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Adlertag am Frintroper Wasserturm – Was RWE2-Coach Stefan Lorenz wohl vermerkt hat?
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DJK AdlerUnion Frintrop I vs. DJK Blau Weiß Mintard I I 5:1(1:0)
Zwikirsch 1:0 42′ (Assist V. Reiners), 2:0 48. van den Woldenberg8′ (Assist J.Zwikirsch), Pilavdzic 2:1 57′, Dittner 3:1 63′ (Assist Steffen Herzo g), Dittner 4:1 69′(Assist V. Reiners), Bönisch 5:1 87′.
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Die „Dritte“ als Neuling in der Kreisliga A machte den Auftakt fulminant: Der verdiente 4:2 Heimsieg über die Erste der TGD Essen-Wesz baut den Neuling sicher auf und gibt Rückenwind im Projekt „Klassenerhalt“. Die „Reserve“ mit Nils Reiners im Tor und Burack Dermiderre im Mittelfeld gewann in einem Derby ohne Derbyflair gegen die SGS 2:0 und besiegte den Startfluch der letzten Jahre, als es stets dauerte, bis mal Punkte gehamstert wurden.
Und dann die „Erste“ gegen die „Echten Fuffziger“ von Blau-Weiß Mintard. Nur 300 Hundert Zuschauende wegen des Pokalfights des großen RWE gegen die Braunen aus St. Pauli – Glückwunsch an die Hafenstraße zum 2:0 Sensationssieg- sahen den ersten Heimsieg mit 5:1!
Headcoach Marcel Cornelissen hatte es eingefordert: Aus dem Wasserturm muss in der neuen Saison eine Bastion werden. Und die wackeren Gäste aus der Mülheimer Ruhraue nahe Kettwig nahmen sich der Aufforderung an und bauten rund um ihren Sechzehner eine Wagenburg auf.
Der sympathische RWE II.-Coach Stefan Lorenz, noch dazu Repräsentant der Frintroper Lieblingsbrauerei Stauder, und sein Assistent hatten sich eine gute Ausschauposition besorgt, um die beiden kommenden Gegner zu analysieren. Was sahen sie? In der Startelf der Adlerträger mit Linus Thamm und Lasse Dittner zwei Debütanten, die eindrucksvoll bewiesen, dass sie am Wasserturm willkommen, vor allem aber leistungsmäßig bereits gut angekommen sind. Und das besagt in einem eingespielten Team sehr viel!
Was sahen sie noch: Einen druckvollen Gastgeber, der ambitioniert und intensiv anlief, die Gäste in Bewegung brachte und unbedingt auf ein Tor aus war.
Was sahen sie noch? Geduld beim Vortrag, ein Tor muss ja irgendwann einmal fallen. Und es war Joel Zwikirsch vornehalten, der seit Jahren vom schweren Verletzungspech Verfolgte, der den Bann brach. 1:0 Halbzeitstand. Assist Yannick Reiners. Und dass „Zwiko“ gleich nach dem Wechsel das 2:0 durch van den Woldenberg auflegte, das trieb seinem Daddy Holger beinahe die Tränen in die Augen. Drops gelutscht? Weit gefehlt. Die Gäste steckten nicht auf, erzwangen Standards, die den AdlerUnionisten ihre Grenzen zeigten. 2:1 und fast der Ausgleich nach ähnlicher Eckenvariante, die erneut nur suboptimal verteidigt wurde. Doch der Tabellenführer kam zurück in die Konzentration. Steffen Herzog bereitete Lasse Dittners Premierentor zum 3:1 vor. Yannick Reiners, seit fast 90 Minuten ohne eigenen Treffer in der laufenden Saison – Achtung: Ironie-Alarm! – legte Lasse das 4:1 nach feiner Flanke von Nils van den Woldenberg auf. Und das 5:1 eine feine Energieleistung von Tim Bönisch, der bereits in der Vorwoche geglänzt hatte, aber nicht hatte am Mannschaftstraining teilnehmen konnte und so erst eingewechselt werden konnte.
Also zieht jetzt etwa zum Saisonstart bereits der Titel aus dem Jahre 2001 „Friede, Freude, Eierkuchen“ aus dem Album „Liederzoo“ von Benjamin Blümchen im Adlerhorst?
Weit gefehlt. Marcel Cornelissen machte es im Kreis nach dem Spiel deutlich. Klasse Leistung, ja, aber in der kommenden Woche wartet dann mit dem absoluten Aufstiegsfavoriten, Mehrfach-Aufsteiger mit immer wieder runderneuertem Kader, RWE 2, ein anderes Kaliber auf den Oberligaabsteiger aus Frintrop. Volle Konzentration auf die Trainingsarbeit. Es wird den einen oder anderen Ausfall geben ob der Urlaubszeit, der Andrang auf die Startformation und aktive Spielzeit bleibt in der anstehenden Trainingswoche intensiv. Süße Sorgen für das Trainerteam, aber genauso anspruchsvolle!
Durchatmen erst einmal, Regeneration und dann Fokus finden auf eine der mutmaßlich schwersten Herausforderungen der Hinrunde, will man den Experten des Essener Amateurfußballs folgen…. Die Vorfreude ist schon da in der „Festung Wasserturm“.
Den ersten Heimsieg erarbeiten eindrucksvoll: J. Frenzel, L. Engelberg, S. Herzog, Dr. J.Rübertus, K. Togbedji, N. van den Woldenberg, E. Brechmann, L. Dittner, L. Thamm, Y. Reiners, J. Zwikirsch, M. Koltermann, T. Bönisch, B. Neumann, T. Ornot, D. Stukator
Arnd Brechmann
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Marcel Cornelißen:
Die Mannschaft hat meiner Meinung nach eine ähnlich gute, vielleicht sogar noch reifere Leistung als in Katernberg hingelegt. Wir waren auf einen kompakten Gegner eingestellt, der hat sich aber nochmal etwas anders und tiefer positioniert als gedacht. Da brauchten wir viel Geduld bis zur Führung.
