TSV Meerbusch   vs.    DJK AdlerUnion Frintrop

Anstoß: Sonntag, 22.02.202 – 16:30h  Sportplatz Lank

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Arndt Brechmann:

Besuch beim TSV Meerbusch als fußballhistorische Taktikzeitreise! Anstoß 16:30h !

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Der Begriff Catenaccio steht im Volksmund für exzessiven Defensivfußball. Wie „Tempo“ für Taschentücher oder „Tesa“ für einen Klebestreifen ist der geflügelte Begriff „Catenaccio“ im Fußballjargon längst vom Markennamen zum Synonym geworden. Im Fall des Catenaccio eines für sturen Defensivfußball. Catenaccio ist aus dem Italienischen als „Bolzen“ oder „Riegel“ zu übersetzen. Der Argentinier Herrera bei Inter gilt als der, der damit erfolgreichsten war. Er gewann damit die Meisterschaft und die Champions-League in den 1960er Jahren. So wollte auch Herrera die Räume in der eigenen Hälfte mitunter massiv verdichten, allerdings mehr als Lock-Mechanismus. Ließen sich die Gegner dann rausziehen, wurden sie blitzschnell ausgekontert, auch mithilfe einer Asymmetrie auf den Außenbahnen. Glückte auf diese Weise die Führung, zelebrierte aber auch Herreras Inter gerne das, was die meisten unter Catenaccio verstehen: destruktives Verwalten. Und nur noch selteneres Kontern.

Die wenigsten Spieler der aktuellen Generation bei der DJK Adler Union Frintrop kennen den Catenaccio aus persönlicher Betrachtung. Beim schweren Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim TSV Meerbusch wird Coach Marcel Winkens dieses System voraussichtlich spielen lassen. Aus 22 geschossenen Toren erzielen die Gastgeber sensationelle 30 Punkte. Das gibt es ansonsten nur ähnlich in der zweiten Bundesliga bei einem Team aus dem Herner Westen! Neun Siege feierten die Meerbuscher in der laufenden Saison, davon sechs mit ihrem Traumergebnis 1:0. Hinten Doppeldeckung mit Beton, vorne eiskalt kontern mit der Hilfe des lieben (Fußball-)Gottes, so die Plattitüde zur Taktik.

Die Adlerträger haben im letzten Test beim FC Kray „Leistungsfasten“ , gewissermaßen Aschermittwochsfußball, gezeigt und mit 4:0 eine echte Klatsche vom Landesligisten bezogen. Hinweise auf das sonntägliche Match: Fehlanzeige. Das Speil ist verdaut, jetzt heißt es volle Konzentration auf ein wichtiges Auswärtsspiel. Es braucht Geduld und Konzentration, um die gefährlichen Konter zu vermeiden. Eigentlich ohnehin eine Selbstverständlichkeit für einen (Wieder-) Aufsteiger, der nur den Klassenerhalt als Ziel kennt und anstrebt. Das Trainerteam um Headcoach Marcel Cornelissen weiß um die Hürdenhöhe der Aufgabe. Christian Büttner ist wieder im Kader, was zusätzlich Optionen im Defensivverbund eröffnet. Die Adlerträger sind ambitionierte Außenseiten beim größten Sportverein in Meerbusch, der gerade im Fußball eine großartige Nachwuchsförderung als Steckenpferd besitzt. Es ist Jugendbundesliga, die die späte Anstoßzeit erklärt. Und mit Said El Mala entstammt ein aktueller Shooting Star der Bundesliga der Jugendförderung des TSV Meerbusch. Es wird eine spannende Taktikzeitreise werden. Und einem Catenaccio kann eigentlich nur echter Wasserturm-Fußball gewachsen sein! Konterspieler wie Mica Cain, Reo Kamiyama oder Florian Berisha aus dem Spiel nehmen, die eigenen Tugenden auf den Platz bringen, ins Tor treffen. Klingt nach einem Plan!

Nach der Karnevalspause werden die Adler von den erfolgreichsten Minimalisten der Liga erwartet. Mit nur 22 geschossenen Toren 30 Punkte !!! In Schlagdistanz zum zweiten Rang! Wie das geht, bewiesen die Meerbuscher in den letzten drei Begegnungen: Drei 1:0 Siege gegen den ETB und den VfB Homberg und in Holzheim. Die Turmkicker wissen trotz des klaren Hinspielsieges (3:0),  was sie erwartet. zuletzt stabile Defensive und erbarmungslos effektiver Angriff! Chefcoach Cornelißen wird die Adler mit seinem Team auf die Gßen:astgeber entsprechend vorbereitet haben. Insbesondere gilt es, die drei Topscorer Berisha, Boldt und Kamiyama nicht aus den Augen zu verlieren….

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Marcel Cornelißen:

Meerbusch hat sich heimlich, still und leise an die Spitze rangeschoben. Mittlerweile machen sie einen sehr, sehr stabilen Durchgang. Die Herausforderung wird also wieder sehr groß sein, aber es bleibt dabei, dass wir selbstbewusst sind und in einem gewissen Flow, den wollen wir auch dort fortführen.

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Unabhänig von dieser Begegnung und dem weiteren Saisonverlauf werden  mindestens  21 Adler des aktuellen Kaders auch in der  kommenden Saison im  Trikot der DJK AdlerUnion am Wasserturm auflaufen!

Ihr Ja-Wort für die Zukunft gaben:  Nils Reiners, Joel Kloßek, Leon Engelberg, Max Koltermann, Steffen Herzog, Jason Togbedji, Nils van den Woldenberg, Tristan Ornot, Nils Grigoleit, Jonas Rübertus, Fynn Rauschtenberger, Elias Brechmann, Felix Ohters, Linus Wissing, Leif Linnig, Dominik Stukator, Tim Bönisch, Timo Dapprich, Yannick Reiners, Joel Zwikirsch, Burak Demirdere

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