DJK AdlerUnion Frintrop I        vs.         TSV Solingen  7:2(4:1)

0:1(6.), 1:1(11.)van den Woldenberg, 2:1(14.), 4:1(30.)Brechmann, 3:1(23.) , 7:2(67.) Dittner, 5:148.), 6:1(55.) Reiners, 6:2(67.)

Die Experten unter den rund 200 Zuschauenden – wenn der RWE ein Heimspiel hat, entscheiden sich manche nicht rational, geschweige denn richtig – bei herrlichem Fußballwetter hatten davor gewarnt. Die Gäste von der TSV Solingen Auf der Höhe 1877 sind spielstark, haben exzellente Solisten und dominieren gerne das Spiel. Und so legten die sympathischen Gäste, deren Anhänger sich auch am Wasserturm grundsätzlich willkommen sahen und wohl fühlten, los wie die Feuerwehr. Angetrieben von Regisseur Jan Niklas Tkacik brachten die Klingenstädter die Adlerträger zunächst das eine oder andere Mal defensiv in Verlegenheit. Das 0:1 durch Topscorer Tkacik entsprang einer Kuriosen Kette im Defensivverbund der Grünen, Nils Reiner war zwar wehrig, aber chancenlos im „1:1-Duell“  gegen den „Zehner“ der Gäste.

Doch der Wecker hatte gebimmelt, die Gastgeber drehten fulminant auf. Und waren jetz auch defensiv „auf der Höhe“! Regisseur Elias Brechmann (Nummer 6) hatte einen „Sahne Tag“, setzte sich bis auf die Grundlinie durch und Nils van den Woldenberg glich aus. Sein bereits sechster Saisontreffer als „lV“…. Dr. Jonas Rübertus` Schlenzer auf den Sechser, nahm dieser mit in einen Kreisel im Strafraum, um das 2:1 zu schlenzen. Wenig später war es nicht „6 aus 49“, sondern „6 zusammen mit 14“, als Eli auf Lasse Dittner (14) ablegte, der gefühlskalt zum 3:1 vollstreckte. Und der geneigte Leser wird nur teilüberrascht sein, dass sich der 14er revanchierte und nach toller Balleroberung querlegt2 auf die 6, das 4:1! Doppelpack.Halbzeit.

In Halbzeit 2 etwas weniger Tempo zunächst. Doch das Spiel hatte noch einige Highlights zu bieten. Der „Lange“ bis dahin mit temporärer Ladehemmung, eroberte den Ball, zog in den Strafraum ein und vollstreckte. Artgerecht nicht in die kurze Ecke bei 204 Centimetern Länge, die der Feuerwehrnationalspieler auf die Leiter bringt…. Löschen wäre kurz darauf die Lösung gewesen, doch der Gästeschnapper Luca Novodomsky, 21 Jahre jung (!), suchte eine spielerische Lösung, die ins Auge ging, besser: ins eigene Netz zum 6:1. Gelöscht hatte erneut Yannick Reiners mit dem linken Außenrist! Doppelpack!

Sekunden später stellten sich manche Experten eine Frage: War das Haltbarkeitsdatum zum 6:2 der Gäste durch erneut Tkacic tatsächlich schon abgelaufen? Nun, der Ball schlug ein, demnach nicht haltbar! Punkt.

Aber was war mit dem Thema „6 zusammen mit 14“ in Halbzeit 2? Das 7:2 resultierte aus einem herrlichen Steckpass von Brechmann auf Dittner, die sich einen eigenen „Tor Tanz“ ausbedungen hatten. Doppelpack!

Atemberaubende Zwischenbilanz des Oberliga-Absteigers:  6 Spiele, 6 Siege, Torverhältnis 32:6. Und das gegen Teams, die allesamt der oberen Tabellenhälfte zuzuordnen sind. Kein Platz für Mecker. Positiv weiter denken, Vieles bis dato richtig gemacht. Der Wasserturm ist eine Fußball-Festung bislang!

Erschütternde Disziplinlosigkeit nach dem Schlusspfiff am so traditionsreichen und grundsoliden Frintroper Wasserturm, mithin rot-weisses Kernland! Spielerväter entführten in erstaunlichen Farben die eigenen Söhne in gefährliches Terrain. Fotodokumente zeugen davon. Wahrscheinlich wollten sie nur die Rot-Weiß-Legende Vincent Wagner bejubeln in einem großen Bierzelt nahe Herne

Die heutige Bastion am Turm bestand aus: N. Reiners, Herzog, Koltermann(63. Koltermann), Rübertus(63. Engelberg), Brechmann(73. Paul), Wissing, Y. Reiners, Dittner, Matthes(73. Neumann), Stukator(67. Thamm), Van den Woldenberg

Marcel Cornelißen:

