








FC Kosova Düsseldorf vs. DJK AdlerUnion Frintrop 2:3(2:1)
1:0(6.)Andri Pedchenko, 2:0(17.)Alexander Belochapkim, 1:2(32.) Bönisch, 2:2(63.) Wissing, 2:3(92.) Stukator
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Adler sind auch Mentalitätsmonster
2:3 Auswärtssieg beim FC Kosova sorgt für Hypertonie (Bluthochdruck)!
Marcel Cornelissen hatte deutlich gewarnt. Eindrücklich und intensiv. Doch in den ersten 20 Minuten beim FC Kosova Düsseldorf setzte der Oberligaabsteiger nichts vom dezidierten Matchplan um, im Gegenteil: Explizite Marschrouten wurden verlassen und so stand es nach einem komplizierten Anspiel mit dem folgenden individuellen Lapsus schnell 1:0 durch den bereits bekannten Torschützen vom Dienst Andrii Pedchenko in Minute 6! Und die 99 der Gastgeber war auch als Zielspieler für Standards attestiert worden. Seinen platzierten Kopfball parierte Nils Reiners so gerade noch, der Abstauber zum 2:0 aber saß. Minute 17! „Was geht denn hier ab?“, fragten sich die mitgereisten Fans nach diesem „Leberschuss“ gleich zu Beginn.
Die Lautstärke von der grünen Trainerbank nahm zu, die Gastgeber zollten dem extremen Anlaufen der ersten halben Stunde mehr und mehr Tribut und der Tabellenführer kam sukzessive mit Wind und Gegner ins Benehmen. Fußballerisch indes kein drei Sterne Menü, sondern biederer Eintopf bis dahin noch ohne Wursteinlage! Ist aber auch lecker und macht satt. So staubte Steffen Herzog in Minute 33 unbarmherzig ab, der Pausenstand 2:1.
Mäuschen sein in der Adlerkabine war ein lohnender Job in der Pausenansprache, für den es in Sachen Lautstärke und Deutlichkeit Resilienz bedurfte. Doch es gab eine Adler-Leaks! Übungsleiter Corne hatte für die Startelf komplexe Entscheidungen getroffen, 10 Spieler auf der Bank, die in allen Teams der Liga Startelfgarantien haben dürften, sind ein wertvoller Luxus, zugleich aber auch Bürde und Chance. Ein Dreierwechsel dann nach 55 Minuten: Yannick Reiners, Nils van den Woldenberg und Elias Brechmann kamen rein. Chancen auf beiden Seiten, doch die AdlerUnionisten erbeuteten mehr und mehr Räume, kamen immer besser in die Zweikämpfe, dann in die Dominanz und auch zu Chancen. Und auf Assist vom „Langen“ war es dann Mittelfeldmotor „Eli“, der den umjubelten Ausgleich per Kopf markierte. In Minute 72 ein weiterer Systemwechsel und frische Qualität mit Koffi Togbedji und Tristan Ornot. Die Zuschauer bekamen einen intensiven Schlagabtausch zu sehen, beide Fans skandierten und sorgten für eine tolle Atmosphäre in Benrath. Trainer Engin Kizilaslan und seine Assistenz waren lautstark und höchst engagiert, den Punkt für den FC Kosova zu sichern oder gar noch mehr. Doch die Gäste suchten mit Mut und Entschlossenheit ihre Chance. Und es war Dominik Stukator, dem nach Vorbereitung von Nils van den Woldenberg der goldene Treffer ins (metaphorische) Herz bravourös kämpfender Gastgeber zum 2:3 gelang. Bald darauf der Abpfiff. Jubelszenen bei den Gästen und ihrem zahlreichen Anhang. Hängende Köpfe beim FC Kosova, der eine Leistung der Extraklasse geboten hatte. Die Mentalitätsmonster vom Frintroper Wasserturm hatten es aber wieder einmal geschafft. Elf Siege aus elf Spielen, ein echtes Brett. Ein sichtlich glücklicher Marcel Cornelissen gratulierte dem gesamten Kader zu diesem echten Auswärtstriumpf. Denn Mentalität plus breite Qualität von 1 bis 21 hatte sich gegen einen bärenstarken Gastgeber am Ende sogar nicht einmal unverdient knapp durchgesetzt. Spiel gedreht nach deutlichem Rückstand, Druck gemacht bis an die physischen Grenzen, spielerisch den Pfad wieder gefunden. Und dann drei Dinger gemacht. Adler sollen fliegen!
Als Mentalitätsmonster bewies sich der gesamte Kader mit Funktionsteam und der zahlenmäßig erneut großartigen Fanbase! Und herzliche Grüße an die Reserve und die Dritte. Der zweite „AdlerUnion-Tag“ mit drei Siegen in Folge!
