DJK AdlerUnion Frintrop      vs.      SV Sonsbeck 1:3(1:3)

0:1(4.) Binn, 0:2(26.)Keisers. 1:2(40.) Stukator, 1:3(44.) Binn

Arnd Brechmann:

Bittere 1:3 Niederlage im Heimspiel um 6 Punkte gegen den SV Sonsbeck

Boden der Tatsachen: Mitten im Abstiegssumpf verfangen

Realitätsabgleich bedeutet, Annahmen, Pläne und Wunschbilder mit überprüfbaren Fakten, Beobachtungen und Ergebnissen abzugleichen. Es ist die systematische Frage: Was sollte passieren – und was ist tatsächlich passiert? 

Tabellen lügen nicht! Die AdlerUnionisten sind, waren und bleiben heißer Anwärter auf den tabellarischen Abschied aus der Oberliga Niederrhein.  

Trainer Marcel Cornelissen war in der Analyse klar: Der „Angstgegner“ SV Sonsbeck hat genau das gemacht, was zu erwarten war. Und das effizient! Und das mit unbändigem Einsatz, Teamgeist und Lautstärke auf dem Platz. Die Gastgeber hatten viele Chancen, ein Remis war möglich. Wenn in dieser engen Liga dann ein anderes Ergebnis kommt, ist das Quäntchen Qualität, Erfahrung und Finesse, das dann den Unterschied macht. Wären nach der Pause die beiden Groß-Chancen…. Waren sie aber nicht!

Die Wassertürmer haben den Klassenerhalt in der eigenen Hand, das ist gut so! Die Crunchtime hat begonnen. Und gegen den SV Sonsbeck müssen die Grünen in der laufenden Saison nicht mehr antreten. Gute Nachrichten. 

www.fupa.net schreibt es wie folgt: https://www.fupa.net/news/sv-sonsbeck-verlaesst-in-essen-die-abstiegsplaetze-3166346

„Im Dauerregen übernahmen die Sonsbecker am Essener Wasserturm von Beginn an das Heft in die Hand. Es dauerte keine drei Minuten, da zappelte der Ball bereits im Netz. Nach einem schönen Pass von Linus Krajac genau in die Schnittstelle schob Binn zum 1:0 ein. In der 19. Minute verletzte sich Innenverteidiger Philipp Elspaß so unglücklich am Kopf, dass er durch Jannis Pütz ersetzt werden musste. Aber auch davon ließ sich Sonsbeck nicht beirren. Nach einer Krajac-Ecke köpfte Keisers zum 2:0 (26.) ein. In der 37. Minute verpasste erst Keisers, dann Daniel Gorden Raul, das 3:0 nachzulegen. Während der Sonsbecker Drangphase verkürzte Frintrop durch Dominik Stukator auf 1:2 (40.). Noch vor der Pause schlug Sonsbeck zurück und stellte den alten Abstand wieder her. Nach einer Ecke von Pütz war erneut Binn zur Stelle und traf zum 3:1 (44.). „Beide Mannschaften hatten in der ersten Halbzeit gute Tormöglichkeiten. Wir hatten aber die klareren Möglichkeiten. Endlich haben wir mal wieder Tore nach Standards erzielt“, freute sich Losing. Im zweiten Abschnitt verpasste Pütz das Tor nur um Haaresbreite (52.). Nach gut einer Stunde übernahmen die Hausherren immer mehr die Initiative, jedoch agierten die Rot-Weißen sehr konzentriert und kompakt, sodass sich Frintrop kaum nennenswerte Möglichkeiten erspielte. In der Nachspielzeit scheiterte Krajac an Keeper Nils Reiners. Mit dem Dreier konnte der SV Sonsbeck die Abstiegsränge vorerst verlassen. Nächste Woche Sonntag empfangen die Rot-Weißen mit dem 1. FC Monheim den nächsten Gegner auf Augenhöhe. Der 3:1-Erfolg und die Art und Weise, wie er erspielt wurde, sollte Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben, dachten sich die SVS-Anhänger, als sie sich auf den Heimweg machten.“

Auf dem Boden der Tatsachen angekommen nach einer bitteren Heimniederlage trotz ordentlicher Mannschaftsleistung: 16 eingesetzte und 5 nicht eingesetzte Spieler, Staff und der 12. Mann!

Jetzt erst recht die Klasse halten, sagen: 16 eingesetzte und 5 nicht eingesetzte Spieler, Staff und der 12. Mann!

