






Krefelder FC Uerdingen 05 vs. DJK AdlerUnion Frintrop I 1:0(1:0)
Chancenlos beim Topfavoriten – Mund abputzen und nach vorne schauen
Der Gründonnerstag ist der letzte Tag der österlichen Bußzeit und erinnert an das letzte Abendmahl Jesu, wobei der Name vermutlich vom mittelhochdeutschen „grînen“ (weinen) abgeleitet ist.
Beim Topfavoriten KFC Uerdingen mit 1:0 zu verlieren, ist aller Ehren wert, aber kein Grund zum Weinen. Und so sah es auch Coach Marcel Cornelissen in der Analyse: „Die Gastgeber waren uns in allen Belangen überlegen, in allen statistischen Werten. Der Sieg geht voll in Ordnung und wir haben unser Bestes gegeben. Das hat nicht gereicht. Punkt!“
Der KFC Uerdingen erlebte einen Traumstart in die Partie, ging er doch bereits in der 4. Spielminute in Führung. Yasin-Cemal Kaya kam plötzlich an den Ball, nachdem sich die Gäste aus Essen einen dicken Patzer in ihrer Hintermannschaft geleistet hatten. Kaya ließ seinen Gegenspieler im Eins-gegen-Eins aussteigen und schloss überlegt gegen Frintrops Schlussmann Nils Reiners zum 1:0 ab.
Nils Reiners war überragend und das nicht allein ob seiner Körperlänge. Er machte den Chancenwucher der Aufstiegskandidaten mit mehreren Glanzparaden und Topreflexen den Garaus. Und vorne hatten die sehr gut von der breiten Fanbase – alle mit grünen Fähnchen ausgestattet- unterstützten Adlerträger faktisch nicht eine wirklich klare Torchance.
Im Blick nach vorne muss abgewartet werden, welche Blessuren zu etwaigen Ausfällen in den beiden kommenden 6-Punkte-Spielen daheim gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen zum Derby und anschließend beim Abstiegskrimi beim VFB Homberg führen könnten.
Die Eroberung der altehrwürdigen Grotenburg war für die Adlerunionisten eine Nummer zu hoch, am heimischen Wasserturm stehen die Aktien mutmaßlich besser!
Ordentlich verkauften sich am Gründonnerstag in Uerdingen:
Nils Reiners, Tim Bönisch (64. Leif Sören Linnig), Leon Engelberg, Christian Büttner (80. Tristan-Tell Ornot), Fynn Rauschtenberger (80. Jonas Rübertus), Steffen Herzog, Nils van den Woldenberg, Koffi Jason Togbedji (31. Linus Wissing), Elias Brechmann (46. Yan Marcos Friessner Montas), Yannick Reiners, Dominik Stukator
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Marcel Cornelißen:
Das ist kurz und knapp: die Jungs haben alles probiert, am Ende sind und waren wir aber chancenlos. Das 1:0 klingt knapp, aber es fehlte gerade im Spiel mit dem Ball jeglicher Ablauf. Abhaken, weitermachen, gegen ETB nen Derby spielen
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Vorberichte:
Marcel Cornelißen:
„Das Spiel in Uerdingen ist natürlich für jede Mannschaft ein Highlight. Wir fahren da völlig frei hin, niemand erwartet etwas von uns, aber gerade die Lockerheit und das Drumherum können beflügelnd sein. Wir sind auf jeden Fall nicht nur da um das Stadion zu fotografieren.“
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Arnd Brechmann:
Bonusspiel vor heißen Wochen in der Krefelder Grotenburg: Aufsteiger krassester Außenseiten beim Traditionsclub KFC Uerdingen