Arnd Brechmann
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In Benrath zeigten Charakter: N. Reiners, Herzog, Rübertus(72. Togbedji), Wissing(72. Ornot), Dittner, Zwikirsch(55. Y. Reiners, Bönisch(55. v.d. Woldenberg), Engelberg, Thamm(55. Brechmann), Matthes, Stukator
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Marcel Cornelißen:
„Das ist natürlich ein absoluter Big Point. In der ersten Halbzeit waren wir außen komplett unzufrieden über weite Strecken, weil es auf dem Platz nicht vergönnt war sich an Vorgaben und Prinzipien zu halten. Dadurch wäre das Ganze heute wesentlich leichter geworden. So gab es aber nach dem 2:0 eine gute Reaktion bis zur Pause. Trotzdem war das schon sehr ärgerlich vom Auftritt. Die zweite Halbzeit war dann über weite Strecken total wild. Nach dem Ausgleich gehen beide Mannschaften voll auf Sieg, das Mittelfeld war kaum noch existent. Dabei auch großes Kompliment an Kosova, von der Zweikampfführung war das absolut top. Aber wir haben halt extreme Qualität auf dem Platz, auf der Bank und das hat uns heute wieder gerettet. Wir wechseln brutale Qualität ein, haben dann nochmal richtig Qualität, die gar keine Minuten bekommt. Aber nur deswegen können wir solche Spiele wie heute ziehen. Und dann ist es heute ein Dominik Stukator, der mit einer einzelnen Aktion das Spiel entscheidet.“
Vorberichte:
Marcel Cornelißen:
Uns erwartet in Düsseldorf eine sehr robuste Mannschaft. Nicht umsonst stehen sie erst bei 11 Gegentoren, das wird eine richtige Prüfung. Bislang haben sie gegen die Topteams noch nicht verloren. Neben der Defensive steht da auch einer der gefährlichsten Angreifer der Liga auf dem Platz. Wir freuen uns auf das Spiel und auf die dann folgenden Wochen der Wahrheit.
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Arnd Brechmann:
Abenteuerland FC Kosova ruft
Höchst anspruchsvolle Auswärtsaufgabe für die Adlerträger in Düsseldorf-Benrath
In Benrath scheint man in Zeiten eines neuerlichen Umbruchs vorerst einmal etwas kleinere Brötchen backen zu wollen. Wurden in der Vergangenheit regelmäßig sehr ehrgeizige Ziele ausgerufen, so verweisen die Verantwortlichen nun auf einen Drei-Jahres-Plan, der zunächst einmal den Aufbau eines stabilen Fundaments vorsieht. Dass Geduld zunächst einmal der richtige Ratgeber ist, zeigt auch ein Blick auf die Zugänge. Mit Engin Kizilarslan steht nicht nur ein neuer Trainer an der Seitenlinie. „Jung und wild“ wird der Kader des FC Kosova in dessen dritter Saison in der Landesliga beschrieben, darin etliche Kicker mit Oberligaerfahrung. Die Liga, die der FCK binnen drei Jahren anzusteuern gedenkt. Der aktuelle Tabellensechste hat eine „Monster-Offensive“ mit den beiden Topstürmern Andrii Pedchenko, 21 Jahre, 194 cm (10 Tore, zwei Scorer!) -Führender in der Torjägerliste der Landesliga Niederrhein 2 gemeinsam mit Jan NiklasTkacik vom TSV Solingen und Lasse Dittner (AUF)- und Ardian Halili, 25 Jahre, 185 cm (4 Tore, 1 Assist) sowie dem wirbelwindigen Mittelfeldregisseur Dimitrios Papadopoulos, 21 Jahre, 175 cm (2 plus 1). Diese Drei zeichnen für alle erzielten Treffer, 16 an der Zahl, des FC Kosova!
Und die Saisonbilanz beweist. Es steht die wohl bislang schwerste Auswärtsaufgabe für die AdlerUnionisten an. Der selbstbewusste FC Kosova schlug zuletzt beim FC Kray auswärts zu, siegte daheim gegen die Spitzenmannschaft SC Velbert und holte beim Titelkandidaten DV Solingen und daheim gegen den Meisterschaftsfavoriten SC Kapellen-Erft jeweils ein Remis. Die Mannschaft stellt derzeit die drittstärkste Defensive mit gerade einmal 11 Gegentreffern in 10 Matches und kommt aus ihrer Kompaktheit heraus über ihr gefährliches Umschaltspiel zu ihren Gelegenheiten. Ein dickes Brett. Abenteuerland für die Adlerträger, die erstmals in Benrath antreten.
Trainer Marcel Cornelissen und seine Co-Übungsleiter Mattes Potthoff und Torben Grzenia haben in der aktuellen Trainingswoche jede Menge zu tun. Der knappe, zwar verdiente Heimsieg gegen die Träger der roten Laterne aus Werden-Heidhausen offenbarte eine Reihe von taktischen Themen für die Übungsagenda. 10 Siege aus 10 Spielen sind kein Selbstläufer un schon gar keine Garantie für den kompletten Durchmarsch. Es stehen jetzt nach und nach die Wochen der Wahrheit an, der Terminplan hat es tabellarisch im Herbst in sich.
Bis auf Joel Frenzel, Fynn Rauschtenberger und Silas Niebaum hat der Headcoach tatsächlich aktuell einen Luxuskader mit internem Wettbewerbsdruck auf de facto allen Positionen. Die Coaches werden schwere Entscheidungen treffen müssen mit Blick auf die Startelf und etwaige Wechsel während es Spiels.
Doch Schritt für Schritt heißt die Devise. Von Sepp Herberger sind viele Bonmots überliefert, was nach und vor dem Spiel so passiert, welcher der schwerste Gegner sein und so weiter fort. „Der Ball hat die beste Kondition. Per se. Immer. Der Ball hat immer Luft.“ Und die höchst anspruchsvolle Auswärtsaufgabe nötigt den Grün-Weißen AdlerUnionisten vor allem eines ab: Wasserturm-Fußball!
Vorfreude auf einen spannenden Nachmittag mit späterer Anstoßzeit um 15:30 Uhr.
„Komm mit, komm mit mir ins Abenteuerland Auf deine eigne Reise Komm mit mir ins Abenteuerland Der Eintritt kostet den Verstand“ singt es Hartmut Engler von pur. Der zwölfte Mann der DJK Adler Union Frintrop, die treue Fangemeinde, möchte ganz sicher nicht um den verstand gebracht werden beim sporthistorisch erstmaligen Spiel gegen einen starken Gegner.