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DJK AdlerUnion: N.Reiners, Brechmann, Y.Reiners(87. Verwold), Dapprich(45. Zwikirsch), Ornot(70. Bönisch), Engelberg, Büttner, Togbedji, Linnig(78. Wissing), Stukator(75. Friessner), Van den Woldenberg

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Marcel Cornelißen:

Natürlich ist das ein brutaler Tiefschlag heute. Fußballerisch war die erste Halbzeit und die Anfangsphase der zweiten Halbzeit absolut in Ordnung, aber in beiden Strafräumen hatten wir enorme Probleme. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass es immer wieder neue Fehler sind, die uns das Genick brechen. Heute war es mal wieder das verteidigen von Standards, was eigentlich seit Homberg ad Acta gelegt wurde.
Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, entscheidend ist die Tabelle nach dem 34ten Spieltag und wir bleiben dran und wollen an diesem Tag über den Strich stehen, das geht nur gemeinsam mit allen.

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Maximilian Köster und Roman Milenski (WAZ) im Gespräch mit Marcel Cornelißen ( Auszug)

 Im Abstiegsduell der Oberliga Niederrhein bekommt Adler Union Frintrop zuhause gegen den SV Sonsbeck eine bittere Ohrfeige.

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Im Abstiegskampf der Oberliga Niederrhein muss Adler Union Frintrop zuhause in Essen gegen den direkten Konkurrenten SV Sonsbeck ein 1:3 hinnehmen und sackt damit in der Tabelle wieder etwas ab.

Gegen ihren „Angstgegner“ aus dem Kreis Wesel – sechsmal trafen die Essener auf den SVS, sechsmal verloren sie – machten die Adler keine gute Figur. Schon nach vier Minuten musste Frintrops Keeper Reiners das erste Mal hinter sich greifen. Das nach einem langen Ball, der eigentliche Sonsbecker Faustpfand waren heute aber vor allem ihre Ecken. Die Gäste kamen nach solchen zweimal frei zum Kopfball und konnten mit dem ersten davon zum 0:2 aus Essener Sicht noch in der ersten Hälfte den Grundstein zum Auswärtssieg legen. Das zwischenzeitliche 1:2 für Adler Union erzielte Dominik Stukator (40.). In der Halbzeit zwei passierte, mit Ausnahme des dritten Sonsbecker Tors 1),  dagegen nicht mehr viel.

„Gegen Sonsbeck ist es für uns immer schwierig, ja“, wunderte sich Frintrops Trainer Marcel Cornelissen kurz nach Spielende schon gar nicht mehr über das Ergebnis. „Normalerweise sind es aber drei bis vier Minuten, in denen wir nicht gut aussehen, heute waren es etwa 30 Meter.“

Was er damit meinte? Seine Mannschaft hätte zwischen den Strafräumen des Platzes gut gespielt – „das sah, vor allem in der ersten Hälfte eigentlich richtig nach Fußball aus“ – dann aber die jeweils 16 Meter vor dem eigenen und gegnerischen Tor katastrophal ausgesehen.

„Das war alles viel zu billig von uns. Wir geben die Tore zu billig her und verschenken unsere zu billig. Und so verliert man mal wieder“, zog Cornelissen sein trockenes Fazit. Und da billige Leistungen im sportlichen Wettbewerb meist teuer zu stehen kommen, wurde Adler Union durch dieses 1:3 von den Sonsbeckern in der Tabelle jetzt vorerst überholt. Marcel Cornelissen ist diese Momentaufnahme, so wie auch die Frage gegen wen wie wann welche Punkte geholt werden, aber „scheiß egal“.

1)  Der dritte Gästetreffer fiel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit

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Vorberichte:

Arnd Brechmann:

