1. FC Monheim         vs.        DJK AdlerUnion Frintrop     1:4(1:2)

0:1(10.) Reiners, 0:2(22.) Stukator, 1:2(45.) Demir, !:3(59.) Dapprich, 1;4(90.)Friessner

Arnd Brechmann:

Was für ein Muttertag am Wasserturm! Hochverdienter Auswärtssieg der DJK Adler Union Frintrop beim Mitkonkurrenten FC Monheim

Yann Friesner Montag machte den Sack in der 94. Minute endgültig zu nach schöner Vorarbeit von Elias Brechmann: 1-4, ein Auswärtssieg, der Marcel Cornelissen mit einem großen Kompliment an sein Team kommentierte; „Unsere Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, eine rundum tolle Teamleistung gebracht!“

Und wie! Auf dem englischen Rasen in Monheim, auf dem man auch Golf spielen könnte und der erstaunlicher Weise vor der zweiten Halbzeit allein in der Hälfte der Wassertürmer noch einmal kräftig gewässert wurde – honi soit qui mal y pense, „ein Schelm, der Übles dabei denkt!“, zeigten die Adlerträger von Beginn an eine couragierte, intensive und auch spielerisch einwandfreie Vorstellung. Und dass der Keeper der Gastgeber, Luca-Christian Fenzl, 23, in der zweiten Halbzeit zum überragenden Spieler seiner Truppe wurde, das sagt einiges aus.

Yannick Reiners nach prima Vorbereitung Timo Dapprich, und Dominik Stukator brachten die AdlerUnionisten zügig mit 0.2 in Front. Und das, worauf alle vorbereitet gewesen waren und was auf jeden Fall nicht hatte passieren dürfen, das geschah in Minute 45. Freistoß an der Strafraumkante, Talha Demir, drin! Deja vu, exakt dieselbe Situation hatte beim ersten Aufstieg der Adlerträger in die Oberliga zum historisch ersten Gegentor geführt. Rechtsoben in den Winkel…

Doch die Frintroper Fans auf der Tribüne waren nervöser als die Elf von Marcel Cornelissen, die defensiv so gut wie nichts anbrennen ließ, etwas Glück bei einer glücklichen Gelegenheit Talha Demirs besaß, und Konterchancen erzwang. Das 1:3 durch Timo Dapprich nach klasse Zuspiel von Christian Büttner  war die Folge. Der Headcoach wechselte in der Folge fünf Mal und das Konzept ging unfassbar exakt auf. Die spielerischen Impulse nahmen zu, Keeper Fenzl bewies sich gegen Linus Wissing, Yannick Reiners und Yann Frienser Montas als Meister seines Faches!

Bis zur 94. Minute kontrollierte der Doppelaufsteiger gegen den unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf das Spiel. Und weil das Torverhältnis keine Rolle in der Liga spielt, geht nach der Hinspielpleite mit 1:2 der direkte Vergleich für die Wassertürmer aus, ein vielleicht entscheidender Bonus in der für nicht betroffene Beobachter hinreißend spannenden Oberliga. Drei Spieltage vor Saisonende können noch drei Teams Meister werden und in die Oberliga aufsteigen: KFC Uerdingen etwas hinten, der VfB Hilden und Germania Ratingen an der Tabellenspitze. Von Platz 9, Sonsbeck mit aktuell 39 Punkten (!) bis Platz 17, VfB Homberg mit 33 Punkten, fighten neun Team um den Klassenverbleib. Mittendrin und auch dabei die DJK Adler Union Frintrop auf Rang 12 mit 38 Punkten, vier Pünktchen vor dem ersten Abstiegsrang, auf den sich die vermeintlich unabsteigbaren Klever vorgekämpft haben.

