DJK AdlerUnion Frintrop  I     vs.     St. Tönis  4:2(1:1)

1:0(29.) Reiners, 1:1(32.) Montenero Romeo, 1:2(47.) ET, 2:2(56.), 4:2(73.) Stukator, 3:2(62.) Linnig

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Arnd Brechmann:

Totgesagte leben länger! Adlerträger begeistern gegen Spitzenteam aus St. Tönis mit verdientem 4:2 Heimsieg!

Fupa.net hatte sich vor bereits im Expertengespräch festgelegt. Als Absteiger aus der Oberliga Niederrhein wurde der Wiederaufsteiger DJK Adler Union gevotet. Am Frintroper Wasserturm wurde indes vor dem Saisonstart das Motto ausgegeben: „Haben wir vier Spieltage vor Saisonende die Chance, die Klasse zu halten, dann ist das ein Erfolg!“

Vor dem Duell gegen den sympathischen SC St. Tönis mit dessen Erfolgscoach Bekim Kastrati standen die Frintroper Aktien im Minus. Im Hinspiel gab es die einzige Klatsche der Saison beim 7:1 und hängende Köpfe. Doch auch damals hätte es zur Pause gut und gerne 3:3 stehen können, gewichtet man den xG-Wert , der im modernen Fußball die Torwahrscheinlichkeit auswertet.

Erste gute Möglichkeit für den Sportclub: Nach einem guten, tiefen Ball von Julian Andres Suaterna Florez ist Eghosa Ogbeide auf links frei durch, zieht in den Strafraum und schließt aufs kurze Eck ab, doch Essens Keeper Kirstein rettet per Fußabwehr.

Der Ticker zum Spiel hier, Quelle fupa.nethttps://www.fupa.net/match/djk-adler-union-frintrop-m1-sc-st-toenis-191120-m1-260503

Die AdlerUnionisten musste bei ihrem drittletzten Heimspiel der Saison auf zentrale Säulen verzichten: Bönisch, Ohters, Demirdere, Pirredda, Zwikirsch, Wissing, Brechmann, Nils Reiners… Wer alles getaped werden musste, bleibt hier Geheimnis. Doch der Kader zeigte Spirit, gerade auch die Akteure mit saisonweit persönlich sicher nicht fröhlich machenden Einsatzzeiten! Chapeau. Und die Fanbase: Einmalig!

4:2 gegen einen bis dato Aufstiegskandidaten! Wow.

„Ite, misse est“, „Geht, die Messe ist gelesen!“ heißt es im katholischen Gottesdienst, nicht aber in der Oberliga Niederrhein, die in beiden Tabellenregionen um Auf- wie Abstieg, spannend ist wie seit Jahren nicht mehr. Und dabei kann Jeder gegen Jeden verlieren, vice versa!

Nach der Durststrecke mit dem Vereinsrekord, den keiner haben will mit vier 0:1 Niederlagen in Folge, haben die Mannen um Trainer Marcel Cornelissen es in der eigenen Hand, die Traumreise glücklich fortzusetzen. Das 4:2 gegen St. Tönis war vollkommen verdient. Das Team kann Tore machen, gegen sehr starke Formationen defensiv stabil arbeiten. Der Bann ist gebrochen, die Negativserie beendet, die Brust wieder breit. Da geht noch was, Lunte ist gerochen!

Lange nicht totgesagt, lebten heute Wasserturm-Fußball in aufregenden 97 Minuten und erkämpften SO nicht erwartete Punkte erkämpften in einem klasse Spiel:

Kirstein, Rübertus(88. Rauschtenberger), Herzog(93. Koltermann), Y. Reiners, Dapprich(87. Grigoleit), Engelberg, Büttner, Togbedji, Linnig(94. Verwold), Stukator(85. Niebaum), van den Woldenberg

Galerie im Anhang!