Beim KFC Uerdingen herrschen nach lauten und tumultuösen Jahren endlich wieder Ruhe und Konstanz. Zur Nachhaltigkeit gehört auch, dass Trainer Julian Stöhr liegenunabhängig die Grotenburg lenken wird. Der ehemalige ETB-Coach macht einen erwartet guten Job in Uerdingen. Nach dem Neuaufbau verfügt der Traditionsverein über eine sportliche Qualität, die in der Oberliga Niederrhein ihresgleichen sucht. Da reichen vier Namen für einen spicy Vorgeschmack: Alex Lipinski, bereits 10 Tore und 9 Assists, Regionalligaspieler und Abwehrbolide Ole Päffgen, Torwartsohn Etienne-Noel Reck, bereits 10 Tore und 6 Assists oder Mohamed Yassin Benslaiman Benktib, 7 Netze und 4 Vorlagen. Der Klang dieser Namen erschallt an allen Lagerfeuern der Liga, wenn es nach dem Training in die Analyse der Uerdinger geht. Als Tabellendritter wittern die Uerdinger den Aufstiegsduft, auch wenn es in der Vorwoche eine unglückliche 3:2 Niederlage beim Neuling Holzheimer SG gab. Der Abstand zu den beiden Dominatoren Hilden und Ratingen beträgt nur sechs Punkte, die in den verbleibenden 9 Spielen noch dazu in direkten Vergleichen aufholbar sind, so geschehen in der Vorsaison, als die SV Schonnebeck erst auf der Zielgeraden die Schwalbenflügel strecken mussten! Dazu Zuschauerkrösus mit bereits mehr als 20 Tsd. Zuschauern in der laufenden Saison, ein Schnitt von 1700! Hammer. Die Frintroper Gäste kommen als Fünfter dieser Wertung auf knapp 5 Tsd. Und einem Schnitt von ca. 400! Und Chef-Fan Sven ist kein wirklicher Grotifant!
Vorfreude auf eine Traditionskampfbahn mit knisternder Flutlicht-Atmosphäre an Gründonnerstag um 20:00 Uhr in Krefeld. Achtung: Am Grotenburg-Stadion sind keine Parkmöglichkeiten für Gäste-Besucher vorhanden. Gästefans können stattdessen den Parkplatz „Bockumer Schützenplatz“ (Adresse für das Navi: „Am Badezentrum 2“) nutzen. Ab der dortigen Haltestelle „Badezentrum“ fährt die Straßenbahn-Linie 042 zur Stadion Haltestelle „Gotenburg/Zoo“. Von dort ist der Gästeeingang fußläufig erreichbar.
Trainer Marcel Cornelißen ist tiefenentspannt: „Nix muss, alles darf. Wir sind krassester Außenseiter bei einem absoluten Topteam, das seine letzte Chance voller Energie mit der Wucht der eigenen Fans wird nutzen wollen. Und die Wahrscheinlichkeitsrechner unter dem Wasserturm zeigen eine 0 als erwartete Punkteernte in der altehrwürdigen Grotenburg! De facto ein Bonusspiel für uns.“ Zur Taktik sagt Co-Trainer Mattes Potthoff wenig: „Wir wollen eklig sein! Es darf den Uerdingern keinen Spaß machen, gegen uns aufzuspielen! Wasserturm-Fußball an der Grotenburg!“
Die Adlerträger sind nach 25 Spielen auf einem Tabellenplatz 10 mit 32 Punkten, der aber niemand täuschen darf. Von ETB auf Rang 7 mit 35 Punkten zum Drittletzten Hamborn 07 mit 27 Punkten reicht die Gefahrenzone. Es werden wohl am Ende magische 40 Punkte sein, die für den Verbleib in der Oberliga Niederrhein notwendig sein dürften! Der Kader der Essener ist stabil, ggfs. kehrt sogar Timo Dapprich nach Verletzungsproblemen zurück, entscheidend sind dafür die Belastungen in der Trainingsarbeit. Dass die AdlerUnionisten erstmals in der Vereinsgeschichte zwei Siege hintereinander einfahren konnten spielt nur bei Kolumnisten und Schreibern eine Rolle! Schön, aber dafür bekommt man in der Liga wirklich gar nichts geschenkt. Bleibt die Vorfreude auf ein Bonusspiel vor toller Kulisse unter Flutlicht! Danach geht es in die Crunchtime. Aber eins nach dem anderen…..











