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Rot Weiß Essen II        vs.         DJK AdlerUnion Frintrop I 0:2(0:0)

0:1(59.) Y. Reiners, 0:2(73.) Stukator

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Derbysieg bei der RWE-Reserve

Starkes Ausrufungszeichen durch echtes Teamwork

Eine Hiobsbotschaft ist eine besonders schlechte oder niederschmetternde Nachricht, deren Ursprung in der biblischen Geschichte von Hiob liegt. Und derer erreichten Headcoach Marcel Cornelissen vor dem richtungsweisenden Auswärtsspiel der DJK Adler Union Frintrop beim Landesliganeuling RWE2 diverse. Ja, der Oberligaabsteiger musste bei einem Aufsteiger aus der Bezirksliga antreten. Für Laien eine klare Sache, nicht aber für Experten. Und „Corne“ musste vor dem Anpfiff auf seinen Kapitän verzichten, Dr. Jonas Rübertus, aber auch Vizekapitän und Mittelfeldmotor Elias Brechmann musste passen, noch dazu dessen Stellvertreter, Abwehrchef Leon Engelberg.

Der Essener Wirtschaftspsychologe Reinhard Sprenger hat einen Bestseller geschrieben: „Vertrauen führt!“. Und so machten Marcel Cornelissen und sein Begleiteter am Spielfeldrand, Mattes Potthoff und Torben Grzenia aus der vermeintlichen Not eine Tugend. Der Monsterroutine der RWE-Legenden Timo Brauer, Marcel Platzel und Kevin Grund begegneten die Adlerträger aus der Abteilung „Jugend forsch“! Vertrauen pur für den gesamten Kader und die Youngsters begeisterten die zahlreichen Fans, die vom Wasserturm gen Altenessen gekommen waren.

Von Beginn an zollten sich beide Teams gehörigen Respekt. Die Gastgeber, gut eingestellt von Stefan Lorenz, angetrieben und gesteuert von den Legenden Kevin Grund und Timo Brauer, ließen der Gästen zunächst den Ball. In Halbzeit eins waren Chancen Mangelware, doch beide möglichen Kandidaten um die Torjägerkanone der Landesliga Gruppe 2, Platzo bei den Roten und „Langen“ Reiners bei den Grünen besaßen je eine Chance. Leichte Vorteile bei den Gästen, waren sich die Experten einig. Und: Wer hier das 1:0 erzielt, der wird wohl gewinnen. Spitz auf Knopf!

Und es waren die AdlerUnionisten, die den Führungstreffer nach einer Stunde klug herausspielten. Joel Zwikirsch schlich sich über außen gekonnt ein und sein feiner Pass wurde von Yannick Reiners gekonnt zum 0:1 veredelt. Beide Teams wechselten, das intensive Match zollte kräftemäßigen Tribut. Knapp eine Viertelstunde später schaltete sich der in der Innenverteidigung überragende Steffen Herzog in das Umschaltspiel ein, bediente Domme Stukator, dessen trockener Linksschuss flach ins Netz der Rot-Weißen einschlug.

Bis zum Abpfiff Abnutzungskampf pur, beide Teams beackerten einander hoch intensiv. Nach mehr als fünf Minuten Nachspielzeit der Abpfiff. Derbysieg für den Absteiger beim Aufsteiger. Beide Trainer und Teams zollten einander Respekt, der nicht unverdiente Sieger hatte den Adler auf der jetzt auch breiten Brust!

Coach Marcel Cornelissen dankte der letzten Linie mit Koltermann, Herzog und Togbedji in besonderer Weise, das „zu Null“ sagt Vieles. Aber das gesamte Team hatte diesen Auswärtssieg erarbeitet gegen einen Gegner, der ganz sicher in der Spielzeit für Furore sorgen wird!

Und die Tabelle lügt nicht, die Favoriten sortieren sich bereits oben ein. Und das Auftaktprogramm der Frintroper sieht für den kommenden Sonntag erneut ein Spitzenspiel vor, die Sportfreunde Niederwenigern mit ihrem Sturmtank Moreno Mandel und einem klasse Saisonauftakt kommen an den Wasserturm, der ja zu einer Trutzburg ausgebaut werden soll, folgt man dem ehrgeizigen Marcel Cornelissen. An Duelle gegen die Hattinger gibt es daheim nicht nur positive Erinnerungen. Aber das ist eine ganz andere und neue Geschichte.

Arnd Brechmann

Den Derbysieg bei RWE verdienten sich: Frenzel, Herzog, Koltermann, Wissing(72. Neumann), Y. Reiners, Dittner (62. Bönisch), Zwikirsch(82.Stukator), Ornot(81. Daragmeh), Togbedji, Thamm(82. Matthes), van den Woldenberg

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Marcel Cornelißen:

Ich denke, dass wir kein hochklassiges, aber intensives Spiel gesehen haben. Es war für unsere Mannschaft auch ein Stück weit eine Bewährungsprobe, wenn innerhalb einer Woche 3 Kapitäne ausfallen. Aber andere Spieler haben die Rolle dann ausgefüllt. Kämpferisch war das top, spielerisch und in der Positionierung, im Übergangsspiel und bei den Tiefenlaufwegen können wir das besser. Das ist natürlich jammern auf hohem Niveau, aber wir sollten schon versuchen jedes kleine Detail zu verbessern.

