
Der WAZ-Saisoncheck von Maximilian Köster in Auszügen;
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Essen. Die DJK Adler Union Frintrop gilt als Top-Favorit in der Landesliga. Der Trainer selbst stimmt aber gemäßigtere Töne an.
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Die DJK Adler Union Frintrop blickt auf turbulente Wochen zurück. Neben dem erneut dramatischen Abstieg in die Landesliga, trotz einer bemerkenswerten Ausbeute von 41 Punkten, mussten die Frintroper und insbesondere Trainer Marcel Cornelissen auch einige schmerzhafte personelle Verluste hinnehmen. Da einige Personalien eigentlich als sicher galten, fiel der Umbruch letztlich größer aus als noch vor der Sommerpause erwartet.
Adler Union Frintrop im Saisoncheck:
Spielen die Spieler nur aus Idealismus beim Essener Klub?
Auf der Zugangsseite haben sich die Frintroper gleich vierfach beim Ligakonkurrenten VfB Bottrop bedient. Joel Frenzel, Lasse Dittner, Mick Matthes und Bjarne Neumann spielen künftig am Wasserturm. In Bottrop gehörte das Quartett zum Stammpersonal. Der VfB ließ nach einer hervorragenden Hinrunde mit dem Herbstmeister-Titel und großen Aussichten auf den Aufstieg in die Oberliga komplett nach und landete in der Rückrunden-Tabelle sogar auf einem Abstiegsplatz.
Neben den sportlichen Argumenten überzeugte Cornelissen dabei angeblich nicht mit hohen Summen, sondern vor allem mit den guten Rahmenbedingungen des Vereins. „Die hatten natürlich eine sehr schwierige Phase in der Rückrunde beim VfB und haben auch die Schattenseiten im Amateurfußball kennenlernen müssen. Dann fällt einem Spieler vielleicht doch auf, dass Geld nicht alles im Fußball ist und man diese Oase braucht, die Adler Union Frintrop den Spielern ein Stück weit auch bietet.“ Ebenfalls neu im Kader sind Noah Daragmeh, Joel Nowak, Linus Thamm, Jayden Paul und Leon Zielonka.
Nicht ganz geräuschlos verliefen dagegen einige Abgänge. Christian Büttner, der neun Jahre das Trikot der Adler trug, beendet seine aktive Karriere und schließt sich dem Nachwuchsleistungszentrum von Rot-Weiss Essen an. Außerdem verließen Timo Dapprich, Justin Kirstein, Nils Verwold, Leif Linnig, Yan Friessner Montas, Noah Karthaus, Marlon Wiechert und Joel Kloßek den Verein.
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Adler Union Frintrop im Saisoncheck:
Ärger über den Abstieg hielt lange an.
Trotz der zahlreichen Abgänge bildet der langjährige Kern der Mannschaft weiterhin das Gerüst des Teams. Entsprechend gelassen blickt der 38-jährige Trainer auf die neue Saison, auch wenn der Schmerz über den Abstieg noch lange nachwirkte. „Die Vorfreude auf die neue Saison hat sich tatsächlich erst eine Woche vor dem Start eingestellt. Vorher war das alles sehr zäh.“ Große Veränderungen wird es weiterhin aber nicht geben.
„Wir werden jetzt nicht die Welt neu erfinden. Die letzten Jahre waren ja auch nicht schlecht. Wir haben schon versucht, die jungen und neuen Spieler heranzuführen und ihnen zu zeigen, wie wir Fußball spielen.“
Im Trainingslager legte das Trainerteam den Schwerpunkt nochmal auf das Umschaltspiel und holte sich den letzten Feinschliff für den Auftakt im Niederrheinpokal gegen den SV Friedrichsfeld. Im ersten Ligaspiel wartet mit der DJK Sportfreunde Katernberg direkt eines der vielen Essener Derbys.
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Adler Union Frintrop im Saisoncheck:
Angriff auf die obere Tabellenhälfte
Die Zielsetzung ist trotz starker Konkurrenz selbstbewusst. „Wir wollen natürlich wieder oben mitspielen. Einen der ersten sechs Plätze zu belegen, ist schon das Ziel.“ Gleichzeitig räumt der Erfolgscoach ein, dass die neue Liga für ihn noch viele Unbekannte bereithält.
„Ich kenne die Hälfte der Mannschaften überhaupt gar nicht.“ Diese Ungewissheit soll jedoch durch die Erfahrung und das eingespielte Kollektiv aufgefangen werden. „Ich habe das Selbstbewusstsein, dass wir auch eine ganz gute Truppe auf den Platz stellen, die schon jetzt mit einem sehr großen Selbstverständnis agiert.“
Einen klaren Favoriten auszumachen, fällt Cornelissen ebenfalls schwer. „Ich finde es total schwierig, das vorherzusagen, wenn du die Hälfte der Liga nicht kennst. Kapellen-Erft war letzte Saison Zweiter, die wollen natürlich jetzt nicht Siebter werden.“ Doch auch den Stadtrivalen RWE II und dem ESC Rellinghausen traut er einiges zu. „Es wird wahrscheinlich genug Mannschaften geben, die sich hinter uns verstecken, aber das ist okay“, schmunzelt er.
Und auch beim Kampf um die Torjägerkrone setzt der Trainer auf die eigene Offensive. „Einer meiner Stürmer wird es. Reiners, Stukator oder Dittner. Mal sehen, wer am meisten spielt. In der Landesliga haben wir immer über 90 Tore geschossen. Aber auch da weiß ich eben nicht, wie gut die anderen Stürmer sind.“