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Marcel Cornelißen:

Größtes Kompliment an die Mannschaft. Sie hat beeindruckend gezeigt, dass sie lebt und weiter bereit ist,  alles für den Verein zu geben. Dass sie nach dem unglücklichen Start in die zweite Halbzeit so zurückkommt gegen eine Topmannschaft und auch spielerisch Mittel findet, nötigt mir maximalen Respekt ab. Vor allem schön, dass sie sich für den Aufwand belohnt haben. Wir denken weiter losgelöst von der Tabelle von Spiel zu Spiel, bereiten uns auf Monheim vor, und dann schauen wir mal, wofür wir das gut sein wird.

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Niederrhein-Pokalfinalist zu Gast

Nach der extrem unglücklichen und nicht wirklich verdienten Niederlage gegen die SG Holzheim empfangen die Adler am Sonntag eine der spielstärksten Mannschaften der Oberliga auf heimischem Geläuf.

Obwohl der Verein derzeit über den plötzlichen Tod ihres sportlichen Leiters Marcus Hagedorn trauert und der sportliche Erfolg für den Moment sicher etwas an Faszination verloren hat, sind für das Treffen mit den Adlern die Karten eindeutig gemischt.

Spätestens nach dem Hinspiel in Tönisforst wissen die Turmkicker, worauf sie sich einstellen müssen. Obwohl die Adlerträger zumindest im ersten Durchgang gar nicht schlecht mithielten und Yannik noch den Anschluss zum 1:3 markierte, gab‘s zum Ende eine schwer verdaubare 1:7-Lehrstunde.

Der Weg der AdlerUnionisten seit dieser Begegnung ist bekannt und endete vorerst mit den vier bitteren 0:1-Pleiten.  Besonders das jüngste 0:1 gegen Holzheim, dem Team, das zuvor von St. Tönis daheim mit 0:5 abgefertigt wurde, schmerzt die Adler. Julian Suaterna war es, der mit vier(!) Treffern die SGH fast im Alleingang abschoss.

Doch nicht nur er ist im Team des Ausnahmetrainers Bekim Kastrati Erfolgs- und Torgarant. Auch Gianluca Rirro mit 125-facher Regionalligaerfahrung, Mittelfeldmotor Dominik Dohmen oder auch Maksym Lufarenko geben einem insgesamt ausgewogenen starken Spitzenteam die Struktur.

Nur gegen Ratingen und die SVG Schonnebeck blieb das Kastrati-Team in den letzten Monaten punktlos und belegt hinter Ratingen, Uerdingen und Hilden einen gesicherten vierten Rang. Nach dem beachtlichen vierten Rang im letztjährigen Abschlusstableau nicht unbedingt überraschend.

Aufbauend auf ihre starke Jugendabteilung und gepuscht von einer umsichtigen Vereinsführung, hat sich der SC St. Tönis nicht nur zu einer stabilen Größe im oberen Drittel der Oberliga etabliert. Zu Buche steht aktuell zusätzlich der Einzug in den Niederrheinpokal 2026 am 23. Mai in Duisburg. Der MSV Duisburg bereitet sich akribisch auf einen Gegner vor, der in der momentanen Verfassung zu allem fähig scheint.

AdlerUnion hat am Sonntag nichts zu verlieren. Alles andere als 0 Punkte wär‘ am Sonntag schon eine faustdicke Überraschung. Allerdings wuchsen die Grün-Weißen in den letzten Jahren gerade gegen starke Mannschaften über sich hinaus. Mit Sicherheit dürfen die Zuschauer auf ein ansehnliches Oberligaspiel hoffen. Dafür bürgt allein die Qualität des Gegners und ein Adlerteam, das auch gegen den Favoriten ansehnlich kämpfen und spielen wird.

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Marcel Cornelißen:

„Für uns geht es jetzt darum jedes Spiel von der Gesamtsituation zu sehen. Einfach Spiel für Spiel absolvieren und schauen, wofür es reicht. Wir sind gerade brutal gebeutelt, wir können nur erwarten, dass die Mannschaft ihr bestes gibt. Da kann man den Jungs nichts vorwerfen und wenn das weiterhin der Fall ist, wird es auch keine große Kritik geben.°

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