Wir sind nicht sonderlich gut in das Spiel gekommen, aber die Reaktion war top. Die Mannschaft hat auf den Rückstand mit starkem Pressing und Ballgewinnen reagiert und oftmals mit hohen Tempo diese Ballgewinne auch genutzt. Das 4:1 zur Pause war natürlich super.
Nach dem Wechsel hat uns Solingen nochmal zwei Tore hingelegt, nach dem 6:1 war dann ein kompletter Bruch zu erkennen, was aber menschlich ist. Der Gegner war dann fußballerisch gut und hat das auch teilweise nutzen können.
Insgesamt müssen wir natürlich wieder zufrieden sein.
Jetzt freuen wir uns auf das Pokalspiel am Mittwoch und wollen es Velbert so schwer wie möglich machen uns zu schlagen.

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Vorberichte:

Keine Maschinen – Rückkehr an den Wasserturm

TSV Solingen auf der Höhe 1877 in Frintrop ein (noch) unbeschriebenes Blatt

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„Jatte“ heißen seine Leute ihn, gemeint ist Jasper Teske (22), Eigengewächs der Klingenstädter. Er hat seine Mannschaft zunächst zum Aufstieg gebombt in die Landesliga und in der Premierensaison in der Landesliga erneut sehr gut performt. Mit Jan Niklas Tkacik (22) besitzen die Gäste einen echten Zehner, einen wirklich torgefährlichen Denker und Lenker im Zentrum mit linker Klebe.

Trainer Nils Esslinger , 36, ist ebenfalls beim TSV groß geworden und dort ewig schon in Verantwortung an der Seitenlinie. Die eingespielte und kompakte Mannschaft besitzt Comeback Qualität, wie sie in Rellinghausen nach 2:0 Rückstand bewies und noch das 2:2 erarbeitete. Derzeit auf dem 11. Platz in der Tabelle muss das sehr schwere Auftaktprogramm gesehen werden. Mit dem DV Solingen, dem ambitionierten Titelanwärter, 0:3, und dem SC Velbert, dem ewigen Mitfavoriten, 1:1, hatten die Mannen des TSV bereits drei schwere Brocken auf dem Plan, denn der ESC Rellinghausen ist ebenfalls für das obere Tabellendrittel erwartet.
Hauptübungsleiter Marcel Cornelissen hat in den englischen Wochen eine Mammutaufgabe vor sich. Der Kader ist verletzungsbedingt und urlaubstechnisch ausgedünnt und nach bereits sieben Pflichtspielen physisch gefordert. Belastungssteuerung ist das Gebot der Stunde, Konzentration auf das Wesentliche und das ist die Meisterschaft nicht die beiden Pokalwettbewerbe dieser Tage. Die beiden jüngsten Auswärtserfolge in Unterrath und im Pokal beim Bezirksligisten legten eine Reihe von Baustellen offen. Risikoverhalten im Aufbauspiel, Raumdeutung, Defensivverbund und Konzentration in der vordersten Linie. Die Ergebnisse stimmten durchweg, doch Wasserturm-Fußball war das zuletzt nicht wirklich, wenn strenge Maßstäbe angelegt werden. Tim Bendzko hat es aber in seinem Song „Keine Maschine“ : „Ich bin doch keine Maschine. Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut“. Also Fans und Freunde des gepflegten Fußballs am Frintroper Wasserturm: Die Mannschaft liefert Ergebnisse allen Umständen zum Trotz. Das Trainerteam mit Cornelissen, Grzenia und Potthoff hat die Devise herausgegeben: Der Wasserturm soll eine Festung sein in der aktuellen Spielzeit! Es wird Rotationen in der Startelf geben, Keeper Joel Frenzel wird durch Nils Reiners erstklassig ersetzt werden und muss bis zu seinem Comeback sicher bis in Frühjahr 2027 hineinzuwarten haben.

Die AdlerUnionisten treffen am Sonntag auf einen sehr beachtlichen Gast aus Solingen. Im Vorjahr marschierte der damalige Aufsteiger gleich durch auf den sechsten Tabellenplatz. Die junge Mannschaft besitzt Talent und Entwicklungspotenzial. Dem müssen die Grünweißen am Sonntag Wucht, Konzentration und unbändigen Siegeswillen entgegensetzen.

A.B.

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Marcel Cornelßen:

„Wir haben den Gegner jetzt beobachten können, damit wir überhaupt ein Bild bekommen. Trotzdem bleibt es ein Stück weit ein Blick ins Ungewisse. Was ich gesehen habe vom Gegner hat mir aber gut gefallen. Sehr dominant und flexibel. Wir gehen davon aus, dass die sich für uns auch was haben einfallen lassen. Umso wichtiger, den Fokus auf die eigene Leistung zu legen, um weiterhin erfolgreich zu bleiben.

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