Mentalität schlägt Qualität. Drei Spieltage vor Schluß können es die AdlerUnionisten tatsächlich noch packen: Der Klassenerhalt ist das Ziel der Traumreise, die vor fünf Spielzeiten begann. Das Restprogramm mit den Titelfavoriten Hilden, Ratingen und danach das finale Heimspiel gegen Mitaufsteiger BW Dingden hat es in sich! Die Mütter der kickenden Adlerträger haben heute ein schönes Präsent erhalten. Nächste Woche ist an Christi Himmelfahrt der „Vatertag“. Und auch die Väter wollen verwöhnt werden in der laufenden Saison. Nichts muss im Heimspiel am kommenden Freitag gegen den Tabellenzweiten VfB Hilden, aber alles kann und darf!

Und übrigens: Alle neun Teams im Kampf um den Ligenerhalt haben in der Cruchtime mächtige Hürden zu nehmen. Ob die „magischen 40“ reichen werden? Am Frintroper Wasserturm herrscht die Vorfreude.

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Einen enorm wichtigen Auswärtsdreier erspielten: Kirstein, Herzog, Rübertus(75. Zwikirsch), Wissing(80. Friessner), Reiners, Dapprich(61. Brechmann) , Engelberg, Büttner(61. Linnig), Togbedji, Stukator(75. Rauschtenberger), Van den Woldenberg

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Marcel Cornelißen:

„Man muss den Jungs zu dem Kampf und dem Ergebnis gratulieren. Die haben da wirklich ein gutes Spiel gemacht und sich komplett reingehangen. Dafür hat man sich belohnt. Jetzt haben wir noch mindestens 3 Highlights vor uns und eins davon würden wir gerne mindestens für uns entscheiden. Aber Freitag wirds hoffentlich voll am Turm und wir können die Magie gegen die beste Mannschaft 2026 entfachen.“

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Arnd Brechmann:

Komplexe Auswärtsaufgabe beim FC Monheim-Urgesteine haben Matchball gegen die Adlerträger

Wenn es wirklich die magischen 40 Punkte sind, die in der unglaublich engen Tabelle der Oberliga Niederrhein zum Klassenerhalt reichen sollten, dann hat der FC Monheim am kommenden Sonntag einen Matchball gegen den Wiederaufsteiger DJK Adler Union Frintrop!

Trainerlegende und Urgestein in Monheim, gesamte Spieler- und Trainerkarriere dort, Dennis Ruess, wird das seiner Elf einimpfen. Seine Hoffnungen ruhen dabei auf weiteren Urgesteinen der Liga: Talha Demirs Lieblingsgegner sind die Adlerträger. Der 30jährige schussgewaltige Beidfuß trifft gerne gegen die Grünen und sorgte noch im Trikot des VfB Hilden mit einem Sonntags-Freistoß für das erste Oberliga-Gegentor der Vereinsgeschichte. Und auch im Hinspiel beim 1:2 Auswärtssieg der Monheimer war er erfolgreich. In seiner Vita stehen bei 300 Spielen sage und schreibe 146 Tore und 76 Assists, die personifizierte Lebensversicherung der Gastgeber. Mit Sturmtank Tom Hirsch, 30, und Mittelfeldzauberer Mohamed El Mouhouti, 22, bilden diese Kicker das „magische Offensiv-Dreieck“, das in der Liga vor allem auswärts für Furore sorgt, im Ranking dort auf Platz 6 positioniert ist!

Marcel Cornelissen und seine Cos Torben Grzenia und Mattes Potthoff hatten eine arbeitsintensive Trainingswoche zu meistern. Und die Anzahl der Trainingsteilnehmer hat zugenommen! Eine gute Botschaft. Der Überraschungserfolg in der Vorwoche gegen das Topteam aus St. Tönis soll nach Möglichkeit in Monheim veredelt werden, der Matchball der Monheimer abgewehrt werden. Ob 40 Punkte tatsächlich reichen werden? Von Rang 9 bis Rang 17 stellen sich alle Teams diese Frage. Einzig der SV Biemenhorst hat es im Abstiegskampf etwas abreißen lassen, von Holzheim bis Kleve bangen alle Mannschaften um den Verbleib in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse…. .