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Vorberichte:

Marcel Cornelißen:

Am Sonntag steht das Spiel an, auf das viele wahrscheinlich gewartet haben in der Liga. RWE macht keinen Hehl daraus, dass die Landesliga nur eine Zwischenstation sein soll auf dem Weg in die Oberliga. Am Sonntag werden beide Mannschaften etwas schlauer sein, was die eigenen Ambitionen angeht. Allerdings ist das so früh in der Saison, da kann sich alles noch drehen.

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A, Brechmann:

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Schöner Gradmesser – Derby und Spitzenspiel bei RWE II

Timo Brauer, 36, RWE-Legende in der Ersten und seit dieser Saison Kapitän der Reserve des SC Rot-Weiss Essen ist der Schöpfer der Überschrift.

Nachzulesen hier:
(https://www.reviersport.de/fussball/landesliga/a629673—rwe-ii-schoener-gradmesser-brauer-blickt-naechstes-essener-derby.html)Die Roten mit StefanLorenz als Headcoach landeten in der Vorwoche einen klaren Auswärtssieg mit 2:6 beim ehemaligen Regionalligisten FC Kray, zwei Spieler erzielten dabei einen Doppelpack. Und mittendrin statt nur dabei die Legende Marcel Platzek, 36, Torschützenkönig der Bezirksliga im Vorjahr mit 47 Buden aus 28 Einsätzen, Torschützenkönig der Kreisliga A im Jahr davor mit 46 aus 25…. Für Platzo ist das Netzen wie Radfahren! Stefan Lorenz, selbst mit seinem Bruder Michael als sportlicher Leiter ebenfalls mit Legendenstatus bei allen RWE-Hools, hat nach dem erneuten Aufstieg eine gesunde Mischung aus Jung und Alt zusammenstellen können, die durchgängig hochklassigen Background hat. Das Kommen und Gehen in seinem hochkarätigem Kader hat natürlich die Folge, dass die Mannschaft sich wieder finden muss. 4 Punkte aus zwei anspruchsvollen Begegnungen, dabei einmal in Unterzahl, beweisen, dass die Roten keine Allergie gegen die Landesliga Niederrhein 2 haben��.

Kevin Grund, 39, natürlich auch Legende mit linker Klebe an der Hafenstraße, ist der Leader im Mittelfeld im Duett mit Timo Brauer, noch dazu mit genialen Standards…, im Tor steht regelmäßig mit Gerres ein 18jähriger Nachwuchsschnapper aus dem Kader der Ersten, der eine Ausbildung im NLZ genossen hat. Qualität und Erfahrung, das macht „Männerfußball“ aus, wie Capitano Brauer es bezeichnet. Und gerne gibt Lorenz den Favoritenstatus an die DJK Adler Union Frintrop ab, also klassisches Understatement. Die Vereinszielsetzung der Roten sieht den Durchzug in die Oberliga unverblümt vor. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die DJK Adler Union Frintrop ist unter Coach Marcel Cornelissen sehr gut aus den Startlöchern gekommen. Beide Derbys zum Saisonstart konnten bis dato gewonnen werden, mit RWE2 wartet nun ein schöner Gradmesser auf die Adlerträger. Die Offensive konnte schon zeigen, was in ihr steckt, Katernberg und Mintard haben aber auch Finger in das Defensivverhalten gelegt. Trotz mehrfacher Rotation fährt der grüne Zug bislang auf Kurs: Oberes Tabellendrittel mit Tuchfühlung zur Spitze der Tabelle! Als mutmaßlich knappster Oberligaabsteiger der jüngeren Fußballgeschichte sind die AdlerUnionisten eine Etage tiefer akklimatisiert. Im Lazarett fallen Fynn Rauschtenberger, Felix Ohters und Silas Niebaum definitiv aus, Linus Wissing könnte indes die Krankenstation wieder verlassen. Vorfreude auf das Derby an der Seumannstraße, das um 16:00 Uhr angepfiffen werden wird. Frühzeitiges Erscheinen für den 12. Mann ist anempfohlen, in der Aufstiegsrelegation hatten die Roten an der Seumannstraße organisatorische Lücken, wenn die Zuschauer zahlreich strömen. Und auf dem Gelände des NLZ, Nachwuchsleistungszentrum, dürfen durstige Zuschauer auch abstinent bleiben.
Headcoach „Corne“, RWE-fan durch und durch, lässt seine Faneigenschaften gegen die Reserve ruhen. Ehrfurcht ablegen vor den Legenden, Konzentration auf die eigenen Stärken, auf Augenhöhe auswärts agieren, defensive Disziplin und Temposchärfe im Anlaufverhalten, alles Themen der aktuellen Trainingswoche. Tabellenvierter RWE2 hat die zweiterfolgreichste Sturmreihe, der temporäre Tabellenführer vom Wasserturm die bis dato führende. Das lässt für das Derby viel
erwarten, ein erstklassiges und sicher enges Match. Auch wenn es mit Kapellen-Erft, DV Solingen, Niederwenigern, Rellinghausen und sicher manchem Überraschungsteam bei den Buchmachern weitere Kandidaten auf einen Tabellenplatz an oder nahe der Sonne gibt, dürfen sich Fußball- Enthusiasten am Sonntag auf eines ganz gewiss freuen: Ein echtes Spitzenspiel!

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