SV Biemenhorst      vs.        DJK AdlerUnion Frintrop  1:2(1:1)   

1:0EM(4.) Puhe, 1:1(11.), 2:1(65.) Brechmann

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Arnd Brechmann:

Hitchcock führte Regie in Biemenhorst

Verdienter Auswärtsseig der Adlerträger war nichts für schwache Nerven

Mehr als 500 Zuschauer, herrlicher Sonnenschein, super Atmosphäre, genügend Parkplätze – in Bocholt fährt man Rad! -, eine tolle Anlage und „Die Asche unvergessen“, dazu Heimatgefühle mit Sonnenschirmen der Sauder-Brauerei. So weit die Romantik. Gastgeber SV Biemenhorst wollte unbedingt den Anschluss an die unterste Tabellenregion sichern und hatte 4 Punkte aus den beiden letzten Matches im Gepäck, dazu den Topscorer der Liga, Luca Puhe, in Bestform. Die Gäste vom Wasserturm mussten diverse Wechsel vornehmen. Abwehrchef Leon Engelberg und Topgoalgetter Timo Dapprich mussten ersetzt werden, dazu aus taktischen Erwägungen etwas Binnenrotation. 

Wie kann Luca Puhe gebändigt werden? Diese Frage blieb 97 Minuten die bestimmende und mutmaßlich auch die entscheidende. Und: Die grünen AdlerUnionisten fanden den Schlüssel, auch wenn es zunächst ganz anders ausgesehen hatte. Denn bereits in Minute drei zeigte der Gamechanger seine klasse, zog in er Strafraum und dann auch den Penalty. Keine Debatten. Und sein „Panenka“ führte zum 1:0 der Gastgeber. Doch die Gäste zeigten sich nicht konsterniert, sondern zogen ein gefälliges Kombinationsspiel über außen auf. Und bereits in Minute 10 glich Kapitän Elias Brechmann zum 1:1, als er eine Traumflanke von Nils van den Woldenberg eiskalt einnetzte. Die Adlerträger mit neuer Dreierkette überzeugten mit Galligkeit und Zweikampfstärke, Steffen Herzog, Christian Büttner und Jason Togbedji standen sehr sattelfest, während Fynn Rauschtenberger früh mit Gelb vorbelastet eine Mammutaufgabe auf seiner rechten Seiten meisterte. Nils Reiners im Tor hatte etwas Glück, als er von einem Fernschuss überrascht wurde, diesen dann aber die Latte „gucken“ konnte. Eine starke Partie von Nille. Leif Linnig und Linus Wissing dominierten das Spielfeldzentrum und begeisterten durch eine emsige Laufleistung und kluges Passspiel. „Langen“ Yannick Reiners ging weiteste Wege, so dass sich Dominik Stukator eine Großchance ergab, die Lennart Brandes vereiteln konnte.

Nach der Halbzeit ein offenes Spiel und für die Gäste taten sich außen immer wieder Räume auf, in den Captain Eli zumeist auftauchte. Er war es dann auch, der in Minute 65 einen Standard verwandeln konnte zum 1:2. Im Abschluss daran ließen die Adleraner aber final zu viele Chancen liegen. Darin eine Reihe echter Hochkaräter. Das Spiel wurde enger, von Seiten der Gastgeber härter. Schiedsrichterin Christina Junkers hatte das Spiel absolut im Griff, pfiff konsequent und einwandfrei!

Luca Puhe wurde immer wieder gesucht und als der Ball dann auf Höhe des Fünfmeter-Raums eine Schussmöglichkeit ergab, hatten alle Adlerfans, dieses Mal in Unterzahl, „Puls“ und „Bluthochdruck“. Doch der Ausgleich fiel nicht, der Schlusspfiff! Ein &-Punkte-Krimi. Gewonnen. Marcel Cornelissen gratulierter seiner Elf zu diesem bestandenen Charaktertest im Abstiegskampf. Und er zitierte ganz bewusst Angela Merkel auf die Frage nach dem Erreichen des Saisonziel  Klassenerhalt: „Wir schaffen das!“ Um zu ergänzen: „Aber nur, wenn wir so weiter ackern!“

Einen Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt setzten mit klasse Teamgeist: Nils Reiners, Fynn Rauschtenberger, Christian Büttner, Steffen Herzog, Jason Togbedji, Nils van den Woldenberg, Linus Wissing, Leif Linnig, Dominik Stukator, Elias Brechmann, Yannick Reiners, Dr. Jonas Rüertus, Tim Bönisch, Joel Zwikirsch, Yann Friesner Montas 

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Den Auswärtsdreier holten: N.Reiner, Herzog, Rauschtenberger(50. Rübertus)7, Brechmann, Wissing(85. Friessner), Y.Reiners, Büttner, Togbedji, Linnig(80. Zwikirsch), Stukator(72. Bönisch), Vaan den Woldenberg

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Vorberichte:

Den AdlerUnion-Fans steht das nächste brisante Kellerduell ins Haus. Am Sonntag geht’s gegen den Aufsteiger des Vorjahres, der in seinem 2. Oberligajahr nach einigen Punktgewinnen die Rote Laterne am letzten Sonntag an den FC Kleve weiterreichen konnte.  Biemenhorst im Aufwind – AdlerUnion nach der Begegnung gegen Sonsbeck im Abschwung?  Sonntag gilt es für die Turmkicker, den Trebd zu drehen,

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Arnd Brechmann:

Duell auf Augenhöhe beim SV Biemenhorst

Es gibt nichts zu beschönigen und auch keinen Grund für Schwarzmalerei. Im Kampf um den Ligaverbleib geht es für die DJK AdlerUnion Frintrop jetzt zusehends ums Ganze. Die Oberliga Niederrhein ist tabellarisch auf Augenhöhe, es kann jedes team jedes andere schlagen, da beweist die aktuelle Saison. Fünf Teams kämpfen um den Aufstieg, mindestens 10 wollen einzig über dem Strich bleiben, drei werden am Saisonende absteigen.

Für die Mannen von Marcel Cornelissen geht es zu einem richtungsweisenden Auswärtsspiel nach Bocholt auf den engen Kunstrasen des SV Biemenhorst, an dem eine ähnliche Atmosphäre wie am heimischen Wasserturm zu erwarten sein wird. Nach eigener Einschätzung sind die Biemenhorster „der geilste Verein in Bocholt“, so zu finden im BBV, dem Bocholter Borkener Volksblatt. Heimspiel also für beide! Die heimschwächste Elf der Serie trifft auf die statistisch zweitschwächste. Aber das besagt nicht. Biemenhorst hat den dritten Trainer im laufenden Geschäft, in der Winterpause den Kader gestärkt und besitzt enorme sportliche Substanz. Nach dem zweiten Spieltag thronten die Gastgeber unangefochten an der Tabellenspitze und hatten bereits 10 Buden erzielt. Die Hoffnungen des Vorortvereins von Bocholt ruhen auf dem besten Scorer des gesamten Liga, Luca Puhe, um dessen Gunst auf Regionalliga zu buhlen scheinen. 16 Tore und 10 Assists in 22 Spielen sind ein echtes Brett, ein Halbstürmer der Extraklasse! Torverhältnis der Bocholter: 38:68! 68 % Beteiligungsquote! Wow!

Ein entscheidender Erfolgsfaktor des SV Biemenhorst in seiner derzeitigen tabellarischen Aufholjagd ist aber der außergewöhnliche Zusammenhalt. Viele Spieler kennen sich seit Jahren, einige wohnen sogar in derselben Straße. Und die sind gemeinsam auf eine Traumreise von der Kreisliga A bis in die Oberliga Niederrhein aufgebrochen, die sie 2024 erreichten. 

Ein entscheidender Erfolgsfaktor der Wiederaufsteiger aus Frintrop ist auf dessen Traumreise zum hoffentlichen Klassenverbleib der außergewöhnliche Zusammenhalt. Deutschlehrer würde hier rot anstreichen und Anapher an die Seite schreiben. Kann man googlen😊

Beide Teams duellieren sich auf Augenhöhe, beide Vereins sind sich sehr ähnlich und beide haben dasselbe Saisonziel. Der größere Druck liegt bei Biemenhorst, die aus den restlichen 13 Partien mutmaßlich 19 Punkte holen müssen. Biemenhorst hat nach vier Punkten aus zwei Spielen die rote Laterne weiter gereicht. Die Adlerträger näher zu erreichen, braucht es unbedingt einen Heimsieg. Die Gäste werden in der Startelf Änderungen vornehmen müssen, ob eine taktische Differenzierung ebenso notwendig sein wird, steht erst zum Anpfiff fest.

Vorfreude also bei allen Beteiligten auf ein knisterndes Duell auf Augenhöhe, das am Sonntag um 15:15 Uhr in der Intersport-Pieron-Arena Birkenallee 58 46395 Bocholt-Biemenhorst angepfiffen werden wird. Die Adlerträger wollen punkten! Das benötigt alle Konzentration auf die defensive Stabilität zu Spielbeginn und in der finalen Crunch Time, das Selbstvertrauen in die Offensivstärke gegen einen Gegner, der gerade hinten statistisch gesehen viel zulässt. Wer auf ein 0:0 tippen mag, der kann das gerne tun.

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Marcel Cornelißen zur AUF-HP:

Es ist tabellarisch mal wieder ein interessantes Spiel. Nach den Rückschlägen in den letzten beiden direkten Duellen geht es jetzt natürlich darum zu punkten.
Aber wir wollen auch alles nicht überhöhen, es geht um Amateurfußball. Obwohl die Jungs extrem viel tun um erfolgreich zu sein, wird das wohl und weh unseres Lebens nicht in Biemenhorst entschieden.
Nichtsdestotrotz wollen wir dahin fahren, Vollgas geben und punkten.

