


Aktuell:
Noch vor der Begegnung in Meerbusch und unabhänig vom weiteren Saisonverlauf steht die Zusage, dass mindestens 21 Adler des aktuellen Kaders auch in der kommenden Saison im Trikot der DJK AdlerUnion am Wasserturm auflaufen!
Ihr Ja-Wort für die Zukunft gaben: Nils Reiners, Joel Kloßek, Leon Engelberg, Max Koltermann, Steffen Herzog, Jason Togbedji, Nils van den Woldenberg, Tristan Ornot, Nils Grigoleit, Jonas Rübertus, Fynn Rauschtenberger, Elias Brechmann, Felix Ohters, Linus Wissing, Leif Linnig, Dominik Stukator, Tim Bönisch, Timo Dapprich, Yannick Reiners, Joel Zwikirsch, Burak Demirdere
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TSV Meerbusch vs. DJK AdlerUnion Frintrop 2:1(0:1)
0:1 (17.) J.Reiners, 1:1(67.) Berisha, 2:1(77.) Goto
Arnd Brechmann:
Déjà-vu beim TSV Meerbusch – unglückliche 2:1 Niederlage
Als Déjà-vu wird eine Erinnerungstäuschung bezeichnet, bei der eine Person glaubt, ein gegenwärtiges Ereignis früher schon einmal erlebt zu haben. Dabei scheinen – trotz eines starken Erinnerungsgefühls – Zeit, Ort und Kontext der „früheren“ Erfahrung ungewiss oder unmöglich. So definiert Wikipedia das Déjà-vu.
Und die Zuschauenden am späten Sonntagnachmittag beim Oberliga-Duell TSV Meerbusch gegen die DJK Adler Union Frintrop bekamen genau ein solches zu sehen, war die Majorität schließlich vom Wasserturm angereist. Das Team von Marcel Cornelissen war vorgewarnt auf die Konterspieler Berisha und Kamiyama, auf die solide Defensive des Favoriten, auf deren Konterqualität. Und so dominierten die Gäste konzentriert die erste Halbzeit. Nach feiner Ballannahme konnte Dominik Stukator nach wenigen Minuten nur durch ein Foulspiel gestoppt werden und Yannick Reiners nutze der Penalty sicher zu seinem 8. Saisontreffer und dem 0:1. Das grüne Defensivspiel dominierte und das schön herausgespeilte 0:2 – nach prima Hereingabe von Tim Bönisch netzte Stukator – wurde nicht unumstritten auf Abseits entschieden. Zur Halbzeit hatten die Gastgeber genau eine halbe Torchance… . Und die Gästefans witterten die Chance auf einen Auswärtssieg, denn wie sollte überhaupt ein Gegentor fallen können. Déjà-vu. Geschichte reimt sich, so Mark Twain. Marcel Winkens handelte, stellte um, wechselte zwei Mal in der Pause und die Trendwende ein. Adler verlor die Statik, die Gastgeber kamen in die Dominanz, das Spiel kippte um. Und der Ausgleich in der 67. Minute war genau so verdient wie folgerichtig und Berish traf ins Netz, naturgemäß abgefälscht und damit unhaltbar. 10 Minuten später dann der beste Angriff der nun wieselflink aufspielenden Favoriten. Und es traf Kamiyama, wer sonst, klug freigespielt. Die Adlerträger wechselten ihrerseits mehrfach, bekamen aber die Wende schlichtweg nicht mehr hin. Eine unnötige Niederlage, die umso ärgerlicher ist, als das Spieltagstableau komplett tabellarisch stimmte. „Die ganze Liga hat heute für uns gespielt mit einer Ausnahme: Wir selbst!“ so das passende Fazit von Marcel Cornelissen, Headcoach der Adlerunionisten. Déjà-vu auswärts: Denselben Spielverlauf kennen die Wassertürmer auswärts aus Kleve, Sonsbeck und heute Meerbusch. Es gibt keinen Grund, diese Serie fortzusetzen. Es gibt indes viel zu tun im Ausblick. Daheim sollen die Punkte im Kampf um den Klassenerhalt erobert werden. Wasserturm-Fußball soll es richten. Gerne am kommenden Freitag um 19:30 Uhr gegen den stärksten Neuling der Oberliga Niederrhein: VFL Jüchen-Garzweiler.
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Drei Punkte unglücklich liegengelassen haben: Reiners, Herzog(79. Gtogoleit), Rübertus, Brechmann, J. Reiners, Dapprich(70. Friessner), Bönisch(83. Ornot), Engelberg, Togbedji, Linnig(75. Wissing), Stukator(70.Zwikirsch)
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Marcel Cornelißen:
Dieses Ergebnis ist auf der einen Seite komplett unnötig, auf der anderen Seite auch irgendwie verdient. Alle Mannschaften spielen für uns, wir führen zur Pause verdient und wenig deutet darauf hin, dass wir ein Gegentor bekommen. Der Gegner hat massive personelle Probleme. Im Grunde lag ein Befreiungsschlag auf dem Silbertablett, aber leider konnten wir die Intensität von Meerbusch in der zweiten Halbzeit nicht mehr kontern. Da wurden wir ein Stück weit aufgefressen, hatten kaum noch Ballgewinne und das führt dann zu einer ganz bitteren Niederlage. Es bleibt aber nicht viel Zeit zum Trübsal blasen, wir sollten die Enttäuschung in Entschlossenheit verwandeln und freitags im Flutlicht wurden schon einige Schlachten am
Wasserturm gewonnen
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Vorberichte:
Arndt Brechmann:
Besuch beim TSV Meerbusch als fußballhistorische Taktikzeitreise! Anstoß 16:30h !
