinen Trainerkollegen Danny Konietzka sehr gut und wertschätzt dessen nachhaltige Arbeit im Löwental außerordentlich, die ja im Landesliga-Aufstieg und im dramatischen Klassenverbleib (Siegtor in der Nachspielzeit des letzten Spieltags gegen die SGS Schönebeck!) in der Premierensaison gipfelte. Es braucht Wasserturm-Fußball, um den unfassbaren Saisonstart weiter zu veredeln. Alle Spieler haben Spielpraxis und gesundes Selbstbewusstsein. Der Kader baut sich weiter auf, Burak Dermidere und Luca Pirredda finden den Anschluss, die Urlauber Yannick Reiners und Elias Brechmann sind wieder an Bord, es drohen also harte Entscheidungen  in der Startelf und beim Wechselkontingent. „Süße Sorgen“ rein sportlich, teampsychologisch aber durchaus anspruchsvoll. Doch die Adlerträger haben klare Ziele, dazu gehört auch ein Heimsieg im Derby gegen den SC Werden-Heidhausen, der auswärts schwer zu knacken ist in der Defensive. Das Torverhältnis von 4:9 auf des Gegners Platz in vier Matches belegt die robuste Abwehrarbeit, das Standardergebnis war de facto ein 1:2…. Die AdlerUnionisten brauchen  mutmaßlich Geduld, höchstes Tempo und gute Ideen, um dieses Bollwerk zu knacken. Sprich: Energischen und intensiven Wasserturm-Fußball!

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