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MC im Interview mit David Parke (Reviersport)

Die DJK Adler Union Frintrop steht inzwischen in der Oberliga Niederrhein unter dem Strich. Beim SV Biemenhorst erwartet Trainer Marcel Cornellissen „Emotionen – Abstiegskampf eben!“

In der Saison 2026/27 geht es für Marcel Cornelissen, Trainer der DJK Adler Union Frintrop, in seine letzte Saison als Trainer am Wasserturm. Im Idealfall findet diese in der Oberliga Niederrhein statt. Doch bis zum Klassenerhalt ist es noch ein weiter Weg, denn am letzten Spieltag sind die Essener auf den 16. und damit den ersten Abstiegsplatz gerutscht. Durch die eigene Niederlage gegen den SV Sonsbeck fiel man hinter den Kontrahenten zurück, zudem gewann Blau-Weiß Dingden mit 3:2 gegen den 1. FC Kleve. Für Cornelissen aber kein Grund zur Panik: „Die Stimmung im Verein ist okay, es gibt keinen Grund, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Die beiden Niederlagen gegen Baumberg und Sonsbeck waren völlig unnötig. Aber Dingden stand in der 86. Minute auf dem 16. Platz – jetzt sind sie Zwölfter.“

Nicht nur das spricht für die Enge der Liga, in der selbst Schwarz-Weiß Essen als Tabellenachter nur sechs Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang hat. Denn auch ein Blick auf das Torverhältnis lässt einen verwundert zurück. Mit 40:42 Toren hat die DJK nicht nur den siebtbesten Angriff, sondern mit einer Differenz von –2 sicher nicht das Torverhältnis eines Absteigers.

Abstiegskracher steht an – neuer Trainer bis November?

Manchmal ergibt das wenig Sinn“, schmunzelt auch der Übungsleiter. „Vor zwei Jahren standen wir weder in der Hin-, der Rück-, der Heim- noch der Auswärtstabelle auf einem Abstiegsplatz. Das Ende ist bekannt, wir sind abgestiegen. Das ist schon kurios. Aber wir bekommen viele späte Gegentore, haben knappe Spiele eigentlich immer verloren. Darum stehen wir trotz des Torverhältnisses so weit unten.“

Jetzt steht ein echter Abstiegskracher an, denn die Frintroper reisen als Tabellen-16. zum 17., dem SV Biemenhorst. Was seine Mannschaft dort erwartet, fasst Cornelissen ganz pragmatisch zusammen: „Es ist ein enges Spielfeld, dort werden die Emotionen hochkochen – Abstiegskampf eben!“

„Vielleicht übernehme ich einen anderen Posten im Verein, vielleicht trainiere ich eine andere Mannschaft. Wir versuchen, bis November einen neuen Trainer zu finden. Danach werde ich mir meine Gedanken machen.“

„Bis zum Sommer soll der Klassenerhalt eingetütet werden, danach beginnt die Vorbereitung auf die letzte DJK-Saison mit Marcel Cornelissen an der Seitenlinie. Das hat der Verein bereits früh bekannt gegeben. „Das haben wir gemacht, damit ich nicht mehr zurückrudern kann“, lacht Cornelissen.

Wie es dann weitergeht, ist noch unklar. „Das müssen wir sehen. Vielleicht übernehme ich einen anderen Posten im Verein, vielleicht trainiere ich eine andere Mannschaft“, so der Trainer. „Wir versuchen, bis November einen neuen Trainer zu finden. Danach werde ich mir meine Gedanken machen.“

Erst einmal liegt der Fokus auf dem Klassenerhalt. Der erste Schritt dazu soll am Sonntag (22. März) beim SV Biemenhorst gelingen. Anstoß in der Intersport-Pieron-Arena in Bocholt ist um 15:15 Uhr

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Situation im Oberligakeller laut Fußball.DE : 

Der SV Biemenhorst will wichtige Punkte im Kellerduell gegen die DJK Adler Union Frintrop holen. Der SV Biemenhorst kam zuletzt gegen den Holzheimer SG zu einem 3:3-Unentschieden. Auf heimischem Terrain blieb die DJK Adler Union Frintrop am vorigen Freitag aufgrund der 1:3-Pleite gegen den SV Sonsbeck ohne Punkte. Das Hinspiel hatte die DJK Adler Union Frintrop zu Hause mit 5:0 für sich entschieden.

Große Sorgen wird sich Lars Fondermann um die Defensive machen. Schon 68 Gegentore kassierte der SV Biemenhorst. Mehr als zwei pro Spiel – definitiv zu viel. Sechs Siege, drei Unentschieden und 14 Niederlagen stehen bis dato für das Heimteam zu Buche. Zuletzt gewann der SV Biemenhorst etwas an Boden. Zwei Siege und ein Unentschieden schaffte der SV Biemenhorst in den letzten fünf Spielen. Um das letzte Drittel der Tabelle zu verlassen, muss der SV Biemenhorst diesen Trend fortsetzen.
Bisher verbuchte die DJK Adler Union Frintrop siebenmal einen dreifachen Punktgewinn. Demgegenüber stehen fünf Unentschieden und elf Niederlagen.
Beide Mannschaften liegen in der Tabelle nur fünf Punkte auseinander.
Mit großem Interesse schauen die Beobachter auf diese Begegnung. Formal ist es eine Partie zweier gleichwertiger Mannschaften.

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