Ich bin wie Du – Crunchtime-Krimi der Artverwandten am Frintroper Wasserturm
AdlerUnion trifft auf den „Angst-Gegner“ SV Sonsbeck unter Flutlicht
Vor genau fünfzig Jahren hatte Songwriterin Marianne Rosenberg einen Mega-Hit mit „Ich bin wie Du“. Gefühlt 1000-mal bei Diether Thomas Heck in der Hitparade….
Es war wohl Co-Trainer Torben Grzenia, wie in der Regel gut unterrichtete Kreise behaupten, der die These aufstellte, dass die gastgebenden AdlerUnionisten im Falle eines gemeinschaftlichen Kameradschaftsabend wohl die Mannen des SV Sonsbeck einladen würden. So ähnlich und artverwandt empfand er die beiden Kontrahenten um den Klassenverbleib in der Oberliga Niederrhein.
Davor steht indes ein sehr enges Match am kommenden Freitag um 19:30 Uhr unter Flutlicht am Frintroper Wasserturm. Und die Adlerträger konnten das Team von Trainerlegende Heinrich Losing bis dato nicht ein einziges Mal besiegen. Weder in den drei Partien der Oberliga noch in Matches in Freundschaft. Nicht einmal ein Remis sprang bis dato dabei heraus. Ein Grund die mannschaftlich geschlossene Routine der „ewigen“ Oberligisten von der holländischen Grenze. Ein weiterer Grund die Extraklasse etwas von Sturmführer Klaus Keisers oder auch Kapitän Robin Schoofs, um nur wenige zu markieren.
Die Gäste holten zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen und kommen leicht favorisiert an den Turm, haben allerdings in der laufenden Saison gegen ähnlich rangierende Gegner wenig gepunktet, ausgenommen natürlich das adlertypische 2:1 in Sonsbeck, das sie nach 0:1 Rückstand in den Schlussminuten zu drehen verstanden. Der Doppelschlag in den beiden Schlussminuten zum 2:2 im Duell gegen Kellerkind Holzheim nach 2:0 Führung zehrt dennoch an den Nerven.
Marcel Cornelissen will den „Sonsbeck-Fluch“, wenn irgend möglich beenden, ein Punkt soll mindestens her, denn ob 40 Punkte in dieser engen Liga reichen werden, ist mehr denn je fraglich. Und bis dahin ist es auch noch ein steiniger Weg, weiß „Corne“ um die Schwere der Aufgabe, das Klassenziel zu wuppen.
Der Kader bleibt stabil wie in der Vorwoche, die Dauerverletzten werden in der laufenden Saison wohl kaum mehr returnieren können. Sonsbeck ist ein Gegner, den man keine Sekunde aus den Augen verlieren darf, das Umschalt- und Außenspiel ist brandgefährlich. Die Sonsbecker schießen regelmäßig nicht allzu viele Treffer, dafür aber entscheidende.
Taktikfreunde dürfen sich auf ein intensives Match mit vielen Zweikämpfen gefasst machen, dazu viele Luftgefechte, denn die Flanken über außen prägen das Gästespiel auf ihren Zielspieler Klaus Keisers, einen der wohl besten Angreifer der ganzen Liga, der dem Verein so treu ist wie das Gros der Adlerträger in Frintrop. „Ihn zu verteidigen, ist eine Aufgabe für die ganze Mannschaft“, gibt Co-Trainer Mattes Potthoff die Devise aus. Aber auch auf Rechtsfuß Linus Krajac werden die Grünen zu achten, der bereits 8-mal die Netze beulte im laufenden Geschäftsjahr.
Flutlicht, knisternde Atmosphäre, der 12. Mann unter dem Frintroper Wasserturm, Stadionwurst und ein kühles Stauder: Vorfreude auf einen 6-Punkte-Kracher. Und wenn beide Teams am Ende der Saison den Klassenerhalt geschafft haben sollten, wird Marianne Rosenbergs Mega-Ohrwurm mit Blick auf den status Oberligist aufgedreht werden: „Ich bin wie Du-uh-uh, a-ha-ha!“, dann aber volle Pulle!

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Trainers Blick auf den Freitag:

„Sonsbeck war für uns in der Vergangenheit immer unschlagbar. Egal, was wir versucht haben, wir haben am Ende immer verloren. Jetzt treffen sicherlich die Enttäuschten des letzten Wochenende aufeinander. Und für uns geht es darum, diese Serie gegen Sonsbeck zu brechen. Es wird Zeit, dass wir dort endlich einmal punkten, das wäre für die Tabelle eine ganz wichtige Situation.“

M.C.

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AUF-HP:

Bereits am Freitagabend erwarten die Adler mit dem SV Sonsbeck die Mannschaft, die am vergangenen Wochenende eine extrem bittere Partie verdauen mussten. Erst in der siebten Nachspielminute mussten die Sonsbecker nach einer 2:0-Halbzeitführung den Ausgleich durch den Holzheimer Afkir hinnehmen. Danach keine Antwortmöglichkeit. Ähnlich niederschmetternd war’s für AdlerUnion der Sonntag-Nachmittag in Mohnheim. Das Kellerduell am Freitag wird entschieden von der Mannschaft, die  nach den Schocks  mental am besten  regeneriert ist. Dieses Kopf an Kopf Duell  –Die Tabelle trügt gewaltig, denn mindestens ab Platz  9 schweben  alle 10 Mannschaften in allerhöchster Abstiegsgefahr-  wird eines von etlichen extrem wichtigen Abstiegsduellen, in denen ALLE Gegener um jeden Punkt bis zum Abpfiff kämpfen werden. Wer das nicht in jeder Spielminute auf dem Schirm hat, wird am Ende im Roten Bereich landen.

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