
DJK AdlerUnion Frintrop vs. Ratingen 04/19 2:4(1:1)
1:0(38.), 2:4(87.) Y. Reiners, 1:1(45.) ET, 1:2(62.), 1:3(67.)Hammoud, 1:4(74.) Rexha
Konter geben den Ausschlag
Das letzte Heimspiel im Kalenderjahr führte den Wiederaufsteiger in die Oberliga Niederrhein, die DJK Adler Union Frintrop 1910, und den Aufstiegsaspiranten Germania Ratingen 04/19 aufeinander. Und das Spiel des Tabellenvorletzten gegen den souveränen Tabellenführer und Herbstmeister war weitgehend ausgewogen. In Halbzeit eins dominierten die Gäste mit feinem Passspiel ihres überragenden Kaders, kamen aber nicht zu nennenswerten Torgelegenheiten. Die Gastgeber zeigten ihr Modell „Emotionalität gegen Qualität“ und schwammen sich frei. Die Führung durch einen Kopfball von Yannick Reiners war verdient, hatten die Adlerträger sogar einen weiteren Hochkaräter nicht verwetten können. Der Ausgleich mit dem Pausenpfiff dagegen ein Glücksmoment, der rutschige Ball wurde nach einer Ecke unglücklich abgefälscht, so dass Deljkovic dankend abstauben konnte.
Nach dem Wiederanpfiff geduldige Gäste, giftige Wassertürmer. Und die hatten eine Großchance zum 2:1, die nicht genutzt wurde. Zwei Konter spielten die Ratinger mit ihrer ganzen Klasse klug aus, nachdem sie vor dem Ball Überzahl schaffen konnten. Das Spiel war gedreht, doch selbst nach dem 1:4 setzen die Adlerträger nach und erneut ein Kopfball von Goalgetter Reiners sorgte für Ergebniskosmetik.
Kein Beinbruch, aber schade, denn im Keller punkten derzeit gefühlt alle. Der Blick ist konzentriert auf das Aufsteigerduell nächsten Sonntag beim BW Dingden gerichtet. Die Tabelle ist unbarmherzig. Vorletzter in einer ganz engen Angelegenheit. AdlerUnion hat erneut Charakter gezeigt. Es war kein Klassenunterschied zwischen dem Aufstiegskandidaten und den Gastgebern erkennbar. Es sind noch 18 Spiele, um über dem Strich zu landen!
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Bei der DJK Adler Union Frintrop zeigten ein ansprechendes Spiel:
N. Reiners, Herzog(71. Stukator), Rübertus(77. Niebaum), Zwikirsch(71. Friessner), Y.Reiners, Dapprich(77. Ornot), Engelberg, Büttner, Togbedji, Linnig, Van den Woldenberg(82. Koltermann) – Trainer Cornelißen
Schiedsrichter: Felix May (Solingen) – Zuschauer: 240
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Marcel Cornelißen:
Die Mannschaft hat wieder eine ordentliche Leistung gebracht. Wir waren 80 Minuten lang auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer. Es wäre interessant geworden, wenn wir das 1:0 länger halten können oder das 2:1 nach der Pause machen.
So hat Ratingen unsere Ballverluste eiskalt im Stile eines Spitzenteams ausgenutzt, das war einfach herausragend gespielt. Aber das war keine Niederlage, die uns umwerfen wird.
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Vorberichte:
Arnd Brechmann:
Heimspiel am Nikolaustag gegen den Herbstmeister
Vorfreude herrscht bei den Kleinen auf den Nikolaustag. Schuhe herausstellen, die letzten Tage artig gewesen, dann klappt es mit den guten Gaben des Bischofs aus Myra, dem wohl bekanntesten Heiligen der Ostkirche wie der römischen. Ein süße Überraschung, das wäre was!
Ja, eine süße Überraschung, das wäre was, wenn der sichere Herbstmeister am vorletzten Spieltag der Hinrunde mit sechs Punkten Polster, dazu ein formidables Torverhältnis, beim Tabellenvorletzten der Oberliga Niederrhein gastiert.
Die Quizfrage lautet: Was sagen die Buchmacher vor dem Spiel der DJK Adler Union Frintrop gegen Germania Ratingen 04/19?
