




Fotos: M. Gohl – Essen
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DJK AdlerUnion Frintrop vs. 1. FC Kleve 3:2(1:0)
1:0(17.) Y.Reiners, 2:0(51.) van den Woldenberg, 3:0(75.) Bönisch, 3:1 ET (77.), 3:2(90.) Haal
Arnd Brechmann:
Spannender als notwendig: Ungemein wichtiger Heimsieg gegen den 1. FC Kleve
Crime-Time am Frintroper Wasserturm: Überleben in der Oberliga Niederrhein, nicht mehr und keinesfalls weniger! Drittletzter gegen Vorletzten, mehr Abstiegsspannung gibt es nur theoretisch. Und die Gastgeber mühten sich um den Rhythmus, suchten ihn anfangs, fanden ihn alsbald. Das Abseitstor von Domme Stukator war in grüner Brille natürlich keines, aber dein offensives Statement. Dessen Vorlage auf Yannick Reiners dafür sehr gut, was das 1:0 für die Adleraner bedeutete. Und der Goalgetter traf nach Vorlage von Elias Brechmann das Tor, aber eben nur den Innenpfosten kurz vor der Halbzeit. Keine Ruhe mit einem denkbaren 2:0 zur Pause. Danach zeigten die Adleraner mehr Siegeswillen, erspielten sich Vorteile, dominierten klar das Geschehen bei herrlichem Fußballwetter. Erst ein glasklares Foul an Elias Brechmann führte im Penalty durch Nils van den Woldenberg zum 2:0 für die Gastgeber, die nachsetzten. Und Tim Böisch nach wunderbarer Kombination über den Capitano Doc Rübertus tütete mutmaßlich den Heimsieg zum 3:0 ein, zumal da diverse Konterchancen auf dem Adlertablett lagen. Doch hat Kleves Offensive einen Lieblingsgegner: Adler Union Frintrop. Aus wenig Chancen zwei Tore, das geht nur gegen die Grünen. Und die Geschichte wiederholte sich bis zur 92. Minute. Plötzlich nur noch 3:2. Und Kleve hatte bereits 20 % aller bisherigen Saisontore ausgrechnet gegen die Adlerträger verbucht… Deja vu zur Vorwoche in Schonnebeck? Alle Spieler im Sechzehner der Wassertürmer! Abpfiff. Geschafft.
Positiv: Unter Megadruck gewonnen, die Kandidatenliste für die Abstiegsplätze am Spieltag erweitert. Negativ: 3:0 ist alternativ zu managen.
Fazit: Ein wichtiges Signal für die nächsten Wochen und Monate gesendet. Die Wiederaufsteiger haben die konkrete Chance auf den Klassenerhalt, wenn sie alles, und das meint wirklich alles, was Wasserturm-Fußball auszeichnet, permanent abrufen und zeigen. Ein weiteres Seminar im Masterstudium „Klassenerhalt Oberliga“!
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M. Cornelißen:
Insgesamt dürfen wir heute zufrieden sein. Über 80 Minuten waren wir eigentlich deutlich die bessere Mannschaft, haben defensiv nichts zugelassen und vorne gab es gerade über Umschaltsituationen einige gute Möglichkeiten. Teilweise müssen wir das noch besser ausspielen, aber das 3:0 war in Ordnung. Danach dürfen wir natürlich nicht mehr in solche Bedrängnis kommen. Es kann so ein Dingen wie beim 1:3 immer passieren, aber mit mehr Abgezocktheit passiert da trotzdem nichts mehr. Das ist der nächste Entwicklungsschritt. Aber vor 5 Spielen waren wir gefühlt am Boden und haben uns mit den 10 Punkten aus den Spielen selbst wieder in die Verlosung gebracht.
J. Wüst:
Es war kein Spiel für “ Feinschmecker“ , war auch nicht unbedingt zu erwarten. Nach der vermutlich beruhigen 3:0 Führung schlichen sich unnötige Ballverluste in unser Spiel ein und daher kamen die Gäste aus Kleve noch zu 2 Toren, ein wichtiger Sieg war letztendlich verdient.
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Im „Sieben-Punkte-Match“ setzten sich vor dankbaren Fans durch: N.Reiner, Herzog, Rübertus(90. Ornot)), Brechman, Y, Reiners(78. Friessner), Dapprich(71. Bönisch), Engelberg, Togbedji, Linnig(65.Zwikirsch), Stukator(65. Wissing), Van den Woldenberg
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Vorberichte:
Nach dem Bonuspunkt in Schonnebeck werden sich etliche AdlerUnionanhänger an den 22.August 25 erinnern. Da reiste die frisch aufgestiegene Cornelißen-Truppe nach dem Sensationssieg gegen den Vizemeister mit ganz breiter Brust ins schmucke Bressertstadion, diesen Sieg bei den „Schwänen“ zu veredeln. Wie bekannt, daraus wurde nichts. Nach der Blitzführung durch Reiners dominierten die Frintroper zwar Halbzeit eins, doch wie aus dem Nichts mit dem Pausenpfiff der Klever Ausgleich. „Genickbruch“ für die Gäste, wie AUF-Chronist Brechmann danach schrieb. Denn in der zweiten Halbzeit lief nicht mehr viel zusammen. Symptomatisch die Klever Führung knapp 15 Minuten nach Wiederanpfiff durch ein unerklärliches Klever Kopfballtor. Einmal hättten die Adler danach noch ausgleichen können. Doch, wie gesagt, daraus wurde nichts. Für`s Rückspiel am Sonntag sind die Hausherren gewarnt. Da gibts anderen Fußball als am Schettersbusch !