Wir kommen dann gut aus der Halbzeit, lassen nach dem 2:0 leicht nach und kassieren den Anschluss. Die Reaktion war dann top, man hat sofort wieder eine Schüppe draufgelegt und verdient gewonnen. Jetzt freuen wir uns alle auf das Duell nächste Woche gegen RWE.
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Vorberichte:
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Arnd Brechmann:
Lackmus-Test gegen die „Echten Fuffziger“- DJK BW Mintard zu Gast am Wasserturm
Nach dem ergebnistechnisch beinahe berauschenden 2:7 Auswärtssieg zum Saisonauftakt bei der DJK/Sportfreunde Katernberg kommt es am kommenden Sonntag zu einer Fortsetzung der DJK-Meisterschaften. Die DJK Adler Union Frintrop trifft auf die DJK BW Mintard, in der Eigenvermarktung die „Echten Fuffziger“, der Verein in den Ruhr Auen Mühlheims an der Grenze zu Kettwig stammt aus dem Jahre 1950.
Aus der Chemie entstammt der Begriff des Lackmustest. Im übertragenen Sinn steht der Begriff für eine harte Probe, die den wahren Wert oder die Echtheit von etwas zeigt. Gemeint ist hier der Saisonauftakt, denn die Gäste aus Mintard sind ganz sicher ein hoch gewettetes Team der Landesliga NR2, wenn es um einen Platz im obersten Tabellenbereich geht.
Den wiederholten Aufstiegscoach Marco Guglielmi und seinen Co und Bruder Manuel schätzen die Experten im Essener Amateurfußball fachlich sehr hoch ein. Und wer erinnert nicht den spektakulären Saisonauftakt aus dem August 2018 am Wasserturm, der final mit einem 5:5 endete, und doch der Grundstein für den damaligen Mintarder Aufstieg bedeutete? Der Trainer seinerzeit: Marco Guglielmi.
Die BW Mintard hat im Saisonauftakt eine starke Leistung im Derby gegen den wehrigen FC Kray abgeliefert, der die Handschrift des Trainers aufzeigte. Die neuformierte Elf spielte geduldig, diszipliniert und stabil, nutzte die wenigen Chancen eiskalt und hielt hinten souverän die „0“. Mannschaftliche Geschlossenheit ist bei den Mintardern Trumpf. Dasselbe gilt für die Adlerträger, die in der Vorwoche auf Ohters, Rauschtenberger, Dermidere, Nils Reiners und Stukator verzichten musste.
Die Trainingsintensität ist hoch, Coach Marcel Cornelissen muss in jeder Woche schwere Entscheidungen für die Startelf treffen. Strategisch angenehm, zwischenmenschlich für Teamstimmung auf die Dauer herausfordernd.
Den Auftakt veredeln, das wäre etwas. Dazu braucht es am kommenden Sonntag Geduld, Disziplin, Stabilität, also Mintarder Stärken, dazu ein sehr hohes Tempo und defensive Resilienz. Vorfreude auf das nächste Derby in der Landesliga NR2. Die letzten beiden Begegnung konnten die Adlerträger jeweils gewinnen, die bessere Mannschaft waren allerdings objektiv die „Echten Fuffziger“, ein Warnhinweis zum Heimauftakt im Essener Westen.
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Marcel Cornelißen:
Die Mannschaft ist nach dem Start am Freitag natürlich voller Selbstvertrauen, wir wollen unbedingt auch im ersten Heimspiel punkten. Der Wasserturm soll wieder zur Festung werden.
Aber wir stellen uns auf ein ganz schweres Spiel ein gegen einen kompakten Gegner, der über ein gutes Umschaltspiel verfügt. Das wird eine ganz andere Aufgabe als am ersten Spieltag. Wir müssen die Fehlerquote nochmal reduzieren, dürfen den Gegner nicht einladen. Und dann mit ganz viel Tempo immer wieder Lücken reißen. Es wird auf jeden Fall sehr interessant.
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AUF-HP
Nach dem überzeugenden Auftaktspiel in Katernberg erwarten die Adler zum ersten Heimspiel die gewohnt schwer zu bespielenden Blauweißen aus der Mintarder Ruhraue. Nach dem starken vierten Rang in der zurückliegenden Saison folte bei den Gästen ein deutlicher Umbruch. Vor allem junge, talentierte Spieler sollen die zahlreichen Abgänge , von denen besonders die von Lukas Mühlenfeld (18 Tore-5 Vorlagen) und Ben Kastor (11 Tor – 3 Vorlagen) schmerzen. kompensieren. Und das scheint nach Aussage von Trainer Marco Guglielmi bereits frühzeitig auf einem guten Weg. Besonders die Vorbereitungsspiele gegen die Oberligisten Horden (3:1) und Horsthausen (2:2) überzeugten. AdlerUnion wird die Begegnung gegen diesen seit Jahren stark aufspielenden Gegner besonders nach dem überdeutlichen Sieg in Katernberg mit dem gehörigen Respekt und wohl bestens informiert angehen. Kaum zu erwarten, dass sich der Kantersieg vor zwei Jahren zum Saisonauftakt in Mintard locker wiederholen lässt. Doch mit einem konzentrierten, starken und spielerisch überzeugenden Auftritt wie im ersten Durchgang an der Meerbruchstraße können die AdlerUnionisten Einiges bewegen!!
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