- Der Tabellenführer ist klarer Favorit
- Der Gastgeber ist eineindeutig Außenseiter
- Ratingen wird und muss das Spiel gewinnen.
- Weiß nicht.
Der Trainer des KFC Uerdingen, Julian Stöhr, brachte es dieser Tage auf den Punkt: „Ratingen besitzt den besten Kader der Liga!“ Dazu mit Damian Apfeld einen Coach, der in Essen bestens bekannt ist, dazu ehrgeizig und zielorientiert. Die Liste der Seinen hier auf zu zählen wäre wie Eulen nach Athen zu tragen. Auf allen Positionen sind die Germanen erstklassig besetzt und schielen auf die Regionalliga. Von Keeper Gomuluch bis Torgarantie Kreyer setzen die Ratinger Aufrufungszeichen auf allen Positionen. Bereits vor zwei Jahren hatten sie eine Lizenz beantragt… Marcel Cornelissen ist tiefenentspannt vor dem Heimspiel und völlig ohne Druck. Nach der Überraschung der Vorwoche, dem verdienten und erfighteten Auswärtssieg in Hilden, will sein Team daheim an eben diese Leistung anknüpfen. Aufopferungsvoll kämpfen, eklig sein, Räume verengen, den überlegenen Gegner auf das eigene Niveau ziehen, Chancen schaffen, diese gerne auch nutzen, kurzum: Wasserturm-Fußball. Der ganze Kader brennt auf den Klassenerhalt, wie man in der Vorwoche gesehen hat, egal ob mit oder ohne Einsatzzeit. Die Langzeitverletzten Dermiderre, Pirredda und Ohters fiebern mit, die Fanbase ohnehin, die auch in der Vorwoche das Gros der 110 Zuschauenden in Hilden stellte!
Artig trainiert haben die Adleraner noch dazu, brav auf die Anweisungen der Co-Trainer Torben Grzenia und Mattes Potthoff gehört. Zeugwart Rainer Kanders hat auch die Schuhe geputzt herausgestellt. Das wäre was am Samstag, wenn um 16:30 Uhr Anstoß am Frintroper Wasserturm sein wird bei Flutlichtatmosphäre mit Glühwein: Eine süße Überraschung!
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Marcel Cornelißen zur HP:
Die Spiele werden irgendwie nicht einfacher. Jetzt kommt sicherlich der Kader mit den besten Einzelspielern auf uns zu, gerade in der Breite auch top besetzt. Die Tabellenführung ist da keine besonders große Überraschung. Aber wir sind in der Lage immer wieder zu überraschen und das soll auch der Plan für Samstag sein. Wenn wir uns was vom Nikolaus wünschen können, dann nehmen wir nen Punkt
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Vom „Reviersport“ befragt, analysiert MC:
„Wir wollen den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und haben bislang in unseren Partien gegen Mannschaften aus der Top fünf ganz gut ausgesehen“ „Wir wissen, dass wir zuhause schwer zu bespielen sind. Aber wenn man sich den Kader von Ratingen anschaut, kann ich nur wiederholen, was jeder Trainer sagt: Sie sind die Crème de la Crème der Liga.“ MC setzt fort: „Wir werden brutal kämpfen müssen und wollen versuchen, sie auf unser Niveau herunterzuziehen „Wir wollen so unangenehm wie möglich für sie sein und dann werden wir sehen, ob wir wie gegen Schonnebeck, Baumberg und Hilden eine Chance haben.“
„Es wäre überraschend, wenn etwas passiert. Das Problem ist, dass unsere Mannschaft im Vergleich zu anderen Oberligisten nicht wesentlich schlechter ist. Das bedeutet: Wenn ich Verstärkung haben will, die uns sofort helfen kann, müsste es fast schon ein Oberliga-Stammspieler sein und den bekomme ich momentan nicht. Auch die Top-Landesligisten werden ihre besten Spieler nicht in der Winterpause abgeben wollen.“
MC stellt klar:
„Der Unterschiedsspieler, der uns zum Klassenerhalt führt, wird definitiv nicht kommen, von daher wird der Kader tendenziell weiterhin so bleiben, wie er ist.“











