Kreispokal 2. Runde 

  Vogelheimer SV  I       vs.         DJK AdlerUnion Frintrop I 

0:1(14.) Thamm, 1:2(73,) Van den Woldenberg, 2:3(90.) Brechmann

Worst Case bei Joel Frenzel und der Achillessehne

Nach Auswärtssiegen will man eigentlich lachen

Eine „englische Woche“ bezeichnet eine Woche, in der ein Fußballteam mehrere Spiele innerhalb von sieben Tagen bestreiten muss. Das mussten am Lichtenhorst in Vogelheim am Dienstagabend beide Teams. Gastgeber SV Vogelheim mit schwierigem Saisonstart in der Bezirksliga, Gast DJK Adler Union Frintrop mit Traumstart eine Etage höher. Im Phrasenschwein landen stets Aussagen zur Jurisdiktion in den KO-Matches um eine güldenes Etwas, das sich Pokal schimpft. Der Reporter möchte aber nicht einzahlen….:-)

Underdog daheim gegen vermeintliche Übermacht, das ist immer auch Psychologie, die dann auch die Physis und die Normalwelt beeinflusst.

Und so verlief ein sportlich intensives, aber keinesfalls hochklassiges Lokalduell: Wehrige und vom Engagement und Laufverhalten tatsächlich eklige Vogelheimer machten es den Favoriten schwerer, als es diese im Unterbewusstsein eingepreist hatten. Nouris 1:0 in der 19. Minute war die Konsequenz einer Spielanlage, der man ansehen konnte, dass die neue Startelf noch nicht so eingespielt wirken konnte, wie es die Fans vom Wasserturm an sich lieben. Nach feinem Doppelpass mit Kapitän Elias Brechmann konnte „Thammi“ alsbald ausgleichen. Aber in den spielerischen Flow kamen die Adlerträge immer noch lange nicht. Und als Nils van den Woldenberg seine aktuelle Torjägerform auf Zuspiel von Yannick Reiners unter Beweis stellte, war das noch einmal Motivation für die wackeren Gastgeber. Der Referee musste ohne Linesman auskommen, was das Geschehen auf beiden Seiten nicht nur entzückte. Erneut war es Nouri, der ein Fehlverhalten des gesamten Defensivverbunds des Oberligaabsteigers ausnutzte. Elfmeterschießen, die Lieblingsdisziplin der AdlerUnionisten in Sicht. Besser nein. Und so musste die Favoriten in buchstäblich letzter Sekunde mit dem tatsächlich überzeugendsten Angrifs des gesamten Abends das Spiel entscheiden. Die formidable Flanke von Jonas Rübertus veredelte Elias Brechmann mit einem Kopfball aus dem Lehrbuch zum 2:3.

Das Fazit: Englische Wochen fordern. Beste Genesungswünsche an Schnapper Joel Frenzel, dessen Achillessehne in der kommenden Woche repariert werden muss. „Du kommst stärker wieder, Joel!“ sind sich alle Fans einig.

Marcel Cornelissen gratulierte seinem Team zu einem  echten „Arbeitssieg“, wird die Belastungssteuerung in den englischen Tagen im September priorisieren und motivieren, dass wirklicher wasserturm-Fußball tatsächlich mehr Spaß macht.

A.B.

Den Einzug in die dritte Rundein letzter Minute  erzwangen: Reiners, Herzog, Koltermann(72. Paul) , Brechmann, Wissing, Y. Reiners, Dittner, Ornot(69. Rübertus), Grigoleit(46. v.d. Woldenberg), Matthes, Thamm(58. Neumann)

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Marcel Cornelißen:

Ich möchte auf das Spiel gar nicht großartig eingehen. Vorgabe war das Spiel zu gewinnen, das haben wir mit einigen Mühen und etwas Glück geschafft. Jetzt müssen wir einfach hoffen, dass Leute aus den Verletzungen und Urlaub zurückkommen, heute war es schon so weit, dass wir nicht 5 mal wechseln konnten. Das merkt man der Mannschaft auch gerade an. Mit voller Kapelle können wir sicherlich nochmal stärker auftreten

Vorinfos:

Hat es jemals wirklich entspannte Spiele  einer AdlerUnion-Mannschaft am Lichtenhorst gegeben? Eher selten.  Viel Emotion, Ehrgeiz und eine Portion Lokalrivalität prägten meistens die Begegnungen. Nach dem 4:1 in Runde 1 gegen Burgaltendorf macht sich Ex-Adler Carsten Isenberg natürlich Hoffnungen, gegen seine Ex-Verein nachzulegen. Die Turmkicker sind gewarnt, leicht wird es am Lichtenhorst garatiert nicht.

Marcel Cornelißen:

„Vogelheim ist in der zweiten Runde natürlich sehr undankbar, da hätte es deutlich leichtere Gegner gegeben. Die stehen in der Bezirksliga aktuell deutlich unter ihren Möglichkeiten, haben aber im Pokal gegen Burgaltendorf gezeigt was möglich ist. Wir möchten auch im kommenden Jahr im Niederrheinpokal spielen und dafür müssen wir mindestens ins Halbfinale. Die Ansetzung Dienstag mit nur 48 Stunden Pause halte ich grundsätzlich für unglücklich. Profisportler kriegen bedeutend mehr Pause zwischen den Spielen und den Amateuren mutet man das nach einem 8 Stunden Arbeitstag zu. Aber das gilt natürlich für beide Mannschaften und ist keine Ausrede.“

Anstoß:  Dienstag, 15.09.  –  19:30h    Lichtenhorst

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