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Der Begriff Catenaccio steht im Volksmund für exzessiven Defensivfußball. Wie „Tempo“ für Taschentücher oder „Tesa“ für einen Klebestreifen ist der geflügelte Begriff „Catenaccio“ im Fußballjargon längst vom Markennamen zum Synonym geworden. Im Fall des Catenaccio eines für sturen Defensivfußball. Catenaccio ist aus dem Italienischen als „Bolzen“ oder „Riegel“ zu übersetzen. Der Argentinier Herrera bei Inter gilt als der, der damit erfolgreichsten war. Er gewann damit die Meisterschaft und die Champions-League in den 1960er Jahren. So wollte auch Herrera die Räume in der eigenen Hälfte mitunter massiv verdichten, allerdings mehr als Lock-Mechanismus. Ließen sich die Gegner dann rausziehen, wurden sie blitzschnell ausgekontert, auch mithilfe einer Asymmetrie auf den Außenbahnen. Glückte auf diese Weise die Führung, zelebrierte aber auch Herreras Inter gerne das, was die meisten unter Catenaccio verstehen: destruktives Verwalten. Und nur noch selteneres Kontern.
Die wenigsten Spieler der aktuellen Generation bei der DJK Adler Union Frintrop kennen den Catenaccio aus persönlicher Betrachtung. Beim schweren Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim TSV Meerbusch wird Coach Marcel Winkens dieses System voraussichtlich spielen lassen. Aus 22 geschossenen Toren erzielen die Gastgeber sensationelle 30 Punkte. Das gibt es ansonsten nur ähnlich in der zweiten Bundesliga bei einem Team aus dem Herner Westen! Neun Siege feierten die Meerbuscher in der laufenden Saison, davon sechs mit ihrem Traumergebnis 1:0. Hinten Doppeldeckung mit Beton, vorne eiskalt kontern mit der Hilfe des lieben (Fußball-)Gottes, so die Plattitüde zur Taktik.
Die Adlerträger haben im letzten Test beim FC Kray „Leistungsfasten“ , gewissermaßen Aschermittwochsfußball, gezeigt und mit 4:0 eine echte Klatsche vom Landesligisten bezogen. Hinweise auf das sonntägliche Match: Fehlanzeige. Das Speil ist verdaut, jetzt heißt es volle Konzentration auf ein wichtiges Auswärtsspiel. Es braucht Geduld und Konzentration, um die gefährlichen Konter zu vermeiden. Eigentlich ohnehin eine Selbstverständlichkeit für einen (Wieder-) Aufsteiger, der nur den Klassenerhalt als Ziel kennt und anstrebt. Das Trainerteam um Headcoach Marcel Cornelissen weiß um die Hürdenhöhe der Aufgabe. Christian Büttner ist wieder im Kader, was zusätzlich Optionen im Defensivverbund eröffnet. Die Adlerträger sind ambitionierte Außenseiten beim größten Sportverein in Meerbusch, der gerade im Fußball eine großartige Nachwuchsförderung als Steckenpferd besitzt. Es ist Jugendbundesliga, die die späte Anstoßzeit erklärt. Und mit Said El Mala entstammt ein aktueller Shooting Star der Bundesliga der Jugendförderung des TSV Meerbusch. Es wird eine spannende Taktikzeitreise werden. Und einem Catenaccio kann eigentlich nur echter Wasserturm-Fußball gewachsen sein! Konterspieler wie Mica Cain, Reo Kamiyama oder Florian Berisha aus dem Spiel nehmen, die eigenen Tugenden auf den Platz bringen, ins Tor treffen. Klingt nach einem Plan!
Nach der Karnevalspause werden die Adler von den erfolgreichsten Minimalisten der Liga erwartet. Mit nur 22 geschossenen Toren 30 Punkte !!! In Schlagdistanz zum zweiten Rang! Wie das geht, bewiesen die Meerbuscher in den letzten drei Begegnungen: Drei 1:0 Siege gegen den ETB und den VfB Homberg und in Holzheim. Die Turmkicker wissen trotz des klaren Hinspielsieges (3:0), was sie erwartet. zuletzt stabile Defensive und erbarmungslos effektiver Angriff! Chefcoach Cornelißen wird die Adler mit seinem Team auf die Gßen:astgeber entsprechend vorbereitet haben. Insbesondere gilt es, die drei Topscorer Berisha, Boldt und Kamiyama nicht aus den Augen zu verlieren….
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Marcel Cornelißen:
Meerbusch hat sich heimlich, still und leise an die Spitze rangeschoben. Mittlerweile machen sie einen sehr, sehr stabilen Durchgang. Die Herausforderung wird also wieder sehr groß sein, aber es bleibt dabei, dass wir selbstbewusst sind und in einem gewissen Flow, den wollen wir auch dort fortführen.
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Unabhänig von dieser Begegnung und dem weiteren Saisonverlauf werden mindestens 21 Adler des aktuellen Kaders auch in der kommenden Saison im Trikot der DJK AdlerUnion am Wasserturm auflaufen!
Ihr Ja-Wort für die Zukunft gaben: Nils Reiners, Joel Kloßek, Leon Engelberg, Max Koltermann, Steffen Herzog, Jason Togbedji, Nils van den Woldenberg, Tristan Ornot, Nils Grigoleit, Jonas Rübertus, Fynn Rauschtenberger, Elias Brechmann, Felix Ohters, Linus Wissing, Leif Linnig, Dominik Stukator, Tim Bönisch, Timo Dapprich, Yannick Reiners, Joel Zwikirsch, Burak Demirdere
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