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Arnd Brechmann:
Hochspannung am Frintroper Wasserturm
Frintroper Tatort verspricht Action pur
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Krimifreunde erwarten mit großer Vorfreude das erste Heimspiel der DJK Adler Union Frintrop in der Rückrunde der Oberliga Niederrhein. Und es ist ein echter Kracher, der da zu erwarten ist. Der 1. FC Kleve gastiert beim Wieder-Aufsteiger und will unbedingt dem Hinspielerfolg mit 2:1 einen weiteren hinzufügen. Der Drittletzte der Tabelle nach Punkten erwartet dabei den Vorletzten. Am Ende der Saison wertet bei Punktgleichheit der direkte Vergleich, so dass die Grünen wie bei jedem Spiel mächtig unter Dampf stehen.
Trainer Umut Akpinar und der in der Oberliga geradezu ikonisch-legendäre Sportchef Georg Mewes haben in der Winterpause intensiv am Kader gearbeitet: Beim 1. FC Kleve steht jetzt fest, dass Abwehrchef Philipp Divis auch in der kommenden Saison zum Team gehören wird. Der 27-Jährige Verteidiger wird dann in seine vierte Spielzeit am Bresserberg gehen. Auch sein jüngerer Bruder Henning Divis (22) bleibt dem 1. FC Kleve erhalten. Zudem wurde der Vertrag mit Dauerbrenner Niklas Klein-Wiele (32) verlängert. Dagegen wird ein weiteres Urgestein den 1. FC Kleve nach dieser Saison verlassen. Nach über 400 Spielen in fast zwei Jahrzehnten wird sich Kapitän Fabio Forster im Sommer dem Landesligisten 1. FC Lintfort anschließen. Kleve verstärkt sich für die Rückrunde personell: Drei neue Akteure sollen in der zweiten Serie dabei mithelfen, dass die Klever im Abstiegskampf noch die Kurve bekommen. Der 21-jährige Defensivspieler Dominik Burghard kommt vom Liga-Konkurrenten KFC Uerdingen. Mittelfeldspieler Evangelos Karatzidis (19) war zuletzt in der U 19 von RW Essen aktiv. Der offensive Mittelfeldspieler Luca Thuyl kann dabei für die Akpinar-Elf das Zünglein an der Waage sein, denn nicht nur in der vergangenen Saison war Thuyl mit seinen zehn Toren ein Unterschiedsspieler. Bittere Niederlage gegen Holzheim: Im Kampf um den Klassenerhalt gab zuletzt einen Rückschlag für den 1. FC Kleve. Das Auftaktspiel in die Rückrunde endete nach einer enttäuschenden Vorstellung mit einer 0:1-Niederlage gegen die Holzheimer SG. Akpinar bemängelte fehlende Intensität und Durchschlagskraft.
Apropos bitter. Die Adlerträger eroberten in der Vorwoche mit dem 1:1 beim Vizemeister und Titelkandidaten Schonnebeck einen sehr wertvollen Auswärtspunkt, doch der Beigeschmack war fade, fiel der unglückliche Ausgleichstreffer in Minute 96, obwohl der Schiri nur vier Minuten Nachspielzeit verordnet hatte…. Die Gastgeber haben intensiv trainiert, in der Winterpause personell de facto nichts unternommen, stattdessen gut regeneriert und trainiert. Gefühlt sind die mannen von Trainer Marcel Cornelissen in einer Premierensituation: Erstmals – allerdings maximal hauchzarter – Favorit in dieser Saison! Die Wassertürmer müssen und wollen alles raushauen, um in die Punkte zu kommen. Alle Experten gehen davon aus, dass angesichts dieser engen Liga tabellarisch noch sehr viel passieren wird, sowohl im Meisterschaftskampf, als auch im Fight um den Ligaverbleib. Das Mittelfeld besteht laut Experten aus Platz 6 bis 8, die Spitze machen fünf Team unter sich aus, gebannt nach unten schauen zehn Team, von denen am Ende drei werden absteigen müssen. Und so sensibilisieren Mattes Potthoff und Torben Grzenia als Deputys mit Marschall Cornelissen im Trainerteam beinahe gebetsmühlenartig das einzige Saisonziel: Drei Mannschaften irgendwie hinter uns lassen!
Es darf gezittert werden am kommenden Sonntag, 8. Februar 2026 ab 15 Uhr auf der BSA an der Frintroper Straße. Ein Heimsieg wäre ein Traum, aber noch lange kein Happy End. Tatort Frintrop: Es braucht Taten auf dem Platz, energischen und aus Sicht der Gäste gerne auch ekligen, dafür echten Wasserturm-Fußball!
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Marcel Cornelißen:
„Kleve ist natürlich ein ganz wichtiges Spiel, das müssen wir auch gar nicht anders bezeichnen. Aber das wird eine ganz enge Kiste, vielleicht auch nicht sonderlich ansehnlich und auf jeden Fall ein ganz anderes Spiel als letzten Sonntag. Auf jeden Fall brauchen wir wieder die gleiche Leidenschaft und Einsatzbereitschaft, dann sind wir sicherlich in der Lage zu punkten.“

