„Mentalität schlägt Qualität“ ist das Motto eigentlich der gesamten Spielzeit bei den Mannen vom Frintroper Wasserturm, die gerade auswärts immer einen starken 12. Mann im Rücken wissen, aber dennoch gerade auswärts bei den diversen 0:1 oder 1:2 Ergebnissen teures Lehrgeld zu bezahlen hatten. Hier setzt das Trainerteam mit taktischen und strategischen Impulsen an, soll die seit fünf Spielzeiten währende Traumreise mit einem Klassenerhalt in der Oberliga vergoldet werden! Aufzug fahren ist nach oben besser als in die entgegen gesetzte Richtung.

Mit echtem Wasserturm-Fußball und mentaler Comeback Stärke haben sich die Adlerträger eine Ausgangsposition auf der Zielgeraden der Saison erarbeitet, die den Klassenerhalt mit eigenen Mitteln, einer Prise Wunder und etwas Fußball-Gott erahnbar halten. Daher ist die Marschroute vor dem „Monsterprogramm“ der letzten vier Spieltage klar. Zählbares in Monheim! Die Gastgeber sind vom Kader her klarer Favorit. Mentalität schlägt Qualität, der grüne Teamspirit soll es richten, den die rund zwei Dutzend Kicker plus Staff plus Fanbase gemeinsam leben und umsetzen wollen (und dann auch müssen). Crunchtime in Monheim!

Anstoß Sonntag um 15 Uhr, hier: Rheinstadion Monheim, Kapellenstraße 1, 40789 Monheim am Rhein, vom Wasserturm aus 60 KM, Fahrtzeit 45 Minuten

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Marcel Cornelißen:

„Monheim ist eine sehr gestandene Oberligamannschaft mit hervorragender Qualität. Da haben wir im Hinspiel wenig gegen ausrichten können. Aber wir schauen einfach mal, was da so geht. Der letzte Sonntag tat der Mannschaft sichtlich gut und vielleicht können wir den Rückenwind mitnehmen“

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AUF-Ausblick…

Sieben Punke Distanz lagen nach der Hinspielniederlage der Adler gegen den 1. FC Monheim zwischen den Kontrahenten. Monheim hatte sich ins Mittelfeld abgesetzt, die Adler landeten im Roten Sektor der Tabelle.

Hoch zufrieden zeigte sich damals der seit 10 Jahren residierende Cheftrainer Dennis Ruess mit dem serösen und  reifen Auftritt seines Teams. Mit jeweils einem Treffer erhöhten dabei Talha Demir und Tom Hirsch ihre Erfolgsbilanzen. Inzwischen haben sich in dieser extrem engen Liga die Positionen ein wenig verschoben.

Während die Adler nach dem Husarenritt gegen St. Tönis die Abstiegsränge knapp hinter sich gelassen haben, droht nun auch den gerade zwei Punkte entfernten Monheimern der Sog in die Abstiegskämpfe. Und das werden die Hausherren mit allen Mitteln zu verhindern versuchen! Wie das oberligaerfahrene Team im heimischen Rheinstadion dominieren kann, mussten zuletzt der ETB und Homberg erfahren. Dass der 1.FC auch verlieren kann, erlebte man allerdings am letzten WE in Neuss.

Die Adler erwartet am Sonntag eine stabile und routinierte Mannschaft mit einer stets gefährlichen Offensive um ihren Ausnahmestürmer Demir, die seit einer gefühlten Unendlichkeit von Dennis Ruess, vormals selbst Kapitän des 1.FCM, geführt wird. Fast acht Jahre war Ruess Garant der Oberligazugehörigkeit, und den weiteren Verbleib in der Klasse wird das Team mit allen Mitteln sichern wollen   –   wie auch die DJK AdlerUnion Frintrop IHREN Klassenerhalt !

Was in dieser Liga möglich ist, hat die Cornelißen-Truppe letzten Sonntag eindrucksvoll bewiesen.

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